Point d' Raz

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    • Ich möchte gerne ein Bild aus meinem heurigen Frankreich-Urlaub zeigen. Entstanden ist es am Point d'Raz, dem südwestlichsten Zipfel der Bretagne. Ich habe meine VDS Kamera sehr fleißig herumgetragen, zusammen mit ausreichend Ilford FP4.
      Bei diesem Bild war es mir ein Anliegen, nicht einfach nur dokumentarisch abzulichten, sondern ein Bild zu machen, wie es eben nur mit GF und Verstellwegen möglich ist.


      Auf Meinungen dazu bin ich gespannt.

      LG Ralph
    • Bitte entschuldige meine ehrliche Antwort,

      aber bei einem solchen Motiv halte ich die Umkehrung des Scheimpflugs für falsch.
      Und wenn dann doch, dann würde ich ihn extremer anwenden und die Blende weiter öffnen.
      Aber versuchen kann man`s ja. Nur sollte das Motiv dazu etwas hergeben. Stünde da im Schärfenbereich z.B. ein Baum, dann könnte ich die Herangehensweise verstehen.

      Beste Grüße
      Winfried
    • Moin

      also ich komme damit auch nicht klar...hast du die Kamera verkehrt herum montiert... :D
      oder die Kassette falsch eingelegt ;(

      und ja...es fällt auf, das einige hier nix ala GF zeigen,
      das meiste geht problemlos mit jeder Knipse...

      auch ja...Point de Raz kenne ich, eine dramatische Landschaft am Ende der Welt...
      und dann so ein Murks... :cry:
      Mfg gpo
    • ralph42 schrieb:

      Natürlich gibt es auch andere, wo ich die Kamera richtig herum montiert habe
      Falsch herum kann man die Kamera ja eigentlich nicht MONTIEREN.

      Du hast lediglich die scheimpflugsche Regel umgekehrt angewendet. Das machen einige, um z.B., wie ich schrieb, etwas im Bild besonders hervorzuheben oder eine Person vom Hintergrund freizustellen. Dazu hast Du den Scheimpflug zu gering angesetzt.
      Versuche es mal an geeigneten Motiven wie beschrieben, dann erzielst Du die Wirkung, die Du vorhattest, darzustellen.

      Gruß
      Winfried
    • Vielleicht dieses Beispiel:



      Hier hat es mich interessiert, die Schärfeebene durch die Blumen rechts im Vordergrund und die Gebäudekante im Hintergrund zu legen. Ich finde, daß dies den Blick des Betrachters entlang jenes Weges leitet, den auch ein Passant hier gehen müßte.

      Vielleicht ein Mißverständnis: Es geht mir hier nicht darum, zu diskutieren, ob ich weiß, was ich tue, oder nicht. Es geht mir vielmehr darum, Bilder zu zeigen (und auch zu sehen!), die mehr von den Möglichkeiten von GF nutzen, als schlicht die Fläche des Negativs.

      LG Ralph
    • Die wesentliche Eigenschaft einer solchen Kamera ist für mich die freie Wahl der Projektion - also die Verstellbarkeit der Bildebene (Rückteil). Aus der Verstellung der Bildebene ergibt sich die Notwendigkeit der Verstellung der Objektivstandarte, oder diese ergibt sich aus der Verwendung der langbrennweitigen Objektive und dem Wunsch, trotzdem ein scharfes Foto zu erhalten.
      Liegt es an der Art der verwendeten Kameras, daß solche Verstellungen hier eher selten vorkommen?
    • Moin
      offenbar habe ich einige wachgerüttelt... :thumbsup:

      und klaro kann man eine GF "verkehrt herum" montieren...z.B wenn man mal ganz tief runter muss....

      "feine Übung" ja in der Schweiz gelten auch andere Regeln, das Land ist in Europa eingekeilt und hat keinen Meereszugang...
      dafür machen sie leckeren Käse :P

      ich frage mich nur...warum, muss man Übungen machen, die sich schon vor hundert Jahren erledigt hatten....
      auch das letzte Bild der Burg, finde ich nicht OK...es fehlt das richtige Licht....

      der Gesamteindruck ist etwas matschig, so das man das, was gewollt war, kaum sieht :/

      und ich würde bei "Testen" nicht immer gleich "diverse Effekte" oder Metoden gleichzeitig einbauen,
      das Auge muss doch gelenkt werden und das ist Aufgabe des Fotografen :D
      Mfg gpo
    • Diesch schrieb:

      Liegt es an der Art der verwendeten Kameras, daß solche Verstellungen hier eher selten vorkommen?

      Da kann ich nur für mich sprechen, und ich fühle mich heutzutage amputiert, ohne Verstellmöglichkeiten - es gibt kaum eine Aufnahme, bei der ich nicht an der einen oder anderen Standarte zupfe.

