Warum photographiert ihr mit Grossformat?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Nö. Die Verarbeitungsqualität der Kardan ist genauso in Ordnung wie bei anderen Herstellern auch, aber nun auch nix Besonderes. Ich benutz die Kardan ST, das ist der etwas einfachere Vorgänger der re, als Zweitkamera für Stillleben im Studio. Aber selbst da hätte ich mir eher eine Sinar zugelegt wenn ich die ST nicht für wirklich kleines Geld bekommen hätte.

      Für draussen find ich die Technika einfach schöner oder eben etwas in Richtung Chamonix. Drauf schrauben aufmachen ferrtig. Bis du die Kardan zusammen gebaut hast ist die Sonne schon im Meer versunkenen. Und eine gebrauchte Technika in vernüftigen Zustand bekommst du beim Fachhändler zum gleichen Preis wie die re und wenn Glück hast mit zwei Objektiven.

      Gruss Sven.
    • Da faellt mir auf, dass das ein weiterer Grund ist mit Grossformat zu photographieren -- das urspruengliche topic:
      - man kann entweder die Linsenebene oder die Filmebene bewegen

      Nebenbei finde ich das bei Klappkameras ziemlich irritierend, dass alles ueber die Bildstandarte gemacht werden muss. Geht natuerlich auch und bei den "ueblichen" Anwendungsfaellen macht es keinen grossen Unterschied. Aber torkelfreie Kameras sind mitunter eine riesige Erleichterung -- oder gibt es eine Architekturgeeignete Klappkamera? Abhilfe kann natuerlich auch ein grosser Shiftweg mit flexiblem Balgen liefern. Mag meine Angewohnheit sein, aber ich wuerde vom Gefuehl her praktisch nie mit der Bildstandarte fokussieren. Selbst wenn ich Makroaufnahmen auf anderen Formaten mache, dann setze ich erst den Fokuspunkt am Objektiv und bewege dann die ganze Kamera, bis die Abbildung meiner Idee entspricht. Und das geht doch mit einer verstellbaren Kamera erheblich einfacher.

      Aber natuerlich bedeutet das eigentlich "verstellbare" Kamera und nicht "GF".

      cheers
      A shelve of pickled objects looks just like a dictionary.
    • cherub schrieb:

      Abhilfe kann natuerlich auch ein grosser Shiftweg mit flexiblem Balgen liefern.
      Da sind die Kamerakonzepte unterschiedlich, um weitgehende Torkelfreiheit zu erreichen. Wenn man vermeiden kann, die Bank zu neigen. steht man schon mal gut da. Dann muß man eben die Shiftwege verlängern _> indirekte Verstellung.
      Direkte und indirekte Verstellung führen zum selben Ergebnis; dies hängt ja nur davon ab, wie die Standarten zueinander stehen (für den, der sein Geld mit solch einer Kamera verdient, ist dann noch die Zeit interessant, die er zum Aufbauen braucht). Da die Standarten in der Endposition bei beiden Verstellkonzepten gleich zueinander stehen, ist der Balgen in beiden Fällen gleich gefordert.

      Die Frage, mit welcher Standarte die Fokussierung und die Hoch- oder Tiefverstellung erfolgt, wird bei Tabletops (Nahbereich) entscheidend. Bei Architektur macht ein um 5cm geänderter Kamerastandpunkt nichts aus. (Deshalb benutze ich drinnen eine Kamera auf optischer Bank und draußen eine Master Technika - die reicht für die meisetn Architekturfotos aus.)

      Mein Argument für eine Großformatkamera ist verstellbare Kamera. Da ist die 4x5" mit großen Verstellwegen und großer Objektivauswahl bei noch moderaten Materialkosten die ideale Lösung.
    • Habe ein kleines ungelöstes Problem, wobei mir sicher hier weitergeholfen werden kann:
      Da ich -wie schon angesprochen- mit einer Linhof Kardan re spekuliere, interessiert mich die Befestigungsmöglichkeit auf dem Stativ.
      Die relativ lange Schiene der Kamera sollt m.E. auch relativ großflächig auf der relativ großen Auflagefläche des Neigers (Gitzo 1570 M) aufliegen. Ein Schnellwechsel System würde hier wohl nicht greifen, da es nur relativ kleine Adapterplatten gibt. Am besten wäre nach meiner Vorstellung eine Befestigung mit zwei Schrauben - der Gitzo Kopf bietet zwei Gewinde. Dann ist die Montage aber aufwändig. Gibt es vielleicht eine großflächige Platte, die man auf den Kopf schraubt mit Arca Swiss System? Nach meinen Infos ist die Schiene der Kardan Arca Swiss kompatibel.
      Danke im Voraus
      Wolu
    • Wolu schrieb:

      Habe ein kleines ungelöstes Problem, wobei mir sicher hier weitergeholfen werden kann:
      Moin

      dann will ich mal den Versuch wagen, obwohl meine Linhof Erfahrungen liegen nun schon sooooooooooooooooo lange her =O

      eigentlich hat jede GF die Möglichkeit die Klammer an der Laufschiene(Op. Bank) hin und her zu schieben.....
      damit kannst du auch die Balance der Kamera einstellen, denn mit fetten Linsen kann das ganz schnell kippelig werden

      ich habe an meinen Sinars diese Doppel-Loch-Schiene mit zweitem Halter/Klemme...
      sehr gut wenn man viel Auszug hat

      Adakterplatten....sollten schon was hermachen....meine Allroud Platte war die Schnellwechsel Einheit von Horseman...
      die habe ich sogar an an drei Kamera vormontiert, geht bestens :thumbup:
      Mfg gpo
    • Hallo gpo,

      vielen Dank für die schnelle Antwort :P .

