Großformat Photowettbewerb 2018 - JOBO - ARCA SWISS - Chamonix

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    • Also ich hab mir gerade auch mal ein paar Gedanken dazu gemacht. Es ist zum Bsp in der digitalen Fotowettbewerbswelt, zumindest da wo ich mitgemacht habe so, dass man das RAW vorzeigen muss, damit klar ersichtlich wird, wieweit an den Reglern gedreht wurde, bzw. ob es sogar eine Montage ist. Das RAW wurde nie öffentlich gezeigt, aber es dient der Jury als Nachweis.
      Bei einem analogen Wettbewerb wäre mein Vorschlag, dass man Prints einreicht (Kontakt, vergrößert oder auch Scan mit anschließendem digitalem Druck, etc.) Am Ende zählt halt das Ergebnis und der Fakt, dass es mit einer Fachkamera gemacht worden ist. Die Jury könnte dann bei den letzten Finalsten die Negative bzw Dias verlangen, ob als Orginal Scan oder wirklich das Orginal, liegt in deren Ermessen, aber jeder der ein Bild einreicht, muss eben damit rechnen, dass das Orginal verlangt wird.
      Die Frage ist wie weit der Wettbewerb gehen soll, also hat man schon ein gutes Bild erschaffen, wenn man ein gutes Negativ hat oder gehört da auch die Vergrößerung mit dazu. Das ist eben eine Ethik-Sache.
      Ich persönlich, nutze die analoge Technik bis zum Negativ, ab dann scanne ich ein, bzw lasse scannen und drucke dann digital. Ein 4x5 Vergrößerer ist ja nicht gerade oft zu finden.
      Von 6x17 ganz zu schweigen.
      Aber ein durchaus spannendes Thema, wie ich finde. Ich bin gespannt auf die „neuen“ Regeln.
      Lg
    • Auf meine Nachfrage hin hat man mir von artisan jobo mitgeteilt:

      „Die Regeln müssen sicher noch spezifiziert werden Anfang Januar.
      Aber im PR-Text sagen wir an: „Von Korn zu Korn“.
      Da sollte kein digitaler Zwischenschritt sein.“

      Das heißt wohl eindeutig keine gescannten Negative, hybride Prozesse oder digital bearbeiteten Bilder oder Prints. Auf die weiteren Spezifikationen werden wir wohl bis Anfang Jänner warten müssen und uns in Geduld üben.
      Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.

      - Henri Cartier-Bresson -
    • Jerudi schrieb:

      [...] keine gescannten Negative, hybride Prozesse oder digital bearbeiteten Bilder oder Prints.
      Moin!
      Um evtl. Manipulationen aus dem Wege zu gehen bleibt eigentlich nur Umkehrmaterial.
      Ich vermute, dass zwischenzeitlich die meisten Fladenbelichter hybrid arbeiten - diese werden dann weitestgehenst ausgeschlossen.
      Wer hat heute noch ein eigenes Labor, oder eines in seiner Nähe.

      mfg hans
    • Ich habe die Ausschreibung noch einmal gelesen. Da steht eigentlich nach meiner Meinung nichts Aufregendes drin.

      Das Wettbewerbsfoto soll analog erstellt sein, da hilft ein Fachlabor, wenn man es nicht unbedingt selbst machen möchte.

      Dann möchte man eine Reihe unterschiedlicher kleiner Formate für z.B. Pressemitteilungen. Dabei steht nicht, daß diese ebenfalls analog entstanden sein sollen. Ein Negativ abgeben soll nur der, der die Pressebilder nicht stellen kann. Nachher bekommt der Auto doch wahrscheinlich das Negativ zurück. Vermutlich wird das für Druckzwecke digitalisiert.

      Die Rechte bleiben beim Bildautor, aber Jobo und Sponsoren möchten das Foto verwenden dürfen, immerhin bezahlen sie die Party. Das ist auch völlig normal.


      Persönlicher Teil:

      :)
      In der EU ist die Verwendung von Einheiten unter anderem durch die EG-Richtlinie 80/181/EWG weitgehend vereinheitlicht worden. 20x24" ts, ts.

