Heute ist ein guter Tag für Großformat.

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    • Heute ist ein guter Tag für Großformat.

      Wer den 8x10" Intrepid-Kickstarter bis heute (24.06.2017) verfolgt hat, der kann nun sehen, dass GF mal ganz schwer im Kommen ist. Es wurde über 12x mehr Geld eingesammelt, als eigentlich geplant. Also statt 18k nun 220k(!) Ich finde das sensationell.

      Die Folge wird sein, dass alle Backer nun nach Kassetten, Linsen, Verschlüssen ... und dann irgendwann nach Chemie& DR-Equipment Ausschau halten werden. Ca. 450 neue GF-Freunde sind ja nicht eben wenig. Ich seh schon die eBay-Preise durch die Decke gehen. :evil:

      Und wenn man dann noch bedenkt, dass eine nicht geringe Zahl dieser Menschen in Zukunft noch mehr Leute anstecken werden ... Ich hab die letzen 5 Minuten Live verfolgt und da hat doch tatsächlich noch jemand in den letzten 60 Sekunden zugeschlagen. Wie viele mögen sich nicht rechtzeitig entschieden haben? Die kommen dann zu ShenHao, Chamonix, Gibellini, Linhof, Toyo, Cambo, Sinar, unameit.

      Fazit: Heute ist ein guter Tag für Großformat. :thumbup:
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      "Perfection is finally attained not when there is no longer anything to add, but when there is no longer anything to take away." - Antoine de Saint-Exupéry
    • in der tat: eine sehr gute Nachricht! ob rodenstock jetzt doch noch mal...? ne, daran glaube ich nun doch. aber in bad Kreuznach dürfte man das hoffentlich auch verfolgen.

      was vor allem wichtig ist: das sich das gießen von 8x10-filmen doch noch lohnen kann. da sehe ich momentan die größte Versorgungslücke: das Angebot an Filmmaterial ist ja nur noch recht schmal.

      Kodak darf jetzt ruhig mal in die nächste tonne kotzen.
    • Moin Moin,

      bin ebenfalls begeistert, dass es für 8x10 tatsächlich noch/wieder einen so großen Bedarf gibt. Zumal die Kamera ja tendenziell eher Neueinsteiger in das Format anspricht. Wie im anderen Thread bereits dazu geschrieben, dürften davon wohl zunächst die günstigeren Hersteller wie Foma und Adox profitieren, aber all jene, die nach der "Probezeit" dabei bleiben, dürften zwangsläufig irgendwann bei Ilford, Kodak und Fuji landen (Frevel, dass letztere gerade eben den Acros in 8x10 eingestampft haben).

      Was haltet Ihr davon, wenn wir uns im Herbst mal für ein 8x10er Treffen in freier Wildbahn zusammenhocken und die Intrepid einem Härtetest unterziehen. Bei der Menge an journalistisch Vorgeprägten im Forum könnten wir ja ein Review zur Kamera erstellen. Je nach Ergebnis unserer Einschätzungen könnte ein solches ja weiteren Support für Intrepid und den Erhalt, bzw. die weitere Verbreitung des Formates nach sich ziehen.

      Ach ja, ist sonst noch jemand aus dem Forum als Backer des Projektes dabei?

      Mit besten Grüßen,
      Friedrich

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von edewolf () aus folgendem Grund: @#$&×€+£¥£@# - "Rechtschreibkorrektur" des Handys korrigiert...

    • Moin Volker,

      hervorragend, da lassen sich nur alle Daumen recken! #28

      Dann lass uns rege austauschen, sobald die Kameras eintreffen. Da ich dieses Jahr nochmal lange an spanischen Küsten entlang unterwegs bin, wäre es schick gewesen, die 8x10 gleich dabei zu haben... So wird's halt doch "nur" wieder 4x5.

      Mit besten Grüßen,
      Friedrich
    • Ich schon wieder :)

      Diese Schlagzeile hier erinnert mich - an eine Schlagzeile.

      Das "GF ganz schwer am Kommen ist", na ja, ich relativiere mal die 450 Neuzugänge und verweise auf ein paar Milliarden potentielle Kunden, welche nun mal schlichtweg nicht gekauft haben.
      Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang ebenfalls eine Prognose und gehe mal davon aus, dass ein gut Teil der Käufer lediglich einen handlichen Zweitwagen wollten.
      Aber selbst wenn plötzlich durch infektiöse Verbreitung "Flupp!" 1000 echte Neuzugänge zu verzeichnen wären, würden nicht Ilford noch Kodak hektisch anbauen, um dem plötzlichen Andrang Herr werden zu können.

      sventetzlaff schrieb:

      Die Folge wird sein...die Preise durch die Decke...

