Kiesgrube

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    • Kurzer Hintergrund:

      Ich arbeite normalerweise als Action-Sport-Fotograf und habe mich nun das erste mal getraut, meine Leidenschaft mit dem beruflichen zu verbinden.
      Hier ein Ergebnis..

      [IMG:http://lorenzholder.com/transfer/GF/GF1.jpg]

      Kamera: Chamonix 4x5
      Objektiv: Nikkor 90 SW
      Film: Portra 400
      + Polfilter
      + 2 Studioblitze
      + Trommelscan

      Ich wollte endlich einmal wissen, ob eine Großformatkamera besser, schlechter oder gleich gut ist, wie mein normales Canon Arbeitstier. Deshalb habe ich hier auch meine "normalen" Techniken wie externe Blitze etc. angewendet, also alles so, wie ich es normalerweise auch gemacht hätte. Der Trommelscan musste sein, da ich die Bilder richtig groß gedruckt habe.

      Mein Ergebnis ist, wenn man sauber und konzentriert arbeitet, dann bekommt man ein Ergebnis, welches Digital so nicht möglich gewesen wäre.

      Ich würde mich freuen, wenn ihr nur das Bild beurteilen würdet und nicht die Aktion. Der Fahradfahrer ist Profi und weiß was er tut und was er kann. Eine Erlaubnis des Kieswerks gab es auch.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von lolli089 ()

    • Ich kann mich dem Jubel leider nicht anschliessen, das Bild wirkt auf mich flach vor allem im Bereich des Fahrers weil da die Lichtführung nicht mit dem natürlichen Licht übereinstimmen, wirkt der Fahrer wie in PS eingesetzt!
      Ohne den Fahrer und die Überschärfung wäre es für mich ein besseres Bild!

      Meine Meinung, Armin
      " You push the button and we do the rest."
      Kodak Werbespruch!
      Today
      "You push the button and the pixels do the rest"
    • lolli089 schrieb:

      Ich würde mich freuen, wenn ihr nur das Bild beurteilen würdet und nicht die Aktion.

      Ich kann eigentlich nicht glauben, dass Du hier ein filmbasiertes Foto präsentierst.
      Sämtliche guten Eigenschaften des Filmes scheinen mir hier wegdigitalisiert zu sein; der Himmel, die unnatürliche Schärfe, und das Hauptmotiv dann auch noch unscharf und wie Armin sagte, reingefrickelt wirkend....


      Wie Du mit einem 90mm Objektiv an 4x5", welches ja nun doch noch einiges an Fokussierbedarf hat, eine Schärfe von den Zehenspitzen bis zu den Wolken, und dazu von links nach rechts und von oben nach unten, also ohne Scheimpflug fotografisch erreicht haben willst, bedürfte zumindest für mich einer Klärung.

      Die unkonventionelle Linienführung, die Schattenbewältigung, sowie die mehrfachen Durchblicke und die wirklich astreine Ausrichtung präsentieren mir ein tolles Bild, welches für meine Augen aber leider schrecklich anzusehen ist.

      Sorry für die harten Worte als Debut,
      Ritchie
    • Hallo und danke fürs Feedback. Kein Problem mit harter Kritik solange sie sachlich bleibt. Blende war 32 was die "globale" Schärfe erklären dürfte. Wenn Interesse besteht kann ich mal das unbearbeitete Orginal auf meinen Server legen.
      Dass der Fahrer etwas unnatürlich wirkt war in diesem Bild gewollt, damit er schnell ins Auge springt. Das ist bei uns in der Branche durchaus ein beliebtes Stilmittel, ich verstehe aber dass das nicht jedem gefällt.. muss es ja auch nicht.
      Eine Frage hätte ich noch. Ich habe hier lediglich das Objektiv nach oben geschoben um die Linien zu korrigieren. Fokus hab ich auf den Fahrer gesetzt. Hättet ihr hier anders den Fokus gesetzt, bzw. sonst noch Veränderungen nach Scheimpflug vorgenommen?
    • Hallo,

      Ich stimme da mit johnars und bequalm zu 100 Prozent überein.
      Mir ist das Bild auch ein ganzes Stück zu bunt, wirkt irgendwie alles so künstlich, eben wie PS.
      Diese Art der Künstlichkeit mag gewollt sein und zur Zeit auch auf dem Markt gefragt, aber mir zumindest gefällt sie nicht.
      Aber ich bin auch nicht der Markt : )

      Grüße Schwarzweißseher
    • Die für Nicht-Sport-Fotografen ungewöhnliche Lichtsetzung hatte ich auch als Stilmittel wahrgenommen. Ja, es wirkt nicht unbedingt natürlich, aber das ist wohl auch nicht gewollt.

