Welcher Entwickler für Tmax 100 und FP4?

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      Moin,

      gleichzeitig sollten die Filme nicht entwickelt werden -- insbesondere nicht fixiert. Der Effekt ist zwar weniger augepraegt als fuer Papier, aber die TMax-Fixierung "vergiftet" den Fixierer; wenn ich voellig ausgeschlafen bin, dann liefere ich bei Interesse die Erklaerung nach ; falls nicht jemand anders [m}einen Denkfehler findet. In Kuerze: beim Fixieren von Flachkristallern geht Iod in Loesung, was den Fixierer beim Arbeiten behindert. Dramatisch ist das nicht, aber der Fixierer braucht einfach laenger und haelt kuerzer. Das muss man dem FP4 nicht unbedingt antun.

      Und die Charakteristik der beiden Filme ist schon sehr weit auseinander. Moderner Flachkristaller versus einen der altmodischsten Filme, die es noch gibt. Man kann beide Filme mit so ziemlich jedem Entwickler entwickeln, wenn man will. Ob man mit der Entwicklung gluecklich wird ist eher fraglich -- es kommt eher darauf an, welches Ergebnis bevorzugt wird. Johnars mag den XTOL sehr gerne, was in dem Fall eine der wenigen Varianten ist, die fuer beide Filme gut verwendbare Ergebnisse liefert. Als Pauschalempfehlung gibt es imo keine bessere.

      Ein wenig mehr Erklaerung taete gut fuer die potentiell komplizierte Frage. Falls Komplexitaet nicht gewuenscht wird: nimm XTOL, wenn Du nichts gegen Pulver anruehren hast und ansonsten Ultrafine fuer den minimalen Aufwand zum Ansetzen aus Konzentrat.

      Gruesse,
      Christoph
      A shelve of pickled objects looks just like a dictionary.
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      cherub schrieb:

      Moin,

      gleichzeitig sollten die Filme nicht entwickelt werden -- insbesondere nicht fixiert. Der Effekt ist zwar weniger augepraegt als fuer Papier, aber die TMax-Fixierung "vergiftet" den Fixierer; wenn ich voellig ausgeschlafen bin, dann liefere ich bei Interesse die Erklaerung nach ; falls nicht jemand anders [m}einen Denkfehler findet. In Kuerze: beim Fixieren von Flachkristallern geht Iod in Loesung, was den Fixierer beim Arbeiten behindert. Dramatisch ist das nicht, aber der Fixierer braucht einfach laenger und haelt kuerzer. Das muss man dem FP4 nicht unbedingt antun.
      Iod reagiert mit Thiosulfat nach folgender Reaktionsgleichung:

      I2 + 2 Na2S2O4 ---> 2 NaI + Na2S4O6

      Es entstehen also Natriumiodid und Natriumtetrathionat, d.h. es wird das Fixiermittel Thiosulfat verbraucht und gleichzeitig Iodid erzeugt, inwieweit das stört, weiß ich nicht auf die Schnelle.

      VG Andreas
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      AndreasJB schrieb:

      I2 + 2 Na2S2O4 ---> 2 NaI + Na2S4O6...
      inwieweit das stört, weiß ich nicht auf die Schnelle

      Mal abgesehen davon, dass ja auch auch noch angebeizte Silberbrocken und sauer ausgebremste Entwicklerreste mit im Spiel sind, also sicher weitere Nebenprodukte anfallen, sind es genau Jene, die man durch das reichliche "Fixieren" , über die Klärzeit hinaus , herauszulösen anstrebt - eine chemikalische Befreiung sozusagen.



      VG,
      itchie
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      ralph42 schrieb:

      Aber die Beipacktexte bzw. herunterladbaren Angaben der Hersteller liefern da schon recht verläßliche Ausgangsdaten für eigene Experimente.

      mit "recht verlässlich" magst du - wenn es sich um pröbeleien auf KB oder um lomographen handelt - recht haben ;)

      aber hier (im GF-Forum) geht´s meiner Meinung nach um den versuch, das maximale, wenn nicht schon zu erreichen, dann doch wenigstens anzustreben (wozu sonst GF?). und da würde ich mich NIE auf das verlassen, was die hersteller/industrie schreiben. meine erfahrung ist: besser selbst alles austesten. wenn´s gut werden soll (wo hab ich das jetzt geklaut? kommt mir irgendwie bekannt vor...)
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      Diesch schrieb:

      Was wurde denn besser?
      Pulver ist viel länger haltbar, die Schärfe ist besser und auch Schattenzeichnung und bei den meisten Filmen erreicht man die angeschriebene Empfindlichkeit!
      Mit Abstand der beste Allrounder den ich je getestet habe!
      Im Verhältniss feines Korn bis zu einem Push von einer Blende!