      Die Folge wird sein, verstehe.
      Ja, hat man mir vor ein paar Jahren schon mal prognostiziert.
      Da hatte ich anderenorts mal ne Diskussion mit Winfried B.

      Würde ja auch hinhauen, wenn für die 450 Neuzugänge nur 328 Gebrauchtlinsen zur Verfügung ständen.
      Oder wenn Kaufzwang gehypet wird :)

      Tatsächlich aber werden in den nächsten 2 Jahren 189 GF-Fotografen an Altersschwäche verröcheln, wodurch 78 verharzte 8x10-Optiken immediately freiwerden und das bereits umkreisende Debris bereichern .
      Die 117 Leute, die frustriert das Handtuch wieder schmeißen, die erwähne ich lieber gar nicht erst...
      Wir sind also immer noch und fürdahin auf der "keiner wills haben"-Seite.


      Mir ist das hier doch zu reißerisch, ehrlich.
      Gut, dass sich ein paar Leute noch/wieder/schon wieder für Film und großes Format interressieren und dies durch Kauf bekunden. Natürlich.

      Aber ein wirklich grosser Tag fürs Großformat wäre wenigstens eine einzige (gelungene) Bildvorstellung in der hiesigen Galerie gewesen.
      Gerne auch nur in 9x12cm :)

      Von den theoretisch über 1000 Mitgliedern hier sind vielleicht 500 Mann halbwegs forenaktiv (Lesen), davon schwelgen 300 Leute nur noch in Erinnerungen oder pflegen die Arthritis, 200 nehmen vermutlich gelegentlich, davon Einige sogar noch regelmäßig die GF-Kamera in die Hand, und das weithin sichtbare Ergebnis:
      Juni, 3 1/2 Wochen - 6 Bilder, Wertung mal außen vor.
      Ein paar ganz Harte treffen sich sogar jährlich und persönlich, z.B. im August in Kremmen, da kann man sogar noch einen Barytabzug erfassen und beäugen.

      Mit etwas Glück kommen jetzt noch 12 deutsche Männekens dazu.
      Oha, da kommt was :)

      Täglich solche Meldungen, und ich überdenke meine Haltung gerne noch mal.


      VG,
      Ritchie
    • Moin Richie,

      dann drehen wir die Aussage einfach um und dürften unseren analogen Weltuntergangsszenarien frönen, was mit 8x10 und GF im Allgemeinen passieren würde, wenn die Kampagne nicht einmal die 18.000£ zusammenbekommen hätte.

      So ist es immerhin eine Kompensation des von Dir erwähnten "natürlichen" Schwundes der GF-ler...

      Mit besten Grüßen,
      Friedrich
    • bequalm schrieb:

      Ich schon wieder :)

      Diese Schlagzeile hier erinnert mich - an eine Schlagzeile.

      Das "GF ganz schwer am Kommen ist", na ja, ich relativiere mal die 450 Neuzugänge und verweise auf ein paar Milliarden potentielle Kunden, welche nun mal schlichtweg nicht gekauft haben.
      Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang ebenfalls eine Prognose und gehe mal davon aus, dass ein gut Teil der Käufer lediglich einen handlichen Zweitwagen wollten.
      Aber selbst wenn plötzlich durch infektiöse Verbreitung "Flupp!" 1000 echte Neuzugänge zu verzeichnen wären, würden nicht Ilford noch Kodak hektisch anbauen, um dem plötzlichen Andrang Herr werden zu können.

      sventetzlaff schrieb:

      Die Folge wird sein...die Preise durch die Decke...
      Die Folge wird sein, verstehe.
      Ja, hat man mir vor ein paar Jahren schon mal prognostiziert.
      Da hatte ich anderenorts mal ne Diskussion mit Winfried B.

      Würde ja auch hinhauen, wenn für die 450 Neuzugänge nur 328 Gebrauchtlinsen zur Verfügung ständen.
      Oder wenn Kaufzwang gehypet wird :)

      Tatsächlich aber werden in den nächsten 2 Jahren 189 GF-Fotografen an Altersschwäche verröcheln, wodurch 78 verharzte 8x10-Optiken immediately freiwerden und das bereits umkreisende Debris bereichern .
      Die 117 Leute, die frustriert das Handtuch wieder schmeißen, die erwähne ich lieber gar nicht erst...
      Wir sind also immer noch und fürdahin auf der "keiner wills haben"-Seite.


