Was haltet ihr von der "Italian Camera" ?

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    • Nachtrag:
      Um ein 6x9 Rollfilmrückteil an die Proxima anzuschließen, ist ein separates Rückteil bei Gibellini zu bestellen. Kosten: 180€

      Warum nicht gleich mit internationalem Rückteil gearbeitet wird, bleibt mir ein Rätsel.

      Gruß
      Klemens
      Man(n) ist nie zu alt was neues zu lernen.
    • Ich würde jetzt nicht auf die Idee kommen, eine Rollfilmkassette anzusetzen, dafür hab ich ja meine Mittelformatkameras (ich will den Sinn aber keinesfalls in Frage stellen). Daher hab ich auch gar nicht darüber nachgedacht. Auf der Internetseite steht nichts davon, man muss bei Gibellini schon konkret fragen. Ich hab jedenfalls nicht gefragt und bekomme dann wohl das "normale" Rückteil (nicht international).
      Vor ein paar Tagen bin ich benachrichtigt worden, die Teile sind gedruckt und montiert. Ein wenig muss ich mich wohl noch gedulden, aber sobald das Teil da ist, werde ich berichten und meine Eindrücke schildern.
    • Nachtrag. Mittlerweile kann ich nur abraten von dem Teil. Ich hatte sie jetzt einmal im Urlaub mit dabei und die Kamera ist schon an 2 Stellen defekt. Das Gewinde ist rausgebrochen und eine der Halterungen ist gebrochen. Plasik halt. Auf jedenfall keine Reisekamera.
      Der Support ist unterirdisch. Rechnung falsch, Lieferung falsch und dann noch unfreundlich. Die sind extrem chaotisch. Ich kann mir nicht vorstellen das man bei der Firma Produkte für mehrere tausend Euros kauft.

      Ist zwar ein günstiger Einstieg, aber da kann man auch den Spaß am Großformat verlieren.
    • Stellt sich natürlich die Frage, wie das passiert ist. Eigentlich darf bei normaler Benutzung nix brechen, schon gar nicht nach gerade mal 2 Monaten. Evtl. nicht vorsichtig genug transportiert?
      PLA ist leider nicht für seine Bruchfestigkeit bekannt... ABS wäre da schon stabiler. Aber sie bauen drucken nunmal mit PLA. Ist offenbar beim Drucken leichter zu verarbeiten als ABS.
    • ajung schrieb:

      Nachtrag. Mittlerweile kann ich nur abraten von dem Teil. Ich hatte sie jetzt einmal im Urlaub mit dabei und die Kamera ist schon an 2 Stellen defekt. Das Gewinde ist rausgebrochen und eine der Halterungen ist gebrochen. Plasik halt. Auf jedenfall keine Reisekamera.
      Der Support ist unterirdisch. Rechnung falsch, Lieferung falsch und dann noch unfreundlich. Die sind extrem chaotisch. Ich kann mir nicht vorstellen das man bei der Firma Produkte für mehrere tausend Euros kauft.

      Ist zwar ein günstiger Einstieg, aber da kann man auch den Spaß am Großformat verlieren

      .. ich finde es total klasse, dass du so unerbittlich ehrlich zu dir selbst bist und uns das mitteilst.
      wenn ich gegen die kamera etwas gesagt hätte, hätte ich mir wieder allerhand anhören dürfen ..

      zur gleichen zeit in der du deine entscheidung getroffen hast,
      sind hier und in der bucht hervorragend konstruierte kameras durchgeschwommen.

      billig, leicht und gut passt bei gf einfach nicht zusammen!
      am ende des tages, ist billig eben doch oft teuer!
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • Ein gutes Statement.

      Ich weiß schon, warum ich hierzu bislang nichts geschrieben habe.
      Auf dem Markt wimmelt es von guten gebrauchten Großbildkameras jeglicher Art. Immer wieder versuchen Leute, etwas selbstgebasteltes an den Mann/Frau zu bringen. Ich halte absolut nicht davon. Keine diese Konstruktionen wird es jemals mit einer Sinar, Plaubel oder Linhof aufnehmen können. All das sind Präzisionsteile, von Profis für Profis gemacht.
      Und davon können heute die Amateure profitieren, weil viele diese Kameras leider aufgeben.

