Großformat Photowettbewerb 2018 - JOBO - ARCA SWISS - Chamonix

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    • Diesch wrote:

      bequalm wrote:

      Ich will meine Bilder nicht an geschönten Scans und perfektionierten Drucken messen
      Ich nehme teil, um die Anzahl der Teilnehmer werbewirksam zu erhöhen. Messen will ich mich nicht.
      Hallo,
      ein Bild ist ein Bild. Und wenn z.B. ein schlecht aufgenommenes Handy-Bild (aus welchem Grund auch immer) "sehr gut" ist, ist es einem perfekt ausgeleuchtetem, super scharfen aber langweiligem Großformat-Bild IMMER vorzuziehen. Als das letztes iPhone vorgestellt wurde, hingen am Hamburger Hauptbahnhof riesige Drucke von guten Bildern. Ich finde das Argument fortschrittsfeindlich (was ok ist, weil ich auch ein bisschen old-fashion bin) aber mit dem selben Agument haben die Maler ja früher auch argumentiert, als die Fotografie aufgekommen ist.

      Ich will teilnehmen, weil ich mich messen will. Und weil ich gewinnen will. Sonst würde ich ja nicht mitmachen?! Hä?? Das ist ein Wettbewerb. Und "Spaß" bringt das ja auch nicht. Sind ja keine Bundes-Jugend-Spiele (da hängt man mindestens zusammen rum, und raucht hinter der Tribüne, o.Ä. :) ). Aber bei mir gilt das Selbe wie bei Lookout: wenn ich nicht zu faul bin, bzw. ich was vernünftiges habe.

      An die Teilnehmenden:
      Zeigt ihr Bilder hier im Forum? Würde mich natürlich brennend interessieren. Aber wahrscheinlich macht man das nicht... würde ich das tun, mhm. (laut gedacht)
    • Cooles Video. Was es alles gibt.
      Na ja. Analog soll es ja schon sein.

      Mir ging es um bequalm's Argument, dass er sich nicht mit geschönten Scans messen will.

      Und da denke ich, wenn er gute Bilder hat (was natürlich jeder ein jeder hier hat, sonst wäre er ja nicht hier), dann sind die absolut gut. Auch wenn andere Leute super Scans einschicken.
      Oder?
    • philipp wrote:

      Und wenn z.B. ein schlecht aufgenommenes Handy-Bild (aus welchem Grund auch immer) "sehr gut" ist

      hä? wie soll das gehen? vielleicht durch maximale digitale nachbearbeitung (und/oder großflächigen ersatz aus anderen dateien; also ein digitaler homunkulus). so ein bild wäre dann aber nicht mehr das, was man sich - sogar bei diesem nun etwas "aufgeweichtem" - wettbewerb unter einzureichender ware vorstellt. so ein bild gehört dann auf einen cgi-contest.

      philipp wrote:

      ist es einem perfekt ausgeleuchtetem, super scharfen aber langweiligem Großformat-Bild IMMER vorzuziehen.

      wohlfühl-argument. nicht angreifbar oder widerlegbar, weil man langeweile IMMER ablehnt. egal ob analog, digital oder hybrid. was auch sonst?

      philipp wrote:

      Als das letztes iPhone vorgestellt wurde, hingen am Hamburger Hauptbahnhof riesige Drucke von guten Bildern.

      vorsicht bei solchen beispielen! glaubst du wirklich ernsthaft das diese riesigen plakatbilder so aus dem iphone übernommen und gedruckt wurden? werbung lügt. zu recht. sonst würde den meisten schrott keiner kaufen. das das, was da auf den plakaten zu sehen war NICHT nicht das foto aus einem handelsüblichen iphone war, davon bin ich fest überzeugt. das sagt einem eigentlich auch der gesunde menschenverstand. und etwas erfahrung ist auch nicht schlecht.

      philipp wrote:

      Mir ging es um bequalm's Argument, dass er sich nicht mit geschönten Scans messen will.

      Und da denke ich, wenn er gute Bilder hat (was natürlich jeder ein jeder hier hat, sonst wäre er ja nicht hier), dann sind die absolut gut. Auch wenn andere Leute super Scans einschicken.
      Oder?

      schick mir einen gut aufgelösten scan von einem deiner fotos. und halte - zum vergleich - einen sauber analog ausgearbeiteten print desselben negativs bereit. und ich zeige dir, was mit digitaler bildbearbeitung möglich ist, wozu auch der beste laborant der welt mit noch so guter laborarbeit NIE hinkommen wird.

