Warum photographiert ihr mit Grossformat?

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    • da die halbe diskusion hier im thread mittlerweile schon off topic ist, spielt´s eh schon keine rolle mehr. deswegen:

      ich habe sehr gute erfahrungen mit dem monster aus dem hause manfrotto gemacht: dem 161.

      das wiegt zwar fast 10 kilo, eine p2 8x10 mit doppelbankhalter oder dem sinarblock, messkassette und neiger sowie einem 360er drauf ist aber auch nicht leicht. auto ist natürlich pflicht (oder man hat einen georgischen gewichtheber als caddy). ich habe bisher kein größeres und stabileres stativ für outdoor gefunden (lasse mich aber gern vom gegenteil überzeugen).

      das stativ kann man bis fast 3 meter hochfahren. die schenkel lassen sich im zweifelsfall auch als gerüstrohr benutzen :D . ich habe das ding in istrien auch schon mal als rahmen für´s moskitonetz benutzt (doppelbett, kein scheiß!), so groß ist der mögliche raum darunter. nur am mal die dimensionen zu verdeutlichen.

      extrem stabil, hält ewig und super verarbeitet.

      leider teuer.
    • Danke für den Hinweis.
      Interessant kommen mir auch die Kameras von Chamonix vor. Diese werden seit einiger Zeit in Deutschland von der renommierten Firma Jobo in Gummersbach vertrieben (siehe die Webside von Jobo).
      Hatte schon vorher von Chamonix gehört, die nur aus China direkt importiert wurden. In den Netzen wird die Marke aber durchwegs recht positiv dargestellt. Preis-Leistung scheint gut zu sein.
      Wolu
    • Diesch schrieb:

      Die Kameras von Charmonix sind aber ein völlig anderes Kamerakonzept als die von dir genannte Linhof (optische Bank mit sehr viel Verstellmöglichkeiten - Studio geeignet).
      Stimmt. Aber grundsätzlich erfüllen beide das gleiche Prinzip.
      Die Linhof Kardan re soll als „Einsteiger“ Kamera sehr gut verarbeitet sein und in der Tat die wichtigsten Verstellmöglichkeiten bieten. Auch der Preis scheint dafür akzeptabel - Linhof Qualität!
      Auch soll das Packmaß für den Transport (drehbare Standarten auf Parallelität) ertragbar sein.
      Echte Alternativen in dieser Klasse (bezogen auf Qualitätsmerkmale) habe ich bis jetzt nicht gesehen.
      Gruß
      Wolu
    • Nun ja, so ganz lässt sich die Kardan re aber nicht mit einer Chamonix 4x5” vergleichen. Eine kompakte Chamonix 45H-1 wiegt z.B. etwa 2000 Gramm, während die Kardan re 3900 Gramm wiegt. Du könntest also anstelle der Kardan re zwei Chamonixs in Deine Tasche legen. Vom Volumen her werden sie auch deutlich kleiner sein.

      Die Frage ist also, was genau Du mit der Kamera machen willst. Eine Kardan eignet sich eher für weniger mobile Anwendungen, die Chamonix besser für unterwegs.

      Grüsse
      Andreas (mit Chamonix und/oder Linhof unterwegs, je nach Anforderung ;) )
      To infinity... and beyond!
    • Vielleicht könnte die Diskussion, worauf, und mit was man fortografiert/fotografieren möchte, auch mal separat diskutiert werden.
      Um hier den Anschluß an die Abweichler kurz zu halten, aber die Kurve zum Thema wieder zu bekommen, kann ich mal erwähnen, warum ich NICHT mit GF fotografiert hatte - weil nämlich das schwere Gewicht auf dem Rücken eine Belastung darstellte, und darüberhinaus das Aufgebaue einer optischen Bank zunehmend widerlicher wurde, zumindest mir als damaligem Fahrradfahrer, der nun auch noch ein heftiges Stativ zu transportieren hatte.
      Mit Auto sieht das wieder anders aus, zumal wenn man mit seinem Gerödel nicht noch zu Fuß 10 Km ins Unterholz vordringen will.

      Meine damalige Entscheidung zu der Shen Hao HZX jedenfalls war diesbezüglich folgerichtig, und sie begünstigte meine Fotografie auf vielseitige Art.
      Die Ausrüstung wurde kompakter, leichter.
      Der Aufbau der Shen Hao ist binnen Sekunden fast schußfertig vollzogen.Einstellen/Fokussieren muß man da natürlich auch noch..

      Diese Kamera war nicht nur ein Stück zu bedienende Technik, und darüberhinaus einfach und schnell zu bedienende Technik, sondern eine Kamera, welche mir wegen Haptik und Optik ein zusätzlich Maß an Freude bereitete.
      Fast war sie schon eine Immerdabei-Kamera; zumindest war ein kleiner Rucksack stets griffbereit gepackt, und wurde von mir fleißig gegrapscht, auf dem Weg nach draussen.
      Ich hate schlicht und einfach Lust, diese Kamera zu benutzen!
      Das sah bei meinem Metall-Feldpanzer Mentor, als auch bei meinen Plaubel Bänken leider anders aus, da wollte ich irgendwann nicht mehr so recht ran, das war schon fast Arbeit und kein Hobby.

