Mobiles Darkroom-Setup

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Mobiles Darkroom-Setup

      Ich habe für den ganzen September einen Auftrag, der mich täglich in eine andere Gegend scheucht. Eine günstige Gelegenheit, neben dem Job ordentlich Filme/Kassetten vollzumachen. Entsprechend hab ich mir einen Van gemietet, eine Jobo2500 nebst Zubehoer und Chemie dazugepackt und beabsichtige nun jeden Abend auf den Campingplätzen ein bisschen zu entwickeln. Das sollte kein Problem sein.

      Ein bisschen problematisch ist der Washi-W-Film (4x5). Den kann man nur in der Schale entwickeln. Dose ist nicht. Leider habe ich keine Ahnung, wie man eine mobile Schalenentwicklung aufsetzt. Ich weiss, dass die Wet-Plater das ja auch irgendwie hinbekommen. Ich denke dabei eher nicht an diese Head-Shop-Zelte, sondern an Pappkarton-und-Decke-ueberm-Kopf-Loesungen. Entsprechend hab ich mir schon mal 3x1.5m Dunkelstoff besorgt und mal zu Hause mit 4 kleinen 4x5-Schalen probiert ... na ja, das ist alles weitab von bequem - und sicher. Das ist alles sehr lavede. Irgendwas rutscht immer ...

      Kann hier mal jemand sein (ultra)mobiles Schalenentwicklungs-Setup vorstellen oder einen Link senden. Ich steh da im Moment etwas auf dem Schlauch.
      ----------
      "Perfection is finally attained not when there is no longer anything to add, but when there is no longer anything to take away." - Antoine de Saint-Exupéry
    • .. ich habe keine ahnung von deinem problem ..

      aber wenn du in einem van entwickeln willst, sollte es doch leichter sein die fenster lichtdicht zu bekommen, als in dem van mit einem riesigen lichtdichten zelt herum zu machen.

      beste grüße

      uwe

      p.s. sag mal - warum wird es der washi film?
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • lookbook schrieb:

      .. aber wenn du in einem van entwickeln willst, sollte es doch leichter sein die fenster lichtdicht zu bekommen, als in dem van mit einem riesigen lichtdichten zelt herum zu machen.

      Ist ein Mietwagen - ich will den nicht rodinalisieren. Ich will eben gerade nicht mit einem riesigen Zelt rummachen, sondern eben mit der DeckeUebermKopfMethode. Dazu suche ich Erfahrungsberichte.

      p.s. sag mal - warum wird es der washi film?

      Warum nicht? Ist ja nicht der einzige Film, den ich dabei habe. Die entwickel ich jedoch in der angegebenen Jobo2500.

      Was den Washi W mal so ganz generell betrifft - und jetzt fache ich wahrscheinlich eine religioese Foren-Schlacht an - ich find den cool! :evil: Leider waren meine Ergebnisse bislang nichsodolle. Aber ich sehe das Potenzial. ... Ausserdem ... Ich schreibe gerade einen Artikel ueber einen jungen DE/CN Kuenstler, der aktuell auf der Photo Book Shanghai ausstellt und mit diesem Film wirklich tolle Sachen gemacht hat ... Und mal ganz nebenbei ... auch ganz gut verkauft. (Wird ja gerne vergessen, dass es auch darum geht.) Seine Arbeit hat mich tatsaechlich motiviert, mit dem Film weiter zu machen.

      Sven
      ----------
      "Perfection is finally attained not when there is no longer anything to add, but when there is no longer anything to take away." - Antoine de Saint-Exupéry
    • Der washi 4x5 ist ja nicht ganz so schlimm wie der entspr. Rollfilm aber er rollt sich auch sehr stark in der Schale
      beim entwickeln. Ob das in einer zeltartigen Konstruktion geht? Ich würde es mal
      vorher mit einem Stearmanpress 4x5 Tank versuchen. Den könnte man doch im Zelt füllen und dann bei Tageslicht
      weitermachen. Vorraussetzung ist, dass der Stearmanhalter die Rollneigung bändigt. Also vorher ausprobieren.

      Hans-Gerd
    • Solange die Fotos nicht wischi-washi sind, ist doch alles in Ordnung.

      Wer gern Papierstruktur mit im Bild hat, kann auch auf PE-Papier belichten und anschließend eine normale Papierentwicklung durchführen. Dabei erhält man ein Negativ, das man im Vergrößerer weiterverarbeiten kann, wenn man die belichtete Schicht mit einem Messer etwas abhebt und dann vom dicken Träger trennt. Ich benutze dafür Papier der Gradation 0 oder 1, also möglichst weich, um gute Halbtöne zu erhalten. Das Papier kann bei gelbem Licht in der Schale entwickelt werden, ist also viel unproblematischer. Das Papiernegativ hat dann auch diese unregelmäßige Struktur von der abgelösten Unterseite, die sich dem Bild beim Vergrößern überlagert.

