Espresso....

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Moin,

      in anderen Foren wuerde man jetzt schreiben: gute Idee oder "gut gesehen" oder so. Aber das ist nicht alles.

      Die Idee finde ich wirklich gut -- das kontrastreiche Aufloesen der Begrenzungen passt zum Objekt. Aber ich haette ein paar technische Maengel, die nur meine Meinung wiederspiegeln:
      - das Anschlusskabel gehoert nicht aufs Bild
      - die Maschine ist wenigstens im obigen Bild nicht sauber ausgerichtet
      - die Unschaerfe (des Hebels/Griffs vorne) passt leider auch nicht

      Und eine Idee haette ich auch: das Gitter obendrauf sieht sehr interessant aus; aber irgendwie wirkt die Perspektive noch nicht ausgereift. "Strenge" Zentralprojektion waere vielleicht passender? Und der Bildwinkel passt nicht so recht fuer meinen Geschmack -- ist das ein 90er oder 120er? Ich wuerde es wahrscheinlich mit einer laengeren Brennweite -- 180mm oder aufwaerts -- probieren.

      Gruesse,
      Christoph

      [Und nur zur Anmerkung: ich schreibe nur etwas, wenn mir ein Bild wirklich gefaellt.]
      A shelve of pickled objects looks just like a dictionary.
    • Moin Christoph,

      vielen Dank, dass Du Dich so ausgiebig mit meinem Bild beschäftigst hast. Bei der Vorbereitung zur Aufnahme hatte ich schon bemerkt, dass ich eigentlich auf der Mattscheibe schon viel zu wenig sehe...unter anderem ist mir auch entgangen, dass sich an der Wasserauffangschale unten der Teppichboden spiegelt....blöd....auf die Ausrichtung muss ich beim nächsten Mal also auch besser achten....genauso habe ich das Kabel auch nicht gesehen....wegstempeln im Scan wollte ich es dann aber auch nicht...es gehört ja irgendwie dann doch zur Maschine....die Perspektive ist mir zu sehr von oben, vielleicht ist es das, was Dir vom Bildwinkel her auch nicht passt...für das Gitter hätte das Licht vielleicht etwas weiter von oben kommen müssen....also, ich übe weiter...immerhin war ich mit der Belichtung zufrieden, ich habe nur diesen einen Schuss gemacht...und die Brennweite war übrigens 150mm....ein besseres Dunkeltuch brauch' ich auf jeden Fall :D demnächst kommt dann der zweite Versuch...

      Grüße
      Matthias
    • Hi Matthias,

      das erklaert noch ein wenig mehr. Ich hatte mich gefragt, warum die untere Front nicht auch spiegelglaenzend ist -- das ist der Teppich!

      Mit dem Bildwinkel bin ich mir nicht so sicher, es wirkt einfach nicht so richtig in "dramatisch" und auch nicht abgeklaert. Dramatischer faende ich eine entzerrte Projektion von Hoehe knapp der Unterkannte ("das Riesenufo"), abgeklaerter die dokumentarische Frontalprojektion. Ist jedenfalls ein sehr interessantes und durchaus anspruchsvolles Photoobjekt.

      Vielleicht kann ja einer der Profis mal erklaeren, wie man einen solchen Lichtaufbau macht. Spiegelnde Sachen finde ich sehr anspruchsvoll. Ich habe mal Autoaufnahmen gemacht, bei denen nur die Silhouette leuchten sollte. War ganz schoen viel Arbeit mit Leuchtroehren und weissen Tuechern an der Garagendecke.

      Gruesse,
      Christoph
      A shelve of pickled objects looks just like a dictionary.
    • Da die spiegelnden Flächen auch alles zeigen, was sich vor der Maschine in Richtung Kamera befindet, muss Du zusehen, dass diese Flächen entweder ganz weiss sind (überstrahlen) oder schwarz sind, damit Du keine Spiegelungen hast. Im Extremfall stellst Du die Maschine also in ein weisses Lichtzelt oder umgibst sie mit schwarzen Samt, dann fotografierst Du durch ein kleines Loch in diesem Zelt.