      Mir ist das hier doch zu reißerisch, ehrlich.
      Gut, dass sich ein paar Leute noch/wieder/schon wieder für Film und großes Format interressieren und dies durch Kauf bekunden. Natürlich.

      Aber ein wirklich grosser Tag fürs Großformat wäre wenigstens eine einzige (gelungene) Bildvorstellung in der hiesigen Galerie gewesen.
      Gerne auch nur in 9x12cm :)

      Von den theoretisch über 1000 Mitgliedern hier sind vielleicht 500 Mann halbwegs forenaktiv (Lesen), davon schwelgen 300 Leute nur noch in Erinnerungen oder pflegen die Arthritis, 200 nehmen vermutlich gelegentlich, davon Einige sogar noch regelmäßig die GF-Kamera in die Hand, und das weithin sichtbare Ergebnis:
      Juni, 3 1/2 Wochen - 6 Bilder, Wertung mal außen vor.
      Ein paar ganz Harte treffen sich sogar jährlich und persönlich, z.B. im August in Kremmen, da kann man sogar noch einen Barytabzug erfassen und beäugen.

      Mit etwas Glück kommen jetzt noch 12 deutsche Männekens dazu.
      Oha, da kommt was :)

      Täglich solche Meldungen, und ich überdenke meine Haltung gerne noch mal.


      VG,
      Ritchie

      lieber ritchie,

      ich kann deinen defätismus sehr gut nachvollziehen (ja stellenweise sogar nachempfinden!), trotzdem aber bleibt es ein fakt: viele menschen (die einen großen vertrauensvorschuss aufgewendet haben) beteiligen sich mit stellenweise nicht unerheblichen summen an einem projekt für eine eigentlich totgesagte kulturtechnik. für die es kaum noch (oder immer weniger) die notwendigen materialien (filme, papiere, chemie, linsen, vergrößerer) gibt. was ist das bitte für ein großartiges zeichen! wer hätte so etwas vor nicht allzulanger zeit für möglich gehalten? soll man alle diese leute für verträumte, weltfremde eskapisten halten die so naiv sind zu glauben, sich einem brutalen, alles gleichmachenden mainstream entziehen zu können? und selbst wenn sie es wären: sie wären damit immer noch weit sympathischer, als - nur mal als beispiel - all die volldeppen, die ahnungslos oder gar absichtlich ihren digitalen vermarktungs-, unterhaltungs- oder überwachungsmüll über die welt zu kippen. nein, ich kann das nicht, auch wenn ich mich an diesem projekt nicht beteiligt habe (habe bereits zwei 8x10). aber ich wünsche den beteiligten maximalen erfolg. und wenn nur 1/4 dieser leute ihre kamera regelmäßig in die hand nehmen, wäre das schon grandios und mehr, als man erwarten darf.

      na klar kann man an allem, was je auf dieser schönen welt mal initiiert wurde um diese noch etwas schöner zu machen, rumkritteln. weil man letztendlich alles müßig und unnütz finden kann. aber bis jeder einzelne das für sich herausgefunden hat, sollte jede dieser kleinen verzweifelten monaden versuchen, die zeit bis dahin mit möglichst schönen dingen zu verbringen (so viel hat man davon ja nicht. von der zeit. und von den schönen dingen ;) ). und die zeit danach erst recht. und analoges GF ist eines von diesen dingen. aber wem sag ich das. in diesem forum...

      mit deinem einwand wegen zu wenig bildern im forum hast du recht, das kann man tatsächlich bedauern. aber meinen persönlichen standpunkt kennst du ja aus einer unserer letzten unterhaltungen.
    • bequalm schrieb:

      Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang ebenfalls eine Prognose ...
      Prognosen sind natürlich kompliziert. Nicht nur, wenn sie die Zukunft betreffen, sondern besonders dann, wenn Gefühle mitschwingen. Mit ausreichend hohem Dopaminspiegel sieht der eine Canon die ultimative GF-Edition herausbringen und für den anderen ist das der Klimax der GF vor dem endgültigen Abröcheln. Selbstverständlich liegt die Wahrheit NICHT in der Mitte. Liegt sie sowieso meist nie.

      Es sind ja nicht nur die 450 Kameras, die nun bis Ende des Jahres(!) auf den Markt gespült werden. Die anderen Hersteller produzieren in der Zeit ja nicht nichts. Ich kenn die diversen anderen Firmen nicht, aber zumindest bei Chamonix gehen die Verkäufe – vor allem in Asien – nach oben. Ich spekulier mal: Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn die anderen asiatischen Hersteller nicht von diesem Trend partizipieren würden.