      Gruß
      Dieter
    • sventetzlaff schrieb:

      Ist ein Mietwagen - ich will den nicht rodinalisieren. Ich will eben gerade nicht mit einem riesigen Zelt rummachen, sondern eben mit der DeckeUebermKopfMethode. Dazu suche ich Erfahrungsberichte.
      .. du musst den waren nicht rodinalisieren, sondern nur scheiben lichtdicht verhängen!! : )
      (gar nicht so schwer, wenn man ein wenig darüber nachdenkt)

      ansonsten fällt mir nur ein wechselzelt in entsprechender größe ein ..
      da kannst du den film in seiner entwicklung allerdings nicht beobachten.

      warum willst nicht nach der reise entwickeln?
      ist doch üblicher standart, auch bei profis oder?!
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • lookbook schrieb:

      .. du musst den waren nicht rodinalisieren, sondern nur scheiben lichtdicht verhängen!! : )(gar nicht so schwer, wenn man ein wenig darüber nachdenkt)

      Mit rodinalisieren mein ich einsauen.

      ansonsten fällt mir nur ein wechselzelt in entsprechender größe ein ..
      da kannst du den film in seiner entwicklung allerdings nicht beobachten.

      Wenn schon Schalenentwicklung, dann auch auf Sicht.

      warum willst nicht nach der reise entwickeln?
      ist doch üblicher standart, auch bei profis oder?!

      Das ist etwas Off Topic, aber ... bei einer Reise von Berlin nach Hangzhou ueber Amsterdam, wird das Handgepaeck mindestens 5x durchleuchtet. Da faengt selbst ein ISO100 Film sich langsam an zu bewoelken - auch in der Bleituete. Hinzu kommt das Risiko, dass ein Beamter 'Kraft seiner Wassersuppe' fordert, die Filmpackung mal eben zu oeffnen. Aus der Bleituete muss man sie schon standardmaessig herausnehmen. Ich entwickle nur noch im bereisten Land oder lasse dort entwickeln und mir die Negative zusenden. Bei meinem Lieblingsfilm HP5+ hab ich gar keine andere Moeglichkeit mehr. Wenn ich das vorher nicht organisiert bekomme, dann bleibts digital.

      Mehr Infos zu dem X-Ray-Mist hier: printerattic.com/2016/12/travelling-with-film/#conclusions
      ----------
      "Perfection is finally attained not when there is no longer anything to add, but when there is no longer anything to take away." - Antoine de Saint-Exupéry

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sventetzlaff ()

    • .. ja - das klingt alles nach langen leidvollen erfahrungen, da kann ich nicht mithalten ..

      aber wenn wir vor deiner anmiete eines vans gesprochen hätten, würde ich dir zu einem kastenwagen geraten haben!
      der hat die gleichen abmessungen und kann, je nach ausführung, hinten sozusagen von "natur aus" lichtdicht sein!

      vielleicht kannst du den mietvertrag ja noch anpassen.

      uwe


      sventetzlaff schrieb:

      Mit rodinalisieren mein ich einsauen
      OK!

      mit dem wort rodinalisieren konnte ich so gar nichts anfangen und musste googeln.
      einsauen habe ich da als erklärung gar nicht gefunden!
      also fürs nächste mal - bei mir kannst du schreiben was du meinst! : )
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • sventetzlaff schrieb:

      Ein bisschen problematisch ist der Washi-W-Film (4x5). Den kann man nur in der Schale entwickeln. Dose ist nicht. Leider habe ich keine Ahnung, wie man eine mobile Schalenentwicklung aufsetzt. Ich weiss, dass die Wet-Plater das ja auch irgendwie hinbekommen. Ich denke dabei eher nicht an diese Head-Shop-Zelte, sondern an Pappkarton-und-Decke-ueberm-Kopf-Loesungen. Entsprechend hab ich mir schon mal 3x1.5m Dunkelstoff besorgt und mal zu Hause mit 4 kleinen 4x5-Schalen probiert ... na ja, das ist alles weitab von bequem - und sicher. Das ist alles sehr lavede. Irgendwas rutscht immer ...

      Kann hier mal jemand sein (ultra)mobiles Schalenentwicklungs-Setup vorstellen oder einen Link senden. Ich steh da im Moment etwas auf dem Schlauch.
      Was ist das für ein Spezialfilm der nicht in die Dose will?? Entweder 2509 Spirale in der Jobodose oder in einer Papiertrommel. Film entwickeln in Schalen im Van unter Dunkelstoff führt in den Wahnsinn mit anschließendem Erstickungstod.
      So hab mal gegoogelt, der Film muß sich problemlos in der 2500 Jobo Dose verarbeiten lassen.
      ( Rotation→in 270 ml Chemie)

      aragon
      Wo kämen wir hin,
      wenn jeder sagte, wo kämen wir hin
      und keiner ginge, um zu sehen
      wohin wir kämen,
      wenn wir gingen.
    • aragon schrieb:

      Was ist das für ein Spezialfilm der nicht in die Dose will?? Entweder 2509 Spirale in der Jobodose oder in einer Papiertrommel. Film entwickeln in Schalen im Van unter Dunkelstoff führt in den Wahnsinn mit anschließendem Erstickungstod.So hab mal gegoogelt, der Film muß sich problemlos in der 2500 Jobo Dose verarbeiten lassen.
      ( Rotation→in 270 ml Chemie)
      aragon