      und das ist genau der schwachpunkt der geänderten teilnahmebedingungen: die juroren dieses wettbewerbs (vielleicht von barnbaum mal abgesehen) wird es völlig wumpe sein, ob das jetzt ein analoger oder digitaler print ist, der da vor ihnen liegt. die gehen einfach danach, welche bildwirkung ein print auf sie hat (der veranstalter dürfte aus nachvollziehbaren kein interesse daran haben, das nicht die optisch wirklich eindrücklichsten motive gewinnen; was ein guter juror auch weiß, er will ja gern wieder mal eingeladen werden :D ). und es dürfte - bei der anzahl der eingehenden bilder und der qualität die aufgrund der digitalen bearbeitungsmöglichkeiten mittlerweile möglich ist - eine menge bilder eingeschickt werden die (digital optimiert) absolut vorzeigbar sind. und gegen diese digital optimierten prints werden die meisten analogen keine chance haben (es sei denn typen wie barnbaum, sexton oder der guru selbst nehmen teil :P ) das scheitert schon an der - von den meisten analog-ausarbeitenden nicht mehr beherrschten - unsichtbaren retusche/ausfleckerei.

      ich prophezeie mal das kein bild gewinnen wird, das wirklich zu 100% rein analog erstellt sein wird.

      analoge und digitale fotografie sind zwei völlig verschiedene bereiche. man sollte sie nicht in dem sinne miteinander vergleichen welche von beiden nun das "bessere" bild liefert. es ist ein fehler dieses wettbewerbs, beide auf diese art und weise miteinander konkurrieren zu lassen.

      bezeichnend ist ja dieser satz in den teilnahmebedingungen:

      "Idealerweise wird ein Print auf lichtsensiblem Papier eingesandt. Wurde ein gutes Print selbst erstellt, kann die Jury dies handwerklich positiv werten."

      die wissen ganz genau was auf sie zukommt. nämlich eine ganze menge sehr guter, aber digital bearbeiteter prints. und eine kleine menge, rein analog erstellter. und damit diese dann bei der preisvergabe überhaupt noch eine chance gegen die "digitalprotze" haben, gibt´s den in dieser teilnahmebedingung gewährten analogen bonus.
    • renros wrote:

      die wissen ganz genau was auf sie zukommt.

      Na ich denke nicht, ansonsten wären sie ja nicht so umgefallen. "Von Korn zu Korn" ha ha :D

      renros wrote:

      und eine kleine menge, rein analog erstellter. und damit diese dann bei der preisvergabe überhaupt noch eine chance gegen die "digitalprotze"...

      Na ja, so dramatisch seh' ich's nicht. Fineprint tut dem Bild sicher gut, aber es kommt doch eher auf den Inhalt an. Adams und seine "Klone" find' ich da eher langweilig, auch wenn perfekt ausgearbeitet. Dem Betrachter ist's eh egal und wenn gut präsentiert, relativiert sich analog vs. digital :)
      The Print (click)
      MN

      The post was edited 1 time, last by MikeN ().

    • Irgendwie komme ich hier gerade nicht mehr mit. Ist das euer Ernst oder habe ich da irgendwie den Satiremodus übersehen?

      Ein gutes Foto, egal ob digital oder analog, ist doch nicht gut, nur weil es schön scharf ist und möglichst viele Graustufen enthält oder irgend ein Z-Promi drauf zu sehen ist. Das wisst ihr ja aber selber, gell : )

      Bildidee, Aussage, Gestaltung, Komposition, Lichtführung und und und dürften da ja wohl auch noch eine nicht unerhebliche Rolle spielen, oder? Da ist es doch völlig Wurscht ob man als Analoger gegen Digitale antritt oder umgekehrt.

      Die Wettbewerbsbedingungen im Nachhinein zu ändern, geht natürlich trotzdem gar nicht, klar.
    • Schwarzweißseher wrote:

      Bildidee, Aussage, Gestaltung, Komposition, Lichtführung und und und dürften da ja wohl auch noch eine nicht unerhebliche Rolle spielen, oder?
      selbstverständliches zu erwähnen hab ich mir erspart.

      Schwarzweißseher wrote:

      Da ist es doch völlig Wurscht ob man als Analoger gegen Digitale antritt oder umgekehrt.

      grundsätzlich ist das so, ja. aber ich bleibe dabei: aus dem digitalisat eines negativs "A" kann ein guter bildbearbeiter visuell mehr rausholen als ein laborant aus dem negativ "A" an sich.
    • MikeN wrote:

      Fineprint tut dem Bild sicher gut, aber es kommt doch eher auf den Inhalt an.
      fineprint ist ein inhalt an sich. und eine haltung, ein prozess.

      und ansonsten ist das reine geschmackssache, ins belieben des abbildenden gegeben. alles ist es wert, abgebildet zu werden. die fragestellung lautet lediglich: wie und womit.
    • Wie dieser Wettbewerb ausgerufen wurde, hat sich in diesem Thread eine heftige Debatte über die Bedingungen entsponnen. Warum es gar nicht geht, nur anloge Prints einzureichen. Warum der Ausschluß von Rollfilm aufgrund von Panoramarückteilen von Unkenntnis zeugt und vieles mehr.
      Angesichts der Tatsache, daß die Zielgruppe für so einen Bewerb nicht gerade groß ist, verstehe ich die Veranstalter zu einem Teil, daß sie auf diese Debatte durch Erweiterung der Bedingungen reagiert haben.
      Aber jetzt geht die Debatte von vorn los, es werden den Veranstaltern genau diese Änderungen vorgeworfen. Da fehlt dann wiederum mir das Verständnis.
    • Ich finde Wettbewerbe im Bereich Kunst immer eine Lachnummer, das dem so ist wird hier nur noch bestätigt;--))