      Hier das originale Produktfoto, wo man in den Spiegelungen auf der E61-Brühgruppe bzw. dem Griff des Siebträgers ( ;) ) ganz gut die Beleuchtung erkennen kann:



      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • interessant, dass sich das Originale Produktfoto von der Perspektive und auch vom Licht her gar nicht so viel unterscheidet....ich hatte mir das nicht vorher angesehen....ich habe auch mit zwei Blitzen in Softboxen von links und rechts beleuchtet....digital habe ich auch ein Bild, das eher in der Höhe der Brühgruppe ausgerichtet ist, da ist auch die Fläche unten schön schwarz....ich bin nur mit meinem Stativ für die GF nicht so weit runter gekommen und war zu faul die Maschine auf einen höheren Tisch zu stellen ....Hintergrund war schwarzes Molton....

      Gruß, Matthias
    • Ah, mal eine vernünftige Bilddiskussion - da mach ich mit.

      Also an der Ausleuchtung habe ich meine Freude, mir gefällt das so.
      Das Kabel gehört sicher nicht zu einem guten Produktfoto, aber wie es sich hier unaufdringlich durchs Bild schlängelt, stört mich in diesem Fall, sonst schon, mal nicht.
      Könnte man direkt noch ein wenig in Szene setzen..

      Aber, wie bereits erwähnt, schon beim ersten Anblick stören auch mich die Schrägen und die Perspektive.
      Dies ist der Grund, warum solche Photos bei mir meist 1 oder 2 Stunden dauern - ich weiß nicht wies geht,deswegen schiebe ich solange rum, bis mir die Mattscheibe zusagt :)
      Tatsächlich packe ich bei "Unglücklicher Hand ein", und mache am nächsten Tag weiter, bzw lasse stehen und beurteile am nächsten Tag noch mal mit frischem Blick.


      Was mir an der Wirkung noch auffällt:
      aus der dreidimensionalen Ansicht wird nach oben eher eine Zweidimensionale, zumindest an meinem faden Monitor.
      So verwirrt mich das etwas beim Betrachten.
      Ich würde vermutlich den Deckel des Gerätes totschwärzen, das könnte ich mir wirklich sehr gut vorstellen - oder hinten oben einen fipsigen Lichtsaum plazieren.
      Wahrscheinlich Beides :)

      VG,
      Ritchie
    • Hallo Ritchie,
      leider fehlt mir der der Platz und das Verständnis meiner Mitbewohner, um den Aufbau stehen zu lassen ....ich werde mich aber nochmal dran machen und versuchen die Perspektive besser hinzukriegen....im Moment denke ich, dass ich mit der Kamera mehr in Höhe der Brühgruppe zu gehen, dann sieht der obere Rand auch schon anders aus....Kabel und Teppichspiegelung sollten auch raus....mal sehen, wie es dann kommt, ich werde das Ergebnis hier zeigen....

      Gruß aus dem Havelland nach Oberhavel
      Matthias
    • Hi Matthias,

      mal wieder (m)eine Meinung. Es geht in die richtige Richtung, aber ich denke, Du hast nicht genug auf der Mattscheibe gesehen. Es ist eine leichte Kippung nach rechts (kann auch am Scan liegen), "schlimmer" aber wiegt, dass das Bild nicht zentral aufgenommen ist -- ich denke, dass zum einen die Bildebene nicht senkrecht zur Front stand (leichte Flucht) und Du ein gutes Stueck nicht zentral (links-rechts) daneben liegst.

      Die doppelte Entzerrung ueberfordert meine GIMP-Kuenste; ich habe mir mal erlaubt eine Entzerrung zu versuchen. Bitte sag mir unbedingt bescheid, ob das OK ist, dass ich das Bild veraendert wieder hochgeladen habe. Falls nicht, dann nehme ich es sofort wieder raus (und bitte um Entschuldigung).