      FG Armin
      " You push the button and we do the rest."
      Kodak Werbespruch!
      Today
      "You push the button and the pixels do the rest"
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      bequalm schrieb:

      Mal abgesehen davon, dass ja auch auch noch angebeizte Silberbrocken und sauer ausgebremste Entwicklerreste mit im Spiel sind, also sicher weitere Nebenprodukte anfallen, sind es genau Jene, die man durch das reichliche "Fixieren" , über die Klärzeit hinaus , herauszulösen anstrebt - eine chemikalische Befreiung sozusagen.
      Ich habe seinen Namen leider vergessen aber er war bei Ilford Harman ein hohes Tier und hat im AMI GF Forum früher viel gepostet und er hat seine Ilford Filme immer 10 Minuten im Ilford Rapid Fix gelassen, vor allem die modernen Delta Filme Simon Galley fällt mir jetzt wieder ein so etwa hies er!
      10 Minuten finde ich aber übertrieben wenn das Fix noch gut ist! Ich bin mit gut der Hälfte immer gut gefahren, selbst beim TMax!
      Und ich sehe da keine Probleme verschiedene Filme in der gleichen Brühe zu entwickeln und fixieren, wenn es von den gebrauchten Zeiten her in etwa passt! XTOL hat da eine sehr ausgleichende Tendenz, deshalb wurde er ja dann auch für die Maschinen empfohlen und da wurden ja verschiedenste Filme in Grosslabors eingeschmissen!

      Gruss Armin
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      Today
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      johnars schrieb:

      bequalm schrieb:

      Mal abgesehen davon, dass ja auch auch noch angebeizte Silberbrocken und sauer ausgebremste Entwicklerreste mit im Spiel sind, also sicher weitere Nebenprodukte anfallen, sind es genau Jene, die man durch das reichliche "Fixieren" , über die Klärzeit hinaus , herauszulösen anstrebt - eine chemikalische Befreiung sozusagen.
      Ich habe seinen Namen leider vergessen aber er war bei Ilford Harman ein hohes Tier und hat im AMI GF Forum früher viel gepostet und er hat seine Ilford Filme immer 10 Minuten im Ilford Rapid Fix gelassen, vor allem die modernen Delta Filme Simon Galley fällt mir jetzt wieder ein so etwa hies er!10 Minuten finde ich aber übertrieben wenn das Fix noch gut ist! Ich bin mit gut der Hälfte immer gut gefahren, selbst beim TMax!
      Und ich sehe da keine Probleme verschiedene Filme in der gleichen Brühe zu entwickeln und fixieren, wenn es von den gebrauchten Zeiten her in etwa passt! XTOL hat da eine sehr ausgleichende Tendenz, deshalb wurde er ja dann auch für die Maschinen empfohlen und da wurden ja verschiedenste Filme in Grosslabors eingeschmissen!

      Gruss Armin
      10 min sind schon ordentlich. aber vielleicht auch zeitverschwendung. ich würde dann eher auf 2fach-fixierung setzen.
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      renros schrieb:

      ralph42 schrieb:

      Aber die Beipacktexte bzw. herunterladbaren Angaben der Hersteller liefern da schon recht verläßliche Ausgangsdaten für eigene Experimente.
      mit "recht verlässlich" magst du - wenn es sich um pröbeleien auf KB oder um lomographen handelt - recht haben ;)

      aber hier (im GF-Forum) geht´s meiner Meinung nach um den versuch, das maximale, wenn nicht schon zu erreichen, dann doch wenigstens anzustreben (wozu sonst GF?). und da würde ich mich NIE auf das verlassen, was die hersteller/industrie schreiben. meine erfahrung ist: besser selbst alles austesten. wenn´s gut werden soll (wo hab ich das jetzt geklaut? kommt mir irgendwie bekannt vor...)
      man kann natürlich den Satzteil "Ausgangsdaten für eigene Experimente" auch konsequent ausblenden, wenn man möchte.
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      ralph42 schrieb:

      renros schrieb:

      ralph42 schrieb:

      Aber die Beipacktexte bzw. herunterladbaren Angaben der Hersteller liefern da schon recht verläßliche Ausgangsdaten für eigene Experimente.
      mit "recht verlässlich" magst du - wenn es sich um pröbeleien auf KB oder um lomographen handelt - recht haben ;)
      aber hier (im GF-Forum) geht´s meiner Meinung nach um den versuch, das maximale, wenn nicht schon zu erreichen, dann doch wenigstens anzustreben (wozu sonst GF?). und da würde ich mich NIE auf das verlassen, was die hersteller/industrie schreiben. meine erfahrung ist: besser selbst alles austesten. wenn´s gut werden soll (wo hab ich das jetzt geklaut? kommt mir irgendwie bekannt vor...)
      man kann natürlich den Satzteil "Ausgangsdaten für eigene Experimente" auch konsequent ausblenden, wenn man möchte.
      kann man, sollte man aber nicht. in diesem sinne also sorry...was nichts daran ändert, es trotzdem selbst herausfinden zu müssen.
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      Moin,

      back on topic und fuer zukuenftige Leser:

      Da der OT noch nicht naeher Kenntnisstand und Anwendungsfall bekanntgegeben hat, ein paar Gedanken zur Frage.

      Der TMax in seinen zwei (frueher drei) Varianten ist ein "moderner" Film, der mit der Vorgabe produziert wurde dem geneigten Photographen einen Film an die Hand zu geben, der per Entwicklung gut im Kontrastverhalten steuerbar ist. Das ist nicht nur meiner Meinung nach hervorragend gelungen. Man moege etwa die Ausfuehrungen von John Sexton dazu lesen. Dieser Vorteil geht floeten, wenn man sich dessen nicht bewusst ist und den Film moeglicherweise "falsch" entwickelt. Gestaltungsfreiheit kann auch zum Nachteil werden. Abzuege kann man eigentlich immer machen -- aber oft geht es besser; manchmal geht es deutlich bis extrem besser. Man kann viel beruecksichtigen und per Glauben oder Verstaendnis anwenden.

      Der FP4 ist hingegen einer der gutmuetigsten Filme, die ich kenne. Je nach gewuenschter Bildwirkung kann man den passenden Entwickler einsetzen, scharf oder feinkoernig. Die Kontraststeuerung ist allerdings nicht sonderlich ausgepraegt.

      Anyhow, ohne Rueckmeldung ist das ganze eingermassen sinnlos. Die Frage an sich deutet darauf hin, dass ein wenig mehr Verstaendnis hilfreich sein koennte.


      PS: ein Beispiellink fuer John Sextons Ratschlaege (auf englisch) largeformatphotography.info/articles/sexton-tmax.html
      A shelve of pickled objects looks just like a dictionary.
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      cherub schrieb:

      Der FP4 ist hingegen einer der gutmuetigsten Filme, die ich kenne. Die Kontraststeuerung ist allerdings nicht sonderlich ausgepraegt.

      Dem FP4 kann man schon deutlich was abverlangen hinsichtlich Kontraststeuerung.
      Ist halt eine Frage des Entwicklers :)
      Und der angewandten Technik.

      Wenn hier die Besten der Besten der Besten genannt werden, sollte Steve Sherman nicht unerwähnt bleiben, der dem FP4 mit bis zu N-4 zuleibe rückt, wofür man hierzulande sofort an den Pranger gestellt wird, ebenso wie für angeblich mystische Verlangsamungen der Entwicklung:

      largeformatphotography.info/fo…-17&p=1413871#post1413871

      cherub schrieb:

      Anyhow, ohne Rueckmeldung ist das ganze eingermassen sinnlos.

      Wenn nicht mal die Art der Entwicklung genannt wird, erübrigt sich aus meiner Sicht jegliche Antwort auf die Frage nach einem Entwickler.
      Nicht Jeder kann Alles.
      Diafine oder Xtol sind z.B fürs beinharte Zonensystem eher kontraproduktiv, da will man es auf den Punkt, und nicht unbedingt ausggeglichen haben.

      Aber auch ohne TO füllt sich der thread prächigtst mit Informationen :)

      VG,
      Ritchie