Bilbao in 24 x 30

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    • Bilbao in 24 x 30

      Also nun ein orthchromatisches Bild von Bilbao ohne künstlerischen Wert. Eigentlich kann man manche Gebäude hier gar nicht mehr photographieren, zu oft schon abgelichtet. Aber es war ein Experiment: wie gut ist denn die Auflösung von Film und Symmar-S? Auf die Entfernung von knapp über einem Kilometer kann ich immer noch Menschen eindeutig sehen (in dem billigen jpg hier weniger, aber der Originalscan hat ja fast ein GB... Übrigens scan ich immer ganz brutal mit Negativ direkt auf der Scheibe vom 750er Epson.

      Hinsichtlich des Ausschnitts habe ich noch keinen befriedigenden Standort gefunden und hinsichtlich des Lichts hätte ich ein wenig warten sollen. Zumindest hat die Belichtung und Entwicklung recht gut geklappt, das ist ja auch nicht so einfach, meine Schalen sind nicht viel größer als das Negativ, die Dunkelkammer ist ein ziemlich kleines Bad...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BilboRalph ()

    • Wenn ich schon dabei bin: wie angedroht das Bild einer Mücke, wirklich ziemlich klein und erst im Bild zu erkennen, dass sie nicht mehr so gut erhalten war. Und staubig wars auch.... außerdem liegt sie aufm Rücken. Also nicht so toll, hab ich aber erst hinterher gemerkt. Alles so winzig im Original und duster auf der Mattscheibe...

      Maßstab 25:1 (in der Kamera), Sinar P2, 4 x 5", mit Auszug insgesamt 104 cm, davon 95 cm mit Balgen, Luminar 40 mm, Blende 5,6, Rest weiss ich nicht mehr, Ilford FP4. Keine Scheimpflugereien, glaube ich.
    • BilboRalph schrieb:

      Also nun ein orthchromatisches Bild von Bilbao ohne künstlerischen Wert.

      Dunst, und dann Ortho, das ist doch schon fast ein künstlerischer Ansatz :)
      Das fehlende Licht kannst Du ja bei Bedarf noch noch reinzimmern.

      Schwenkst Du die zu kleinen Schalen?
      Sieht eventuell nach Wellen bei der Entwicklung aus, im Städtebild.
      Ich schwenke, lasse wirken, drehe das Negativ auch von oben nach unten - mir hats geholfen.

      VG,
      Ritchie
    • Tja, Angst vor Abbe und die Suche nach der förderlichen Blende... wenn man die Daten in die Formel eingibt und einen coc von 0,1 wählt, kommt man genau auf diesen Wert. Also gäbe es angeblich keine großartige Verbesserung beim Abblenden. Die Schärfentiefe wird auch nur geringfügig größer. Kann man berechnen... Kleinere Sensoren haben da dann doch Vorteile, aber gewaltig sind die auch nicht. Vielleicht sehe ich mal was, was mich dazu bringt, nochmal mit allem zu spielen, was ich für die Sinar habe. Lustig ist das ja schon, aber ein schönes Motiv macht mehr Spaß.
      Nachtrag: Effektive Blende war ja dann 150, das ist schon ne Nummer. Ausgeleuchtet habe ich mit Dauerlicht, also war die Belichtungszeit auch amtlich.
    • BilboRalph schrieb:

      wenn man die Daten in die Formel eingibt und einen coc von 0,1 wählt, kommt man genau auf diesen Wert.

      Was empfiehlt der Objkektivhersteller?
      Ich kenne das Luminar nicht, klingt nach Lupenobjektiv...

      BilboRalph schrieb:

      Also gäbe es angeblich keine großartige Verbesserung beim Abblenden.

      Würde ich bei 25:1 auch nicht erwarten.

      BilboRalph schrieb:

      Effektive Blende war ja dann 150
      Hat wohl doch mehr mit Belichtung als mit Gestaltung zu tun, die effektive Blende :)
      Ich überlege grad, ob Du bei 25:1 die Mücke direkt auf die Frontlinse kleben musstets; bin zu faul, das nachzurechnen ..
    • ha, der Vorteil von Formeln... Neee, näher als die Brennweite musst und darfst nicht, bei keiner Vergrößerung und keinem Objektiv. Bezieht sich aber auf die Hauptebene des Objektivs, also bei manchen kommt das Hinkleben schon fast hin. Hier war noch Platz zum Leuchten. Andere Linsen sind oft für solche Hobbies nicht ausreichend korrigiert. Das Luminar ist ein Lupenobjektiv, aber eigentlich für Vergrößerungen 5 - 10 fach. Und Zeiss folgt seinem Ex-Chef Abbé und empfiehlt die Berücksichtigung der entsprechenden Formel...
    • BilboRalph schrieb:

      ha, der Vorteil von Formeln
      Durchaus - sofern man den dann auch im Bild wiederfindet.