      Gpo schrieb:

      der Gesamteindruck ist etwas matschig, so das man das, was gewollt war, kaum sieht
      Durchgehend, bei allen Bildern, finde ich auch.
      Sowohl schärfemäßig, als auch tonwertbezogen.
      Ein Festival des Grau-ens :)
      GF-like wie gefordert, ist das Gezeigte für mich in dieser Darstellung nicht.

      Ralph, Deine Gedanken kann ich nachvollziehen, und ich finde es klasse, dass auch mal über Möglichkeiten und Optionen unseres Tuns geredet wird, danke für die Anregung.
      Mir würde es jedoch besser gefallen, wenn ich deutlich sehen könnte, was Du zeigen möchtest, anstatt es mir erklären zu lassen.

      Aus meiner Sicht jedenfalls gibts da noch Einiges zu tun.
      Vielleicht auch mal zusätzlich abdunkeln, was "verschwinden" soll?
      Und wie gesagt, dieses Einheitsgrau...


      Beim letzten Bild erkläre ich mal die Wirkung auf mich:
      Mein Blick wird von der Schärfe weggeführt, aber in anderem Sinne; mein Gehirn scheint eher die Burg sehen zu wollen, fühlt sich aber gestört.
      Vielleicht fehlt rechts weiteres unscharfes Fleisch, um dem Effekt zu besserer Geltung zu verhelfen.

      VG,
      Ritchie
    • Ich sehe ein,

      das ist schon harte Kritik, aber auch berechtigt.
      Photographie, mal richtig geschrieben, heiß bekanntlich "zeichnen mit Licht". Das "Zeichnen" ist vorhanden, das Licht jedoch fehlt mir. Diese Aufnahme hätte ich als Dokumentation (verzeiht mir..) mit der Nikon D3x und dem 28mm Shift Objetiv aufgenommen. Da habe ich in den EXIF Dateien alle Daten wie auch die Uhrzeit und weiß, wann ich bei richtigem Licht wieder hin muß, um die Aufnahme mit der GB ordentlich zu machen.

      Gruß
      Winfried
    • Keine Sorge, ich kann mit Kritik, bin schon erwachsen.

      Schön, Wilfried, daß Dir das mit dem Zeichnen aufgefallen ist. Das Licht hat tatsächlich gefehlt, es war der Auftakt zu einer recht langen Regenperiode und jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Das soll jetzt natürlich keine Ausrede sein, das Licht wird dadurch nicht besser. Aber es ist halt der Tag, an dem man anfängt, sich mit anderen Aspekten zu beschäftigen.

      Bei einigen der Kommentatoren wäre ich sehr neugierig gewesen auf Bilder, meine Erwartungen sind da jetzt natürlich hoch. Aber leicht zu finden ist das nicht in diesem Forum.

      LG Ralph
    • ralph42 schrieb:




      Bei einigen der Kommentatoren wäre ich sehr neugierig gewesen auf Bilder, meine Erwartungen sind da jetzt natürlich hoch. Aber leicht zu finden ist das nicht in diesem Forum.
      Wie man gerade in den letzten Tage an Bilderdiskussionen sehen kann, ist es auch kein Wunder, daß man in diesem Forum nicht viele Aufnahmen findet. Das war zum Teil absolut destruktiv, pedantisch und naja... äußerst unsympathisch.
      "it's not about finding the answers, it's about losing the questions..."

      instagram.com/sho.shin23/
    • Es ist ein wenig unglücklich, daß Winfried und ich hier im Forum immer wieder miteinander verwechselt werden. Das kann zu Mißverständnissen führen.

      Zu den Bildern: Ich hätte den Effekt etwas deutlicher gemacht, dann sähe er eher intentional aus. Die Bilder sehen leider auch vom Bildaufbau ein wenig nach Urlaubsschnappschüssen aus, es fehlt mir eine ersichtliche Bildidee oder ein klar herausgearbeitetes Motiv. So sind sie ein Experiment (das leider zu zaghaft war) und Erinnerungsfotos, mit denen Du persönlich wahrscheinlich mehr anfangen kannst als andere Betrachter.

      Davon abgesehen finde ich es trotzdem schön Du sie zeigst.

      Beim ersten Bild sehe ich am ehesten einen nachvollziehbaren Aufbau. Allerdings hätte ich auf keinen Fall das Hauptmotiv (den Leuchtturm) unscharf gestellt. Die Diagonale die ins Bild führt ist gut. Man hätte den Leuchtturm ein wenig weiter (tiefer) in Bild bringen können, und die Kurve, die das Felsband beschreibt, etwas deutlicher herausarbeiten (damit meine ich, eine Aufnahmeposition zu suchen, aus der diese Kurve deutlicher / schöner erscheint). Die Unschärfe hätte man nutzen können, um den Leuchtturm kontrastierend zu seiner Umgebung scharf "herausstechen" zu lassen.

      Viele Grüße
      Wilfried