      Meine Kameras werden bis auf 2 in etwa 3 Jahren zum Verkauf kommen, wenn wir unsere Ateliers schließen. Vorher wird nichts verkauft.

      Gruß
      Winfried
    • Hallo Winfried,

      ich möchte hier anmerken daß ich Deine Meinung definitiv nicht teile. Sinar, Plaube, Linhof usw. sind schöne Geräte, aber die altertümliche Bauart hat ihre Vor- und Nachteile. Wenn man nur die eine Seite der Medaille sieht, ergibt sich kein ausgewogenes Bild.

      Wenn ich mit der VDS unterwegs bin, wird dies offenbar. Es gibt kein "altes" Gerät in 8x10", das dermaßen leicht ist. Dank der VDS verwende ich 8x10" öfter, als es mir sonst möglich wäre.

      Und was das Thema Präzision angeht: Ich kann mich z.B. noch lebhaft an Kommentare eines Ex-Linhof-Mitarbeiters erinnern, als ich ihn auf das unsägliche Konzept ansprach, daß man bei einer Technika 3 die Unendlichkeitsanschläge mit einer Feile "selbst machen" soll. Ehäm. Es war früher halt doch nicht alles besser.

      Ich könnte noch vieles zu dem Thema sagen, aber das passt nicht zu diesem Thread hier. Alles was ich sagen will ist: Ja, es kann sich durchaus lohnen, für einen speziellen Zweck eine spezielle Kamera zu konstruieren. Nicht alles was fotografisch sinnvoll ist, lässt sich optimal nur mit alten Teilen erreichen.

      3D-Druck hat das Problem, daß die Robustheit 3D-gedruckter Teile sehr unterschiedlich ausfallen kann (ohne daß man das von außen leicht beurteilen kann) -- und in dieser Beziehung anderen Fertigungstechniken klar unterlegen ist. Man kann damit dennoch sinnvolle Dinge anstellen. Am nützlichsten ist 3D-Druck allerdings ganz klar, wenn man selbst einen gut funktionierenden 3D-Drucker hat, und jederteil selbst Teile ersetzen oder gar verbessern kann. Jedenfalls sehe ich 3D-Druck nicht als Ersatz für andere Fertigungstechniken, sondern als interessante Ergänzung. Das Verfahren hat nun einmal seine eigenen Stärken und Schwächen.
    • Unendlichanschläge an einer scheimpflügerisch verstellbaren Kamera, wo die Optik ja gerne mal vor oder hinter den Anschlag gedreht wird, erscheinen mir ähnlich effektiv wie eine Hängerkupplung an einem Ferrari...


      ajung schrieb:

      Ich hatte sie jetzt einmal im Urlaub mit dabei und die Kamera ist schon an 2 Stellen defekt. Das Gewinde ist rausgebrochen und eine der Halterungen ist gebrochen.

      Sehr bedauerlich !
      Den Kommentar in diesem Zusammenhang von wegen " eventuell nicht vorsichtig genug transportiert" halte ich gelinde gesagt für bescheuert.
      Wenn eine Kamera zerbröselt aus der Tasche kommt, dann taugt sie schlichtweg nichts.

      ajung schrieb:

      Der Support ist unterirdisch.

      Das passt dann ja zum Gesamtpaket, inklusive der von mir bereits bemängelten sägerauhen Verarbeitung.
      Man kann also, so oder so, sehr wohl nach dem Äusseren gehen, wie es scheint.