      Die Mücke könnte aus meiner Sicht noch nachlegen.
      Ich denke aber, dort (25:1) ist man auch in einem Bereich unterwegs, wo Formeln nicht mehr helfen und solides Handwerk gefragt ist, also wo Dinge wie perfekte Filmlage und optimale Scharfstellung auf ideal sitzender Mattscheibe eine große Rolle spielen.

      VG,
      Ritchie
    • Ja, da hast du recht. Da gibt es ein paar seltsame Dinge, die ich mir noch nicht erklären kann. Sinn der Übung war ja, die maximale Vergrößerung auszuprobieren, die ich mit meiner Ausrüstung hinbekomme. Ist aber nun auch schon einige Tage her. Zum einen sollte es das nächste Mal wohl ein hübscheres Objekt sein, weniger Dreck und wahrscheinlich nicht so viel Vergrößerung. Und eventuell vertikale Kamera. Außerdem möchte ich wissen, ob ich die angeblichen Effekte zu starker Abblendung tatsächlich erkennen werde. Künstlerisch ist das alles nicht, aber damit hatte ich es eh nie so.
    • Über solche Formeln kann ich nur lachen Ralph!
      Ich habe mit meinem 80mm Lupenobjektiv mal eine Orchideenblüte im ungefähren Massstab 6:1 auf 8x10 gemacht und auf f32 abgeblendet was ja dann vermutlich eine Blende locker 3 Zahlen Bereich ergibt! Da wo die Schärfe liegt gestochen scharf wie ein Messer! Die Beugung wird definitiv überbewertet!

      Meine 2 cts. Armin
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    • Ah, danke Armin für den Praxisbericht! Ich bin da schon länger am Grübeln. In der Mikrophotographie wird das in den Büchern immer noch nachgebetet. Also habe ich mal alles für Nah genommen, was ich so habe, mit vielen Adaptern an eine Kleinbild Digi geschraubt und ausprobiert -und mich auch gewundert, wo denn nun der Beugungseffekt bleibt. Aber einer der Väter der modernen Optik wird sich ja nicht geirrt haben. Ich vermute mal, dass sich die aufkommenden Interferenzerscheinungen im Normalfall verspielen. Mich irritiert das ja schon seit 35 Jahren, seitdem ich über Ansel Adams gestolpert bin und gleichzeitig immer hören musste, dass man die förderliche Blende wählen muss. Adams Bilder wirken ja nun nicht sonderlich unsauber... Vielleicht ist es längst an der Zeit, gern Geglaubtes wegzuwerfen und fröhlich Photos zu machen, hmmm
    • johnars schrieb:

      Über solche Formeln kann ich nur lachen Ralph!
      Ich habe mit meinem 80mm Lupenobjektiv mal eine Orchideenblüte im ungefähren Massstab 6:1 auf 8x10 gemacht und auf f32 abgeblendet was ja dann vermutlich eine Blende locker 3 Zahlen Bereich ergibt! Da wo die Schärfe liegt gestochen scharf wie ein Messer! Die Beugung wird definitiv überbewertet!

      Meine 2 cts. Armin

      schließe mich der meinung bezüglich der beugung an: das dürfte bei den meisten linsen ein rein akademisches problem sein, so gut wie die in den letzten 30 jahren gerechnet und konstruiert sind.