      Sehr wahrscheinlich hängt die Einschätzung der Zukunft auch mit der Wahrnehmung zusammen. Wie gesagt, in Japan, China, S’pore ... geht gerade die Post ab. Es kommen gelegentlich sogar Kickstarter aus der Gegend. (Und das, obwohl man Crowdfunding in Asien seeehr skeptisch sieht.) Dito spür ich eine breite Begeisterung in US. Mentalitätsbedingt miesepetern die Europäer zwar ein wenig rum, aber rein am Verkauf gemessen, scheinen die sich jedoch heftig »im Stillen zu begeistern«.

      Wie in dem Artikel versucht zu erläutern, steckt dahinter evtl. mehr als nur die Begeisterung für Manufactum, Omas Kochrezepte&Co. Gerade das technikverliebte Asien ist gegenüber dumpfbackigem Hipstrizismus berliner Schule relativ unverdächtig. Ich behaupte, dahinter steckt mehr.

      Was die temporäre Präsentation meiner Bilder im Forum betrifft ... Ich poste die lieber auf Instagram (und parallel auf FB, G+). Aus verschiedenen Gründen: Ich brauch dort nicht zwischen den Formaten und Analog/Digital unterscheiden, ich löse nicht einzelne Bilder aus dem Œuvre heraus und l.b.n.l. ich strapaziere meine Kritikfähigkeit nicht allzu sehr. (Viel wichtiger finde ich ohnehin die permanente Präsentation der Bilder in einer eigenen Galerie - auch wenn das jetzt nichts mit dem Thema zu tun hat.)

      Sven
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      "Perfection is finally attained not when there is no longer anything to add, but when there is no longer anything to take away." - Antoine de Saint-Exupéry
    • "Viel wichtiger finde ich ohnehin die permanente Präsentation der Bilder in einer eigenen Galerie..."

      Vielleicht bin ich als non-facebooker/-instagrammer/-etc. zu analog für ein Online-Forum, aber die eigene Galerie ist bei mir das, was an meinen vier Wänden hängt. Klar, wenn ich eine explizite Frage zu einem Bild (bzw. zu dessen technischer Umsetzung) habe, dann würde ich mich ggf. ans Forum wenden. Wobei ich auch hier eher den persönlichen, leibhaftigen Austausch präferiere. Dies sei in keiner Weise als Abwertung des Forums zu verstehen, es mag lediglich für mich (und ggf. Andere) erklären, warum die Forumsgalerie nicht sonderlich belebt ist.

      Für mich erhält ein analoges Bild seine Qualität erst und ausschließlich als analoger Print an der Wand. Ein Scan zieht mir zu oft die damit einhergehende digitale Nachbearbeitung nach sich, wodurch oft die Brillanz des analogen Prints verloren geht. Ein 40x50 Print lässt sich für den Laien schlecht scannen. Und ein digitaler Knips des fertig gerahmten Prints an der Wand ist ein Sakrileg an sich - sofern damit die Qualität dessen gezeigt werden soll. Bis auf ein paar Profis besitzt doch kaum jemand einen hochwertigen und kalibrierten Monitor, der - ungeachtet von dessen Größe in Relation zum Original - zumindest ansatzweise den Print wiedergeben kann.

      Wie immer @Ritchie: Die Aussagen spiegeln nicht die Meinung des Forums oder des Restes der Welt wieder, sondern lediglich meine eigene Subjektive. ;)

      Mit besten Grüßen,
      Friedrich
    • Man kann die Papierqualität aussuchen. Die Ergebnisse auf gutem Papier sind erstaunlich gut.
      Ich mache als Vorlage Scans vom Negativ. Die mache ich sowieso. Aber man kann natürlich auch Scans von Papiervorlagen machen. Nur sind die Scans vom Negativ meist besser.
      Man kann ein vom Publisher bereit gestelltes Programm zur Gestaltung nutzen der alles vollständig aus Indesign hochladen.
    • renros schrieb:

      soll man alle diese leute für verträumte, weltfremde eskapisten halten die so naiv sind zu glauben, sich einem brutalen, alles gleichmachenden mainstream entziehen zu können?
      Soll "man"?
      Ich habe jedenfalls nicht vergessen, als was für ein ewiggestriger Hirni man von morgens bis abends, privat oder in Foren, hingestellt wurde, weil man weiterhin auf Film machte.
      Meine Absichten hatte dabei eigentlich Niemanden interessiert.
      Auch einige Profis im Forum hier hatten kräftig gejubelt, wie toll das alles mit der digitalen Technik sei.
      Weg sind se, teils im doppelten bis dreifachen Sinne :)