      Ich habe mir die Jury-Mitglieder angeschaut. Ich meine, vor allem Landschaftsfotografen sollten sich aufgefordert fühlen, dort teilzunehmen.
    • Neben der eigentlichen Aufnahme, ist der Print-Prozess wohl der, der den meisten Spielraum für Kreativität zulässt. Das spiegelt sich im Cha­rak­ter der Bildern wieder und ist wesentlicher Bestandteil analoger Arbeit. Die will man eben im Wettbewerb fördern. Der hybride Prozess schließt den kreativen Anteil der analogen Bildentwicklung weitestgehend aus; der wird dann in die digitale Seite gesteckt. Das ist auch gut, aber dafür scheint der Wettbewerb nicht gemacht. Ich stelle mir gerade einen DigiArt Wettbewerb vor, bei dem die Leute meckern, dass man keine analogen Abzüge einschicken kann.

      Ich find den Wettbewerb gut. Nur schade, dass Linhof nicht dabei ist...
      The Print (click)
      MN
    • Generell finde ich es schon gut, wenn ein Hersteller einen Großbildwettbewerb ausschreibt.

      Aufgrund der Fragen sieht man aber, wie weit weg man von der analogen Fotografie ist. Aber das läßt sich klären. Ich wünsche Jobo und den Einsendern viel Erfolg dabei. Ich selbst werde nicht mitmachen. Warum?
      - ich brauche keinen Ruhm
      - ich habe bereits eine Jobo ATL-3 im Betrieb
      - ich besitze 7 Großformatsysteme und denke eher, in nächster Zukunft welche abzugeben.

      Und mein Hauptgrund: heute werden meist Aufnahmen prämiert, die dem Zeitgeist entsprechen, also entweder unscharf, nichtssagend oder einfach nur banal, wobei dann das "minimalistische" als "Kunst" hervorgehoben wird.

      Gruß
      Winfried
    • Schon gesehen, wie der Meister Ansel höchstpersönlich in seiner Dunkelkammer eines seiner bekanntesten Bilder Intensivstation ausgearbeitet hat?



      Bei Minute 6:00 sieht man das bekannte Ergebnis
      Bei Minute 6:10 sieht man den straight print vom Negativ.
      Dazwischen liegen Welten.
      Mit dem Negativ allein hätte selbst AA sicher diesen Wettbewerb nicht gewonnen.
      Ausarbeitung gehört einfach dazu.
      Viele Grüße
      Claus
    • Andreas schrieb:

      In Kürze werden die Teilnahmeregeln deshalb noch einmal spezifiziert. Vorweg habe ich aber schon einmal folgende Klarstellung erhalten können:

      - Die Aufnahmen sollen mit einer verstellbaren Fachkamera gemacht werden. Das Format muss hierbei mindestens 6x9cm betragen. Die Technikardan S in 6x9 gehört dann also dazu.

      - Möglich ist auch die Verwendung einer verstellbaren Fachkamera mit Rollfilmrückteilen der Formate 6x9, 6x12 oder 6x17. Chamonix mit Panorama-Rückteil geht also auch!
      wenn das so definiert wird, ist die Wanderlust travelwide draußen, genauso Cambo Wide, Hobo und alle möglichen historische und selbstgebaute Cameras.
      Bilder aus dem Tintenspritzer hingegen sind erlaubt?
      Warum nicht gleich virtuelle Fachkameras zulassen. Dafür gibt es doch sicher eine App.
      Zum Schwarzweissknipsen, Vignettieren und Artefakte machen gibt es ja auch welche.
      Dient alles der Pflege der Tradition.
    • JOBO artisan hat heute - nicht zuletzt aufgrund der Diskussion hier im Forum - die Wettbewerbsbedingungen für den Großformat-Photowettbewerb überarbeitet und präzisiert. Hier die Klarstellung als Auszug aus den Wettbewerbsbedingungen:

      ---
      "Aufgrund von detaillierten Rückfragen, publizieren wir heute (24. Januar 2018) nach interner Rücksprache der Veranstalter mit der Jury folgende Ergänzungen:
      Dieser Wettbewerb wurde angekündigt mit den Leitsätzen „von Korn zu Korn“ oder:
      „Wir printen nicht mit Tinte - wir printen mit Licht.“