      Wünsche alles Gute für eine erfolgreiche Abwicklung(Rückabwicklung?) des Ganzen,
      Ritchie
    • Das Problem der Unendlichkeitsanschläge der Technika 3 ist: Es gibt keine andere Möglichkeit, die Frontstandarte zu "fixieren". Und diese "Fixierung" ist nicht besonders überzeugend. Dieses Problem stellt sich bei der VDS prinzipbedingt nicht. Unendlichkeitsanschläge bräuchte sie nur, wenn sie einen Rangefinder und/oder eine Entfernungsskala hätte. Die Frontstandarte der VDS ist vorne am Laufboden befestigt, das funktioniert hier anders als bei einer Technika, wo die Standarte auf dem Laufboden verschiebbar ist. Es ist halt eine völlig andere Konstruktion.
    • Welti,

      will hier nicht groß ausholen, aber meiner Meinung nach gehört eine 18/24 ins Atelier, nicht auf die Wiese.
      Als das Material noch nicht so feinkörnig war, haben (europäische) Fotografen, so auch mein Schwiegervater, mit der 13/18 auch draussen gearbeitet. Ab den späten siebzigern aber nur noch in 9/12. Und da gibt es schöne Kameras (Plaubel Peco Junior, Linhof`s u.a.)
      Eine Sinar P oder meine Linhof Master GTL sind reine Atelierkameras, die meines Erachtens draussen nichts zu suchen haben.....
      (Bitte nicht alles tierisch ernst nehmen, ist wohl nur meine Meinung)

      Lieben Gruß
      Winfried
    • bequalm schrieb:

      Unendlichanschläge an einer scheimpflügerisch verstellbaren Kamera, wo die Optik ja gerne mal vor oder hinter den Anschlag gedreht wird, erscheinen mir ähnlich effektiv wie eine Hängerkupplung an einem Ferrari..
      an einigen meiner "scheimpflügerischen kameras", machen sich unendlichanschläge total gut!

      wwelti schrieb:

      Das Problem der Unendlichkeitsanschläge der Technika 3 ist: Es gibt keine andere Möglichkeit, die Frontstandarte zu "fixieren". Und diese "Fixierung" ist nicht besonders überzeugend. Dieses Problem stellt sich bei der VDS prinzipbedingt nicht. Unendlichkeitsanschläge bräuchte sie nur, wenn sie einen Rangefinder und/oder eine Entfernungsskala hätte. Die Frontstandarte der VDS ist vorne am Laufboden befestigt, das funktioniert hier anders als bei einer Technika, wo die Standarte auf dem Laufboden verschiebbar ist. Es ist halt eine völlig andere Konstruktion.
      ok - ich kenne jetzt die technika 3 nicht ..
      wenn es aber eine möglichkeit gibt die frontstandarte zu fixieren - kann man sie fixieren!
      was ist daran jetzt nicht überzeugend?
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • wwelti schrieb:

      aber die altertümliche Bauart hat ihre Vor- und Nachteile
      An einer Kamera auf optischer Bank ist gar nichts altertümlich. Die gehört normalerweise auf ein Säulenstativ ins Studio. Da muß auch keine Kohlelager verbaut werden. Aber sie sollte Feintriebe haben, damit sie als Einbandkamera bedient werden kann.

      wwelti schrieb:

      Es gibt kein "altes" Gerät in 8x10", das dermaßen leicht ist.
      Für mich hört sich das nach einer Speziallösung an. Das ist in meinen Augen eigentlich jede Großformatkamera; optimiert für einen bestimmten Einsatzzweck. Je spezieller die Kamera auf ihren geplanten Einsatz eingerichtet ist, also keine anderen Aufgaben erfüllen soll, desto besser kann man sie an diesen Zweck anpassen (siehe z.B. Campo Wide oder ähnliche).
    • Winfried: Wir haben hier zum Glück Meinungsfreiheit. (Naja, so halbwegs, ich sage nur NetzDG...) Aber wenn es irgendwas gibt, was mich antreibt -- 8x10"-Fotografie draußen, jawoll... das isses... :)

      Lookbook: Ich hatte das Wort "Fixieren" mit Anführungszeichen versehen. Wenn das nicht deutlich genug war: Diese "Fixierung" taugt nix. Die Standarte hat Spiel, und die Position wird durch eine selbstgefeilte Ritze im Laufboden halt nicht sehr präzise festgelegt. Diese Konstruktion ist eine Zumutung, und die Art und Weise, wie der Ex-Linhof-Techniker dies auch noch verteidigt hatte, fand ich geradezu skurril. Zum Glück haben modernere Technikas nicht dasselbe Problem.

      Gruß
      Wilfried