      Den Fokus hätte ich hier auch auf den Fahrer gesetzt, der ist schließlich das Hauptmotiv. Der Rest ist so dreidimensional, daß ich da wenig Möglichkeiten sehe. Es gibt ja in drei der vier Bildecken Vordergrund. Man hätte vielleicht hyperfokal arbeiten können, um den Bereich von vorn bis inklusive Fahrer scharf zu bekommen, und etwas weniger abblenden zu müssen. Aber das ist natürlich auch Geschmackssache. Im Prinzip finde ich "globale Schärfe" bei dem Bild schon angemessen.

      Ritchie stört sich wohl an den Schärfungsartefakten, und die finde ich auch nicht so vorteilhaft. Das lässt sich aber sicher auch ohne hinbekommen. Der Himmel wirkt auch ein bisschen overprocessed, vielleicht kann man ja nochmals feinfühliger 'rangehen?

      Aber letztendlich muß sich eine Bearbeitung im Profibereich wohl an den Erfordernissen der Zielgruppe orientieren. :D

      Viele Grüße
      Wilfried
    • lolli089 schrieb:

      Eine Frage hätte ich noch. Ich habe hier lediglich das Objektiv nach oben geschoben um die Linien zu korrigieren. Fokus hab ich auf den Fahrer gesetzt. Hättet ihr hier anders den Fokus gesetzt, bzw. sonst noch Veränderungen nach Scheimpflug vorgenommen?
      Der Fokuspunkt ist gut gewählt. Bei (geschätzt) 6 Meter Entfernung zum Biker, 4x5", 90mm und f/32 sollte man alles von etwa 2 Meter bis Unendlich in einem grossen Druck scharf bekommen.

      Mit Scheimpflug-Techniken wäre es bei der Vielzahl möglicher Schärfeebenen und der vielfältigen Objekte kreuz und quer im Raum auch schwierig, eine sinnvolle Lösung zu finden, die alles scharf abbildet. Mit der Blende 32 und einer einfachen Hochverstellung liegst Du da schon ganz gut.

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • .. ich finde sehr gut, dass es hier ein bild gibt, in dem eigene vorstellungen im großformat umgesetzt worden sind.
      das ist eher unüblich behaupte ich mal.
      meist wird gegebenes, in dem großen format, abfotografiert (landschaft, architektur).

      dein aufwand war denn auch nicht gerade unerheblich!!

      das ergebnis, hätte ich mir bei dem enormen einsatz, dramatischer gewünscht.
      das licht ist zu gleichmäßig abgestimmt. tages- und blitzlicht sind so aufeinander abgestimmt,
      das es lichttechnisch zu ausgeglichen ist. (für meinen geschmack)

      es gibt viel zu entdecken auf deinem foto!
      die details sind bei einer großvergrößerung bestimmt der absolute hammer!!
      nicht zuletzt wg. des trommelscanns.

      ich freue mich auf weitere fotos und creative ideen von dir!!

      herzlich willkommen

      uwe
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • Super!! Schärfen gehört wirklich nicht zu meinen Stärken. Mittlerweile gibt es ja auch so unglaublich viele verschiedene Möglichkeiten. Ich muss mich mit dem Thema mal ausgiebiger beschäftigen. Zum Glück bin ich selten in der Druckvorstufe.. darf ich dich trotzdem mal nach deinen LR-Schärfeeinstellungen fragen?
    • ich hatte erst auf danny macaskill getippt. der ist für solche sachen ja berühmt geworden. aber so gut kenne ich mich in der szene auch nicht aus. habe den danny nur mal vor einigen jahren hier bei uns in muc auf der ispo fotografiert.

      zum foto:

      eigentlich beteilige ich mich ja nicht an bilddiskussionen. aber was mir hier gefällt: das die dritte dimension bewusst dominant mit in die gestaltung einbezogen wurde. normalerweise beschränken sich gefühlt 90% aller GF-aufnahmen die man heutzutage im internet oder auch in büchern findet auf eine sich vor dem fotografen ausbreitende landschaft (bevorzugt am meer) mit etwas skulpturalen in der oberen bildhälfte in relativ großer entfernung. einfacher schärfeausgleich, fertig. halt die typischen epigonen-bilder von coastal-romance-fans (nix gegen andreas!, der hat dieses sujet an ihr limit getrieben). und auch bei mir war es mein erstes buch zum thema großformat.

      zur blende: ich komme bei blende 32 und gegenstandsweite 6m auf eine hyperfokale distanz von 2,68m. mit schärferaum von 1,34m bis unendlich.