      Zum Verständnis: Zur Realisierung eines Schnellwechsels schraube ich auf die Auflage des Statvkopfes (Neiger) eine Schnellwechselplatte und an die Laufschiene eine entsprechende Platte. Meine Sorge ist, dass beide Platten eher zu klein sein könnten, um genügend Stabilität zu erreichen. Letztlich reduziert sich ja die Auflagefläche für die Kamera auf die Fläche der Platten. Wie groß ist z.B. die Schnellwechseleinheit von Horseman ungefähr?
      Gruß
      Wolu
    • @wolu: Mach doch bitte für Deine speziellen Fragen zu dem Kauf einer Linhof Kardan re (oder Chamonix, ...) einen separaten Thread auf. Die Fragen haben nun garnichts mehr mit dem Thema zu tun - man findet sich sonst bei einer Suche im Forum zu einem bestimmten Thema nicht mehr zurecht.

      Grüsse
      Andreas (Admin)
      To infinity... and beyond!
    • Urnes schrieb:

      Linhof bietet auch passende Schnellwechseleinheiten an. Sind aber nicht Arca kompatibel. Dafür springt sie automatisch zu wenn du Kamera einlegst. Das Teil ist etwas länger als der Standardiumbus den du zu Befestigung brauchst. Der lässt hinter dem Arettierunghebel einschieben. So hast du ihn immer dabei

      Gruss Sven
      Hallo Sven,

      Vielen Dank für den Hinweis. Werde dem nachgehen.

      Wolu
    • Wer nicht weiß, was Torkeln bei einer Fachkamera ist, der sieht hier auf dem letzten Bild ein Beispiel:

      jobo.com/chamonix/c810v-chamonix-8x10

      Die Frontstandarte ist gegenüber dem Rückteil verdreht.
      Um das zu vermeiden, haben Kameras auf optischer Bank entweder sehr lange Shift-Wege oder eine Neigung der Standarten unterhalb des Drehgelenks.
      Die im Foto gezeigte Situation dürfte auch bei gängigem Einsatz einer solchen Kamera nicht auftreten. Da haben Kameras auf optischer Bank konstruktive Vorteile.
    • Nach meinem Verständnis ist eine Kamera dann Torkelfrei, wenn auch mit gekipptem Bankrohr/Schiene die Drehachsen für den Schwenk immer noch senkrecht gestellt werden können.
      Das kann weder die Technikardan, noch die RE. Die M679cs z.B. kann das.

      Bleibt die Frage, wann man das braucht.

      Das Problem tritt ja nur auf, wenn man die Kamera nicht waagerecht ausrichtet, und das muss man nur machen wenn der Shift an den Standarten nicht ausreicht. Und man dann gleichzeitig noch horizontal die Schärfeebene kippen will. Bei meinen Objektiven ist meistens der Bildkreis zu ende bevor der Shiftbereich der Kamera endet.
      In der Produktfotografie mag das ein Thema sein. Beim fotografieren von Landschaften und Architektur ist das eher keins. Vielleicht mit einer Ausnahme, wenn man an Laufbodenkameras den Boden abklappen muss, um nach unten zu shiften, oder damit er bei Weitwinkeln nicht im Bild ist. Auch dann torkelt bei vielen Kameras die Frontstandarte. Aber um Laufboden gings ja nicht...
      Grüße
      Steffen
    • Die Technikardan ist ebenfalls torkelfrei. "Extreme indirekte Parallelverschiebungen sind bei völliger Torkelfreiheit möglich. Das geringe Gewicht der Kamera gestattet eine Neigung um 90 Grad. Objektiv- und Mattscheibenebene schwenken in der Mitte der optischen Achse." Zitat aus dem Prospekt.

      Die Seitenverschiebung vorne und hinten wird dann zur Hoch- bzw. Tiefverschiebung bei hochgestellter bzw. geneigter Schiene.
    • Ich mag meine Technikardan wirklich, aber das ist reines Marketinggeschwafel...

      Das Torkeln zu umgehen indem man die Kamera auf die Seite legt geht wohl mit jeder Fach-Kamera.
      Und bei einer klassischen optischen Bank mit Rohr ist das sogar eine leichte Übung.
      Bei der Technikardan hingegen braucht man erst mal einen Stativkopf der das überhaupt erlaubt, "leichtes Gewicht" hin oder her.

      Das mit dem Torkeln wird nach meinem Eindruck oft total überbewertet.
      Wer seine Kamera so extrem verstellen muss, für den ist eine Technikardan definitiv nicht das optimale Gerät. Die Kamera hat andere Stärken.
      Grüße
      Steffen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von zoz ()