      Mit GF fotografiere ich wiederum, weil ich in erster Linie Spaß daran haben möchte, der mir durch falsches Equipment nicht vergällt werden darf.
      Ich schätze die Einzelblatt-Beknipsung, und das große Negativ in der Hand vermittelt mit schon dort eine Wertigleit, die sich bei genügend Aufwand auch im Positiv wiederspiegelt.

      Und ich liebe das Unbeschränkte in alle Richtungen; ob Objektiv,neu, alt, sauscharf, lässig verblörrt, ob Negativformat, Endformat, ob Bank, ob Holzkamera,ob Kauffilm oder Selbstbeschichtung, ich kann mich in alle Richtungen frei entfalten, und handhabe das auch so, mit immer noch zunehmender Tendenz.

      VG,
      Ritchie
    • Andreas schrieb:

      Nun ja, so ganz lässt sich die Kardan re aber nicht mit einer Chamonix 4x5” vergleichen.
      Genau, da ist z.B. der Aspekt Parallelität der Standarten. Mit der Kardan geht das ganz leicht, hat die Charmonix entsprechende Rasten? Wenn nicht, ist das schon eine schwere Aufgabe. Die Kardan hat ein Konzept um weitgehend torkelfrei zu sein. Bei der Charmonix kommt man u.U. gar nicht in die Verlegenheit, weil solche Einstellungen gar nicht möglich sind.
      Also ist die wichtigste Überlegung zunächst: welchen Einsatz soll die Kamera haben?

      Zu der allgemeinen Frage über den Gebrauch der Großformatkamera könnte man auch noch die Fragestellung nach den alternativen Verfahren gesellen. Als diese Verfahren ursprünglich durchgeführt wurden, gab es noch kein brauchbares Filmmaterial und auch keine brauchbaren Fotopapiere. Da war das dann auch kein alternatives Verfahren. Warum sollte man jetzt so etwas machen. Die Ergebnisse sind ja durchweg technisch schlechter als die Ergebnisse von modernem Film mit modernem Fotopapier.
    • Ich sehe das mit der Verfügbarkeit von Alternativen zu damals angeblich alternativloser Marktlage entschieden anders, ebenso wie die angeführte " technische Verschlechterung" durch das Anwenden alternativer Verfahren.
      Der qualitative Höhepunkt dürfte wohl ein seinerzeitiger Lichtdruck gewesen sein, und die unvergleichlichen Vorzüge von Carbonprints, ja auch von Platindrucken, sind sicher nicht von der Hand zu weisen.
      Man muß es halt nur können :)

      Tja, machen tut man das aber auch, weil man Unikate schaffen möchte.
      Weil man reliefartige Bilder (Carbon), oder Farbe (Bromöl) ins Schwarzweiss bringen möchte.
      Weil man große Kontakte von großen Negativen erstellen möchte.


      Wenn ich mal genau hinschaue, sind es in der Regel sogar technisch schlechte Bilder, die mich begeistern.
      Die sind dann aber nicht zufällig "schlecht", sondern bewusst schlecht - die Charakteristika des jeweiligen Prozesses sind also gerne in Anspruch genommen worden.

      Wenn es legitim ist, die neue Sachlichkeit, oder den f/64-Hype zu leben, dann dürfte es auch legitim sein, auf den Spuren der Pictorialisten, oder der Alternativlosen zu wandeln.

      Mit KB und Druck hätte ich arge Probleme, digital will ich nicht, also knispe ich auch mit GF, um zukünftig
      alternativ kontakten zu können.
      Dazu wieder die einfachste aller Antworten:
      Ich finde die Ergebnisse sensationell, ich will das auch machen.
      Hobby eben - da ist manchmal schon der Weg das heere Ziel..

      VG,
      Ritchie
    • Diesch schrieb:

      Genau, da ist z.B. der Aspekt Parallelität der Standarten. Mit der Kardan geht das ganz leicht, hat die Charmonix entsprechende Rasten? Wenn nicht, ist das schon eine schwere Aufgabe. Die Kardan hat ein Konzept um weitgehend torkelfrei zu sein. Bei der Charmonix kommt man u.U. gar nicht in die Verlegenheit, weil solche Einstellungen gar nicht möglich sind.
      Also ist die wichtigste Überlegung zunächst: welchen Einsatz soll die Kamera haben?
      Das mit der Parallelität der Standarten ist ein Argument (hatte ich auch schon weiter obern angeführt). Diese sollen dann parallel zur Schiene stehen und insgesamt soll die Kamera dann noch gut zu verstauen sein. Bleibt allerdings das Gewicht, das im Verhältnis zur Chamonix doch hoch ist. Ich hoffe,dass dies der Verarbeitungsqualität bei der Linhof geschuldet ist.
      Gruß
      Wolu