      Ob der heutige Filmverbraucher noch als veträumt gilt?
      Nö, ich glaube das friedliche Miteinander ist inzwischen möglich, und wer digital nix verdienen kann, geht eben zurück und macht auf "Kunst" :)
      Wenn er es denn kann, der Begriff scheint mir im engeren Zusammenhang auch inflationär und verbirgt sich gerne hinter Unzulänglichkeiten, die man aber dem Film nun nicht anlasten kann...

      Somit ist die gesamte Entwicklung für mich noch lange nicht abgeschlossen.
      Film hat sich über die schweren Jahre erfolgreich behauptet, Produzenten richteten sich neu aus und blieben am Ball.
      Das ist mal das Wichtigste, denke ich, auch wenn uns der eine oder ander heißgeliebte Film dabei flöten ging.

      Fotografie mit Film ist Fotografie, kann aber natürlich auch Kunst sein; das wird sich alles noch, oder wieder? einpegeln.

      Sicher fällt dem einen oder anderen bei Gelegenheit auch noch auf, dass man mit Film sogar schnell fotografieren konnte, dieser Bezug auf das Bedächtige ist doch schon wieder eine Reduktion.

      Und Großformat, speziell jetzt 8x10", also das kann auch mehr als Kunst; es war der Inbegriff für Perfektion ( der Begriff "Königsklasse" war zu vernehmen), und wurde auch, nach sehr langer Ausbildung des Fotografen, so angewandt.
      Da wieder hinzukommen- also ich warte geduldig, da steht mir der große Tag noch lange aus, und die Holzkamera scheint mir dafür auch nicht das rechte Werkzeug..
      Nun ja, das ist vielleicht ein anderes Thema...

      Gucken kann man jetzt mal, ob es wieder nur ein Hype ist, oder ob die Entwicklung Bestand haben wird.
      Und gegen das Hypen habe ich meine Einwände; eine nüchterne Beurteilung der Situation wäre mir deutlich lieber.
      Meines Erachtens hätten wir da sogar mehr von.

      Wenn jetzt schlagartig 500 Kameras vom Band purzeln, mag das einen Trend anzeigen, oder auch nicht.
      Wie gesagt, zu feiern gäbe es für mich bestenfalls, wenn Ilford anbauen muß.
      Ich sehe hier übrigens keine meinerseitige Schwarzmalerei...


      edewolf schrieb:

      Wie immer @Ritchie: Die Aussagen spiegeln nicht die Meinung des Forums oder des Restes der Welt wieder...

      Wie immer ist alles im Wandel.
      Ich würde es halt allgemein begrüßen, wenn das Forum seine faktischen Grundlagen nicht verliert.
      Für Orakel kauf ich mir lieber eine Krake :)

      Es ist prima, wenn Film und Kameras gekauft werden; einen resoluten Marktumbruch folgere ich daraus bisher jedenfalls nicht, und marktverzerrende Hamsterkäufe tun nicht Not.
      Das war und ist meine subjektive Sicht.

      Das nun ein Papierabzug auch heute noch bestens funktioniert, kann man auch digital vermitteln, das sehe ich ja in anderen Foren.
      Hierzulande hapert es tatsächlich an entsprechender Kompetenz, und teils auch am Gerät - da bin ich das beste Beispiel :)
      Trotzdem zeigte ich bisher meine Ergebnisse, auch wenn mir dann regelmäßig einer das Ohr abkauen möchte.
      Schmecken tut mir die von mir erzeugte "Qualität" dabei auch nicht, aber was solls.
      Wenn ein Bild etwas Inhalt hat, dürfte der auch in minderer Qualität erfaßbar sein.



      sventetzlaff schrieb:

      Sehr wahrscheinlich hängt die Einschätzung der Zukunft auch mit der Wahrnehmung zusammen.

      Wahrscheinlich.
      Ein aus Deiner drübigen Sicht doch wieder objektiven Bericht zur dortigen Entwicklung würde ich sehr gerne lesen, ich habe, was diese "Ecke" betrifft, noch immer ein vollkommen falsches Weltbild.