      Also:
      Bilder
      • modified.jpg

        88,57 kB, 940×810, 39 mal angesehen
      A shelve of pickled objects looks just like a dictionary.
    • Hi Christoph,
      erstmal...ich habe überhaupt kein Problem mit bearbeiteten Bildern. Wenn ich Bilder einstelle (mache ich ja nicht so oft), bin ich froh, wenn sich jemand damit beschäftigt und sich dazu äußert...das ist ja der Sinn, ich (wir?) will/wollen uns ja weiter entwickeln, man lernt nie aus...also immer ran, ich bin gerade bei diesem etwas kniffeligen Motiv dankbar für jeden Hinweis...auch wenn ich das nur aus Spaß und für mich mache....so, jetzt zum Bild...ich weiß nicht, wo die Verzerrung herkommt....die Kamera war nach den angebauten Wasserwaagen ausgerichtet...wie machst du/ihr das? Ich glaube ich sollte beim nächsten Aufau dann die Entfernungen zum Motiv mal messen, um festzustellen, ob ich da irgendwie schief bin...nach Augenmaß sah es eigentlich ganz gut aus...dass ich wieder nicht ganz zentral war, sehe ich jetzt am Bild auch, ich hätte da mehr aus Gitter unten achten sollen...aber ist diese leichte Seitenansicht nicht etwas angenehmer? Ich bin mir nicht sicher....ich komme mehr aus der technischen Fotografie und habe eigentlich nie solche Produktfotos gemacht...spannend für mich...

      Gruß
      Matthias
    • ...einen der verunglückten Versuche zeige ich dann doch....dummer Fehler zum Schmunzeln...wenn ich das Bild vorher näher angesehen hätte, hätte es mir aber helfen können...man sieht an der unteren Spiegelfläche der Wasserschale die Spiegelung des Statives...das habe ich für spätere Versuche abgedeckt (wie ich auch das Tuch, auf dem die Maschine steht, glattgezogen habe)...nur, dass das Stativ nicht zentrisch steht habe ich nicht realisiert...merke...ich sollte die Bilder näher untersuchen...aber immerhin eine schöne Doppelbelichtung...und es dokumentiert ein bisschen meinen Weg zum Bild oben...

    • Die eingebauten Wasserwaagen helfen hier nur bedingt. Besser ist eine Mattscheibe mit Gitternetzlininien, wie sie auch bei der Architekturfotografie von Vorteil ist. An den Gitternetzlinien kann man dann horizontale und/oder vertikale Kanten der Espressomaschine (bzw. der Gebäude) perfekt ausrichten.

      Lichttechnisch finde ich die zweite Version aber schon recht interessant!

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • Hi Matthias!

      Ich stimme Andreas zu, die an/eingebauten Wasserwaagen an der Kamera sind eher Ballast als echte Hilfe. VIelleicht ist das bei anderen Kameras anders, aber bei meinen sind sie bestenfalls eine grobe Voreinstellungshilfe.
      Fuer die Vertikale -- wenn verfuegbar Linien -- nehme ich zu allererst die Mattscheibenlinien zu Hilfe. Fuer vollkommen Verzerrungsfreie Abbildung muss die Film/Bildebene exakt parallel zum Objekt sein. Das ist oft genug schwierig moeglich. Bei der Kaffeemaschine kannst Du allerdings Kameraaufbau und Objektaufbau komplett kontrollieren.
      Mein wichtigstes Hilfsmittel ueberhaupt ist meine Praezisionwasserwaage, mit einfachen Baumarktmodellen ist man meistens zu ungenau. Damit wuerde ich erst das Objekt ausrichten, d.h. praezise Links/Rechtsausrichtung (waagerecht auf dem Tisch stehen) so dass die Front exakt senkrecht steht (kontrollieren!). Dann die Kamera genauso ausrichten, d.h. auf der Mattscheibe kontrollieren, dass sie absolut senkrecht ist. Dann ist die wichtigste Voraussetzung schon erfuellt. Wenn man jetzt noch genau auf die Mitte ausrichten kann, dann hat man alles zusammen. Das kann auch schonmal sehr viel nachmessen und einstellen bedeuten.

      In anderen Faellen kann man schon ziemlich viel Auwand betreiben, um Parallelitaet sicherzustellen. Bei meinem Vergroesserer nehme ich dazu zum Beispiel einen Laserpointer, um Negativhalter und Grundplatte parallel zu bekommen.

      Gruesse,
      Christoph
      A shelve of pickled objects looks just like a dictionary.