Wohnblock von Gustav Oelsner in Hamburg - Papiernegativ

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    • Wohnblock von Gustav Oelsner in Hamburg - Papiernegativ





      Wohnblock von Gustav Oelsner (Stadtbaurat in Altona in den 1920er Jahren) in der Helmholtzstraße in Hamburg Altona.



      Zum Foto:

      Aufgenommen mit einer Gottschalt D45 und Schneider Super Angulon 58mm XL.

      Belichtung auf Fotopapier (ADOX Easy Print 311). Angenommene Empfindlichkeit 6 ASA. Belichtungszeit 15s bei Blende 16. Mit Gelbfilter. Danke für den Tip an Fotogramm. Entwickelt in Centabrom 1:4. Danach Durchlichtscan.

      Ich finde, das ist von den Tonwerten schon recht nahe an einem Negativ. Sofern man das möchte. Mir gehts momentan noch darum, herauszufinden, was mit einem Papiernegativ theoretisch möglich ist. Als Anregung empfehle ich diesen Instagramer.
    • Hallo,

      ich will ganz ehrlich sein.
      Die Bildaussage ist jetzt nicht so meins.

      Aber die Entstehung finde ich schon sehr interessant.
      Was ich jedoch nicht verstehe, wozu soll der Gelbfilter dienen und warum machst du einen Durchlichtscan?

      Du findest in alten Fotobüchern oft Artikel über Papiernegative und Abklatsche.

      Schönen Abend

      Ralf

      ps. Den Instagramer hast du schon mit dem ersten Bild überrundet.
    • Hallo Ralf,

      Danke Dir für Deinen Kommentar. Ja, der Gelbfilter. Das ADOX Easy Print 311 Papier ist ein Multigrade. Und durch den Gelbfilter wird die Gradation weicher. (So hat es mir Fotogramm hier aus dem Forum angeraten, und mir scheint, es wirkt tatsächlich.)


      Mit dem Durchlichtscan hole ich ein wenig mehr Details heraus. Ich bin überrascht, dass das auch bei Fotopapier funktioniert. Man sollte meinen, die Trägerschicht sei zu dick.

      Wenn Du konkret Fotobücher kennen solltest, die Papiernegative behandeln, würde ich gerne die Titel erfahren.

      Beste Grüße
      Stefan
    • Hallo Stefan,

      danke, für die Infos.
      Ich finde es erstaunlich, dass beim Durchlicht mehr heraus kommt. Ich dachte der Papierfilz würde das Ergebnis eher verschlechtern.
      Muss ich einfach mal ausprobieren.

      Für "Abklatsche" kann ich empfehlen:
      * Foto-Kunstdrucke selber machen mit eigenen Fotos - Anleitungsheft von Merz und Findeisen Augustusverlag 1999
      * Das Fotolabor von Günther Spitzing Orbis Verlag 1990

      Schönen Abend

      Ralf
    • Hallo Ralf,

      es kann ja auch auf das Papier ankommen. Ich habe heute ein neues Papier ausprobiert, das Wephota HS200, und habe da Struktur im Scan, der wohl vom Trägermaterial herkommt. Gibt dem Bild einen eher körnigen Eindruck.

      Danke für die Bücher. Ich werde mal danach schauen.

      Dir auch noch einen schönen Abend

      Stefan
    • Wenn Du mit Papiernegativen hantierst, warum gehst Du nicht konsequent weiter und kontaktest das Papier?
      Mit Chemie panschen musst Du ja eh schon.
      Hier kann man durch "Bemalen" und mit mehrfachem Umkopieren Masken kreieren, Tonwerte gezielt manipulieren oder sonstwie rumzaubern - z.B. das orthochromatisch verschwärzte Parkschild und die düsteren Bäume aufhellen :)

      Man könnte das entwickelte Papier auch mal einwachsen und als transparenteres Negativ benutzen, wurde früher wohl gern gemacht...

      Ralf, der Gelbfilter wird die Yellow-Funktion übernehmen und einfach Magenta abblocken.

      Was ginge noch?
      Eine leichte Vorbelichtung wäre noch eine zusätzliche Option der Kontraststeuerung bei der Aufnahme, der Entwickler könnte stärker verdünnt werden, och...

      Dein Leben ist vermutlich zu kurz um herauszufinden, was noch so möglich wäre mit Papiernegativen - und meins ist zu kurz, dem ständig Verlinkten zu folgen...

      VG,
      Ritchie
    • StBAdorno schrieb:

      Vorgestern hatte mir jemand auf dem Flohmarkt Papiere aus den 1930ern angeboten.

      Oje...
      Wenn Du kostendämpfend arbeiten möchtest, wäre Fomas Fomaspeed einen Versuch wert; das dürfte das preiswerteste Papier auf dem Markt sein, bei einem wirklich sehr guten Leistungsverhältnis.
      Gibts als MG, aber auch soft, normal, hart ( für Dich weniger interessant, denke ich).
      Mich würde gar nicht wundern, wenn beim Bödecker auch Foma drinnesteckt, weiß das aber nicht...

      Hier wären vielleicht ein paar Anregungen für Dich dabei:

      largeformatphotography.info/fo…php?72984-Paper-negatives

      VG,
      Ritchie
    • Wer gern Papierstruktur mit im Bild hat, kann auch auf PE-Papier belichten und anschließend eine normale Papierentwicklung durchführen. Dabei erhält man ein Negativ, das man im Vergrößerer weiterverarbeiten kann, wenn man die belichtete Schicht mit einem Messer etwas abhebt und dann vom dicken Träger trennt. Ich benutze dafür Papier der Gradation 0 oder 1, also möglichst weich, um gute Halbtöne zu erhalten. Das Papier kann bei gelbem Licht in der Schale entwickelt werden, ist also viel unproblematischer. Das Papiernegativ hat dann auch diese unregelmäßige Struktur von der abgelösten Unterseite, die sich dem Bild beim Vergrößern überlagert.


      Gruß
      Dieter