      Gutes Lichtmalen!!
      " You push the button and we do the rest."
      Kodak Werbespruch!
      Today
      "You push the button and the pixels do the rest"
    • johnars wrote:

      Ich finde Wettbewerbe im Bereich Kunst immer eine Lachnummer, das dem so ist wird hier nur noch bestätigt;--))
      völlig richtig.

      wenn sich die ausrichter solcher "wettbewerbe" wirklich zu 100% an ihre eigenen teilnahmebedingungen halten und tatsächlich vorurteilsfrei und nicht korrumpiert (was auch nicht selbstverständlich ist) ein urteil fällen, bleibt dieses am ende doch immer noch: ein geschmacksurteil! hallo?

      ein (kunst-) wettbewerb erzeugt - neben allerlei überflüssigem gequatsche und frustrationen - garantiert eines immer: (wenige) gewinner und (viele) verlierer. wozu?

      im vorliegenden fall hätte man nur die aussicht auf gewinne für die "besten fotos" weglassen müssen, schon hätte man sich einen haufen ärger (und nacharbeit) erspart. dem umstand, das dann vielleicht weniger leute teilnehmen kann man dadurch begegnen, das man die selben preise unter ALLEN teilnehmern verlost. somit würde teilnahme belohnt und nicht das glück, mit seinem bild zufällig den geschmack eines mehr oder weniger vorurteilsfreien juroren getroffen zuhaben.

      und die meinungsbildung über die motivische, handwerkliche oder künstlerische qualität der einzelnen arbeiten kann man jedem besucher der anschließenden ausstellung selbst überlassen.

      ich brauche dazu jedenfalls nicht die meinung irgendwelcher gurus.
    • lookbook wrote:

      es wird wohl eher um "gutes" handwerk gehen ...

      und wie soll das überprüft werden? was sind denn eindeutig "handwerkliche" kategorien?

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      ist doch eigentlich ganz einfach:

      an wen richtet sich der wettbewerb? GFler. leute also, die mehrheitlich schon qua ihres hobbys/berufes sehr viel mehr von fotografie und ihren möglichkeiten verstehen, als der normale "schönstes urlaubsfoto"-wettbewerbsteilnehmer. die anzahl stürzender oder überkorrigierter linien wird sich also naturgemäß schon in grenzen halten. womit dieses handwerkliche kriterium schon mal seine unterscheidungskraft verloren hätte.

      das gleiche gilt für die weiteren möglichen "handwerklichen" kategorien: fehlerfreie ausnutzung des kopierumfangs des papiers (digital für jeden easy zu erreichen), lichtführung, bildaufbau etc. wobei auch diese kategorien keine wirklich eindeutig handwerklichen sind. sie beinhalten auch individuell begründbare, auf vorlieben beruhende komponenten.

      mir fallen im eigentlichen nur zwei kategorien ein, die tatsächlich das zeug dazu hätten, gutes von schlechtem handwerk zu trennen. nämlich die archivfestigkeit und die retusche. zur archivfestigkeit von digi-prints lässt sich mit absoluter sicherheit noch nichts sagen, da müssen wir einfach noch ein paar jahrzehnte abwarten. bei silber-baryt-prints gibt es diese erfahrungswerte. um jetzt aber bei einem wettbewerbsbild nachzuprüfen ob der fotograf dieses bild handwerklich perfekt archivfest gemacht hat, müsste man ein stückchen vom foto rausschneiden und das nachträglich untersuchen. wird das geschehen? wohl eher nicht. also wird diese handwerkliche kategorie auch unberücksichtigt bleiben.

      und was die retusche anbelangt: wer es mit photoshops bereichsreparaturpinsel nicht schafft ein bild handwerklich sauber auszuflecken, ist blind oder hat einen fetten tremor. wirklich interessant wird es bei analogen prints und deren retusche: ich wäre tatsächlich gespannt, ob es einreichungen geben wird, die handwerklich sauber (was heißt: wirklich absolut NICHT sichtbar) ausretuschiert sind.

      nein, ich bin fest davon überzeugt: ganz zum schluss - nach dem alle diese kategorien abgehakt worden sind - wird in jedem der juroren ein innerer "gefällt mir"-button geklickt werden, oder eben "gefällt mir nicht".

      es bleibt also ein geschmäcklerisch begründetes urteil. kunst hin, handwerk her.