      Dieser Großformatwettbewerb soll besonders die handwerkliche, analoge Photographie mit einer großformatigen Fachkamera fördern. Für SW bedeutet dies, dass wir in der Regel ein Print auf lichtsensibles Papier erwarten. Für Aufnahmen auf Farbnegativfilm bedeutet dies, dass in der Regel von C-41 auf RA-4 Print vergrößert wird. Für Aufnahmen auf Farbpositivfilm E-6 bedeutet dies, dass ein Original Dia eingesendet werden kann (Ein Dia gilt unbestritten als großartiges Endergebnis im Sinne: „von Korn zu Korn“. (Selbstverständlich bekommt der Photograph sein eingereichtes unikates Original zurück). Gleichfalls kann von einem Großformatdia auch ein Internegativ erstellt werden, von welchem dann ein RA-4 Print erzeugt und eingereicht wird.

      Als weitere akzeptierte Ausnahmen können stellvertretend (jedoch nicht abschließend) genannt werden: Direktpositive (z.B. von einer 20x24“ GF-Kamera), oder auch eine Positivvergrößerung eines Negativ-Kollodiums. Alle analogen Edeldruckverfahren sind zugelassen, die ohne jedweden digitalen Zwischenschritt erzeugt wurden.

      Da wir eine Vielzahl an Prints erwarten, haben wir aus organisatorischen Gründen gesagt, dass die Prints in das Eigentum des Veranstalters übergehen. Diese Praxis ist auch bei anderen Wettbewerben üblich. Eingereichte unikate Originale (z.B. Dias, Kollodiumpositive, Direktpositive o.ä.) werden an die Photographen zurückgeleitet.

      Die Photographen müssen die Photoaufnahmen zwingend selber erstellt haben, die Prints dürfen jedoch unter Auftrag von fremden Dritten gefertigt werden. Wurde ein gutes Print selbst erstellt, kann die Jury dies handwerklich positiv werten.

      Im Rahmen dieses Großformat Photowettbewerbs soll die Arbeit mit einer verstellbaren Fachkamera auf Planfilm im Großformat gewürdigt werden. Aus diesem Grunde werden wir leider keine Rollfilmaufnahmen akzeptieren können. Als kleinstes zulässiges Filmformat gilt der Planfilm in 9x12 cm, bzw. 4x5“. Die Aufnahmen sollten mit einer verstellbaren Kamera (Fachkamera) auf Planfilm gemacht worden sein.

      Sicher wird es auch Photowettbewerbe für andere analoge Formate geben - aber dieses ist ein exklusiver Großformat-Photowettbewerb für analoge, handwerkliche Photographie. Wir sagen nicht, dass Photos mit diesen Restriktionen alleine deshalb bessere Photos sind, aber wir wünschen mit dieser klaren Regelung den besonderen handwerklichen Charakter analoger Photokunst zu würdigen. Die handwerkliche Kunst des Fachkameraphotographen mit Silberhalogeniden zu zeichnen, ist ein Erbe welches wir schätzen, pflegen, und in die Zukunft tragen möchten.

      Von Korn zu Korn. Wir printen nicht mit Tinte – wir printen mit Licht.

      Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis."

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      Im Anhang findet Ihr die aktuelle Version der Wettbewerbsbedingungen.


      Grüsse
      Andreas
      Dateien
      To infinity... and beyond!
    • Die neuen Bedingungen sind sehr sinnvoll,

      da hier nun nur die "echten" Großbildaufnahmen gewürdigt werden.
      Finde ich eine gute Idee.
      Frage: Sollen bei den eingereichten Aufnahmen alle Daten mit eingesendet werden? Also Kamera, Optik und wie in was von wem entwickelt? Teilweise gehen Dias ja an (z.B.) Studio 13, andere werden, wie bei uns, in der ATL-3 selbst entwickelt. Betrifft auch Vergrößerungen in SW oder Farbe. Soll hier auch angegeben werden, ob im Auftrag erstellt oder selbst vergrößert?

      Gruß
      Winfried