      Das funktioniert leider nicht. Es handelt sich eigentlich um Papier ... also ohne Plastiktraeger als Stuetze. Der "Film" wuerde einfach in sich zusammenfallen und evtl. mit den anderen Sheets verkleben. Also genau so, wie wenn man sein Kopierpapier ins Waschbecken taucht... Der 120er traegt sich ein bisschen mehr, aber auch da sollte man allzuviel Bewegung vermeiden. Ich hab das einmal probiert und das Ergebnis war nicht gut. Schalenentwicklung ist ja an sich auch kein Problem, nur mobile Schalenentwicklung scheint eine gewisse Herausforderung zu sein.



      Das angebotene Washi W aus Frankreich ist zwar nicht so extrem duenn wie das im folgenden Video, aber es gibt einem eine gewisse Idee ... ;)

      ----------
      "Perfection is finally attained not when there is no longer anything to add, but when there is no longer anything to take away." - Antoine de Saint-Exupéry
    • Urnes schrieb:

      Besorg dir eine kiste mit Rotlicht innendrin und einer roten Folie oben drauf durch die du durch schauen kannst. Der Washi ist doch orthochromatisch.

      Du kannst es auch mal in der Collodiun nass Szene versuchen. Die machen doch Schalenentwicklung on the fly.

      Gruss Sven.
      Ja, unter "portable darkroom" findet man tatsaechlich jede Menge Beispiele, die dem von Dir geschildertem Setup sehr nahe kommen. Es scheint sogar kaufbares Equipment zu geben. Ich hab jetzt eine Umzugs-Pappkiste mit Velcro auf dem Tisch (temporaer) fixiert und das Tuch mit Tischtuchklammern gesichert. Das scheint zu funktionieren. Als Rotlicht spar ich mir das Fenster und nehm die Handy App RedVision. Bin jetzt sehr zuversichtlich ...

      [IMG:http://nondo.net/images/blog/8thhopedarkboxes.jpg]



      Hier gibt es noch ein paar mehr Loesungen ... luminous-lint.com/__phv_app.ph…tents_modern_examples_01/
      ----------
      "Perfection is finally attained not when there is no longer anything to add, but when there is no longer anything to take away." - Antoine de Saint-Exupéry
    • Hier mal noch ein Hinweis, warum man Filme besser nicht durch die Kontrollen schleppt ;) ;) ;)

      [IMG:https://content.skyscnr.com/1dbc15d16c43bf1922c98f3d10fb293c/GettyImages-76750233.jpg]
      Quelle: Getty Images
      ----------
      "Perfection is finally attained not when there is no longer anything to add, but when there is no longer anything to take away." - Antoine de Saint-Exupéry
    • Angefangen hab ich mal mit einem Ganzkörperfromms - mangels lichtdichter Räumlichkeiten stülpte ich mir einen dunklen Bettbezug über, vor mir ein Tisch.. Ging.

      Bevor ich mir mit Basteleien und enganliegender Kartonentwicklung einen abwürge, würde ich eher im Van etwas Folie auslegen und gemütlich entwickeln wollen; meine Erfahrung mit Filmkassetten und Wechselzelten hat mich diesbezüglich geprägt, sowas Fummeliges ist nicht mein Ding, und blind schon gar nicht.

      Zu verrutschenden Schalen fiele mir die gute alte Dachlatte ein, die man irgendwo draufschrauben könnte (Span/ OSB-platte, Vaneinrichtung) - dann rutscht nix mehr.
      Wobei die eigentlich auch nicht rutschen, wenn man da Wasser drin hat und halbwegs grade parkt :)
      Gemütlich im Sitzen am ggf verlängerten Tisch (OSB-Platte) schmeißt man auch seltener was um, als wenn man mit dubiosen Entwicklungskartons hantieren muß.

      Als Beleuchtung würde ich im Van ein Fahrradrücklicht (LED) in die Ecke legen, bis es hell, aber auch dunkel genug ist.

      Da ich flache Laborschalen für die dusseligste Erfindung der letzten 100 Jahre halte, am Besten noch mit Rillen unten, benutze ich hohe Plastikwannen aus dem Baumarkt, mit Deckel.
      Auch ohne Deckel sorge ich bei 3 Litern Befüllung für ordentlich Seegang - aber ohne Plempern !

      Mit Deckel kann ich sogar mal in 2 Etagen arbeiten, wenns hier wegen zu vieler Schalen etwas enge im Laborbecken wird.

      Seltenst entwickle ich auch unter 30x40cm; hierzu stelle ich dann die bescheuerten Laborschalen, sagen wir 18x24, in meine Plastikwannen.
      Jetzt plemperts, aber nur in die Wanne.

      Die Wannen lassen sich übrigens ineinanderstapeln.
      Meine mobile Lösung hiesse also "Wanne mit Wonne".

      VG,
      Ritchie