      ich habe jedenfalls bisher nicht feststellen können, dass meine aufnahmen beim maximalen abblenden erkennbar an beugung leiden. ich hatte auch schon situationen innerhalb einer kirche, bei denen ich die blende sicherheitshalber bis über den maximalen aufgedruckten wert geschlossen habe (war wohl jenseits der 90, geschätzt, da sich eine zahl da ja nicht mehr ablesen lässt). kein problem gewesen, jedenfalls mit einem sinaron se 240.
    • Ich glaubte immer eher den Büchern als meinem Eindruck, wohl ein Fehler. Ich werde dem aber nochmal nachgehen, da muss irgendwo ein Fehler sein, und wenn es an Marchesi liegt... In lange vergangenen beruflichen Photographie-bezogenen Dingen war das eher weniger wichtig: Repro für Siebdruckvorlagen, später Luftbildauswertung und damals mit optischer Entzerrung, also echtem Scheimpflug, und dann Gegenstände in verzerrungsarmer Vertikalaufnahme möglichst durchgehend scharf. Im Hobby dann schon mal was eher dreidimensionales und mit versuchter Bildgestaltung aber das Trainierte blieb im Kopf... Danke für das geistige Aufwecken!
    • Allerdings muss ich noch ergänzen, dass laut Formel ja der Maßstab eine entscheidende Rolle spielt. Bei gleichbleibendem Zerstreungskreis ist die förderliche Blendenzahl umgekehrt proportional zum Maßstab. Ich hatte 5,6 bei M 25:1. Nehme ich schon 1:1 bin ich mit der Blende bei 74. Also kommt man bei Nicht-Makro gar nicht so leicht in die Bedrängnis. Laut Formel. Dennoch finde ich oft in der Literatur, dass eine zu sehr geschlossene Blende Effekte hervorrufen würde. Ich bin momentan der Meinung, dass man der Formel wohl glauben darf, sie aber tatsächlich richtig anwenden muss und die pauschalisierten Angaben in der Literatur nicht richtig sind. Und noch zu

      johnars schrieb:

      Über solche Formeln kann ich nur lachen Ralph!
      Ich habe mit meinem 80mm Lupenobjektiv mal eine Orchideenblüte im ungefähren Massstab 6:1 auf 8x10 gemacht und auf f32 abgeblendet was ja dann vermutlich eine Blende locker 3 Zahlen Bereich ergibt! Da wo die Schärfe liegt gestochen scharf wie ein Messer!
      Normalerweise nimmt man bei 8x10 einen Zerstreuungskreis von 0,2 oder 0,15 an. Mit 0,15 komm ich bei M 6:1 exakt (!) auf ne förderliche Blende von 32!!!! Hast also richtig gemacht
    • Nein ich hatte ganz zugedreht,um auch mal pingelig zu werden, war irgendwas zwischen f32 und vermutlich f45 einfach bis zum Anschlag aber der ist nicht mehr markiert!
      Und ob es nicht eher 10:1 war müsste ich auch noch nachmessen, aber da bin ich zu faul dafür und hatte in der Mathe ein Fensterplatz;--))
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    • Ich muss aber sagen bei Kleinbild Digis, da sieht man schon so bei den Hochauflösenden ab so 36 MP und mehr die Beugung Zuschlagen so ab f16 und hochgezüchteten Objektiven!

      FG Armin
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    • johnars schrieb:

      Ich muss aber sagen bei Kleinbild Digis, da sieht man schon so bei den Hochauflösenden ab so 36 MP und mehr die Beugung Zuschlagen so ab f16 und hochgezüchteten Objektiven!

      FG Armin

      glaube ich bei kleinbild-digis sofort. ich habe ein canon tse 24 shift/tilt-objektiv (1. baureihe) das diesbezüglich eine katastrophe ist. wenn die aufnahmen zeitunkritisch sind, benutze ich dann deshalb auch lieber meine alte mamiya rz67 mit sb-linsen und shift-adapter und scanne.

      gilt übrigens auch für mache vergrößerungsobjektive. meine zwei 300er von rodenstock z.b. haben genau einen blendenwert den man zum vergrößern nutzen kann. darunter und darüber ist der schärfeverlust deutlich. bei den 360ern ist das dann aber schon nicht mehr so.
    • Das finde ich schon interessant. Man müsste also öfter pingelig sein und alles aufschreiben, dann könnte man das ja kontrollieren.

      Ich kämpfe ja seit 15 oder mehr Jahren mit dem Zerstreuungskreis coc. Die alten Definitionen galten ja für die üblichen Materialien und Vergrößerungen. Dann kamen neue Filme und mehr Großdrucke, die cocs wurden um ein Viertel kleiner definiert. Was aber in vielen Büchern, Tabellen und Rechenscheiben gar nicht berücksichtigt wurde. Und dann kam Digital mit teils abstrusen Vergrößerungen. Wer hat früher aus Kleinbild oder Minox regelmäßig auf 24 x 36 cm vergrößert (oder mehr)? Und dann wird noch fröhlich reingezoomt... das definiert den coc und damit auch die förderliche Blende, die Schärfentiefe und den Schärfeneindruck. Und keine Definition und keine App berücksichtigt diesen Wahn, man müsste also auch immer notieren, bei welcher Vergrößerung man welchen Effekt erlebt hat. Interessant sind aber schon die Ronare oder doch Gerogone oder Isarone von renros, so eng dürfte es aber auch nicht zugehen...