Archivierung analog und digital

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    • bml schrieb:

      Ich glaube deshalb nicht an die Haltbarkeit digitalisierter Informationen, aber auch nur bedingt an die von Tontäfelchen, schließlich bedurfte es des Steins von Rosetta, um haltbare Informationen wieder zu dekodieren.
      Ich denke, Du bringst es auf den Punkt.
      Disketten aller Art habe ich hier noch rumliegen. Von den dünnen 8" über die 3,5", dann noch die 135MB und etwas größeren 200MB Kassetten, - nur kein Lesegerät mehr dazu. Natürlich wären die heute noch lesbar und ein Laufwerk könnte man in 100 Jahren auch noch dazu bauen. Aber die arbeiten alle auf Magnetbasis. Ich habe auch noch alte Tonbänder, ca. 40 Jahre alt. Die Datenbänder sind ja die gleichen. Beim Einlegen in die Akei Maschine bröselte es und das Band war blank und durchsichtig. Das Pulver verteilte sich über das Gerät. - Also auch nicht dauerhaft.

      Ich denke, es gibt kein Gerät und kein System, das Daten dauerhaft archivieren kann, weil jedes Material dem Verfall ausgesetzt ist. Aber warten wir mal ab, von 150 Jahren hat auch niemand glauben können, daß einmal Millionen von Menschen täglich fliegen oder autofahren.

      Tempus fugit!

      Winfried
    • renros schrieb:

      johnars schrieb:

      Habe kein mail gekriegt!

      Gruss Armin
      immer noch nix? würde dir ja gern eine konversation starten. geht bei dir aber leider nicht:
      "johnars hat das zulässige Limit für Konversationen bereits erreicht und kann an keinen neuen Konversationen teilnehmen."
      Müsste jetzt gehen habe aufgeräumt! LG Armin
      " You push the button and we do the rest."
      Kodak Werbespruch!
      Today
      "You push the button and the pixels do the rest"
    • Eine interessannte Quelle für die Archivierung und die Haltbarkeit ist der Rundbrief für Fotografie.
      Die Haltbarkeit von Fotografien auf den unterschiedlichsten Materialien ist eine bekannte Größe.
      Wobei eher die Lagerbedinnungen eine limitierende Größe sind.
      Zum Farbmaterial: Selbst von im Veränderungsprozeß befindlichen C41 oder E6 Material kann man dank digitaler Verfahren noch gute oder zumindest brauchbare Ergebnisse erziehlen.
      Ich bin überzeugt: Wer seine Filme und Papiere vernünftig fixiert und wässert wird deren Unbrauchbarkeit nicht erleben.
      Matthias
    • Leider druecke ich mich manchmal unklar aus : Meine Erfahrungswerte beziehen sich auf den derzeitigen Zustand. Die Materialien sind noch in einem sehr guten Zustand. Also die Dias sind nach 60 Jahren noch absolut in Ordnung . Sehr gut ist ein Spiegel Artikel vom 27.6.2009 Digitale Archivierung und Allgemeine Richtlinien für die Langzeit archivierung von fotografischen Material in Museen und Archiven von Klaus Kramer. Im Internet frei zugänglich.

      Gut Licht Erich
    • ja und noch etwas ..... Die Zerstörung von unschätzbarem wertvollem Kulturgut - historische Architekturaufnahmen .... macht sehr traurig . Vielleicht gibt es einen Weg diese Archive zu retten...Das soll keine persoenliche Kritik sein!!!

      Alles Gute

      Erich
    • Leider ist es selbst für Fachleute nicht immer ganz einfach zu entscheiden ob, was und wie archiviert wird.
      Noch bedauerlicher ist das von Erich angesprochene Vernichten von Architektur und anderen Sach Aufnahmen.
      Ob Fotografien behalten werden ist für viele Zeitgenossen keine Frage, die Sache ist dann ganz schnell beantwortet: " Das ist keine Kunst, kann also weg".
      Ich kenne viele Menschen die Ihre Dias und Fotos digitalisieren lassen und dann wegwerfen, oft genug noch bevor sie die Ergebnisse sehen.
      Nicht selten sind dies sogar erstklassige Aufnahmen auf Kodakchrom Material. Richtig gute Aufnahmen die dann weggeworfen werden. Wenn man nach dem Warum fragt: Ach das ist so umständlich mit dem Dias, so gut sind die Aufnahmen nicht, die Mama oder der Papa waren ja nur Knipser. Das ganze Zeug nimmt nur Platz weg.
      Wenn man sich dann die vom Dienstleister im Massenverfahren gescannten Dias anguckt ist die Entäuschung vorprogrammiert. Die Dias hatte dann doch irgenwie anderes, besser aus.
      Schade das dann der Müllwagen schon da war.
      Matthias