      VG,
      Ritchie
    • bequalm schrieb:

      Ein aus Deiner drübigen Sicht doch wieder objektiven Bericht zur dortigen Entwicklung würde ich sehr gerne lesen, ich habe, was diese "Ecke" betrifft, noch immer ein vollkommen falsches Weltbild.
      Ich möchte den Thread nicht unnötig in die Länge ziehen. Es ist ja auch alles schon gesagt. Nur zum letzten Punkt ein paar Bemerkungen.

      Asien & Fotografie ist ja irgendwie mein Thema. Aktuell mache ich gerade eine Serie mit sehr jungen Fotografen, die z.T. in Europa studieren oder studiert haben und von Kommerziell bis Frei, von Analog bis Digital unterwegs sind. In Asien lassen sich diese Artikel ganz gut verkaufen, in DE biete ich die eher wie sauer Bier an. (Lediglich Ho Fans Tod hatte kurz den Fokus ein wenig verschoben ...) Neben der genannten FE 01/15 mit Yu Xiang, gibt es noch einen Artikel über den CN-Kunstmarkt FE 09/15 und ein Interview mit dem Architekturfotografen HG Esch 01/16 zu »Chinaflug«.

      Die wichtigste und größte chinesische Zeitschrift ist »Photographer's Companion« (nur Chinesisch). Wer des Englischen mächtig ist, dem empfehle ich »The Invisible Photographer«. Dieses Angebot umfasst alle asiatischen Länder. Leider ist darunter gelegentliche belangloser Kram westlicher Fotografen der Sorte, »Meine Reise nach X«, »Meine Tage in Y«, »Meine Sicht auf Z«. XYZ steht für irgendwas in Asien. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Fotografen meist nur die Exotik suchen (und finden). Denen ist der asiatische Alltag, deren Kunst, deren Codes ... reichlich wumpe.

      Und diese Art von Fotografie ist genau die, welche man auch zum überwiegenden Teil in Europa vorgesetzt bekommt. Es ist ungefähr so, wie wenn man Deutschland mit Bayern & Oktoberfest gleichziehen würde. In beiden Fällen gibt es eine Erwartungshaltung, die auch damit zu tun hat, dass man sich nicht wirklich mit dem anderen abgeben möchte.

      Die EU-Verlage machen es sich da auch reichlich einfach. Üblicherweise lassen sie sich Reisen von Reiseveranstaltern sponsoren und der Foto"journalist" soll dann etwas Brauchbares daraus machen. Das kann nicht funktionieren, selbst wenn der Fotograf noch so gut ist. Rauskommen tut immer Neuschwanstein, Lederhosen & Bierexzesse beziehungsweise Nachtmärkte, Hochhäuser & viele Mopeds. Und so kommt es, dass wir uns gegenseitig unsere Disneylands zeigen.

      Das bringt mich zurueck zu dem Großformat. Eventuell steckt darin ja eine Chance? Fährt man von meiner Wohnung aus nur 50-100 Kilometer nach Westen, entdeckt man ein sehr unverbrauchtes China (z.T. auch urban). Die GF-Workshops von Chamonix finden genau dort statt. Die Leute zeigen den GF-Fotografen – auch den Ausländern gegenüber – ein deutlich anderes Gesicht als den Digiknipsern im Vorbeiflug. GF hätte evtl. das Zeug, gegen diese Reisebildchen anzustinken. Mal sehen ... ;)

      Sven

      PS: Vom 13-16. Juli wird die International Photographic Equipment and Digital Imaging Exhibition stattfinden. Ich werde da sein und wenn mir was grossformatiges auffaellt, auch hier berichten.
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      "Perfection is finally attained not when there is no longer anything to add, but when there is no longer anything to take away." - Antoine de Saint-Exupéry
    • bequalm schrieb:

      Ein aus Deiner drübigen Sicht doch wieder objektiven Bericht zur dortigen Entwicklung würde ich sehr gerne lesen, ich habe, was diese "Ecke" betrifft, noch immer ein vollkommen falsches Weltbild.

      VG,
      Ritchie
      lieber ritchie,

      einen "objektiven" bericht? was soll das sein? und: wie soll das gehen?

      ok, wir hatten in diesem thread soeben schon mal das thema "roboterjournalismus" belüftet (und einen anderen "urheber" objektiver berichte kann ich mir nicht denken), aber ich denke das wir ausschließen können das der forist "sventetzlaff" ein bot oder eine maschine ist. seine texte wirken - auf mich jedenfalls - sehr stark...humanoid.

      oder müssen wir den turing-test machen?

      ;)