Dunkles Dunkelkammerlicht

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    • Die unterschiedlichen Einwirkdauern liegen auch an der Farbe des Lichts. Eine der am hellsten empfundenen Dukalampen ist die Ilford SL 1. Sie hat bernsteinfarbenes Licht. So eine Lampe hatte ich viele Jahre erfolgreich im Einsatz. Man kann da bequem Zeitung lesen.

      Wenn man aber auch mit Foma-Papier arbeiten möchte, ist rotes Duka-Licht zwingend erforderlich. Rotes Dukalicht funktioniert mit allen Papieren, hat aber den Nachteil, dass ein höherer Kontrast vorgetäuscht wird. Daran kann man erkennen, dass die zulässige Einwirkdauer durchaus auch vom verwendeten Papier abhängen kann. D.h. mit der vorhandenen Duka-Lampe und jedem verwendeten Papiertyp muss man den Schleiertest machen. Wie oben schon gesagt, es ist ganz wichtig, dass beim Schleiertest das Papier schon vorbelichtet ist. Dadurch erhält man eine deutlich geringere zulässige Einwirkdauer als wenn man ohne Vorbelichtung testet. Das entspricht dann auch der Praxis, da sich dort die effektive Belichtung aus der Belichtung durch den Vergrößerer und durch die Dukableuchtung aufaddiert. Die Zeiten für eine Vorbelichtung müssen auch für jeden einzelnen Papiertyp separat bestimmt werden. Die Vorbelichtung muss so hoch sein, dass nach der Entwicklung gerade noch kein Grauschleier sichtbar ist (Probestreifen-Methode). Die zulässige Einwirkdauer des Dukalichts muss so lang sein wie die längste voraussichtliche Belichtungszeit + die Zeiten für die partiellen Nachbelichtungen. Sobald das Papier im Entwickler ist, sinkt durch dessen Einwirkung die Lichtempfindlichkeit des Papiers sofort deutlich, so dass die Naßverarbeitungszeiten nicht berücksichtigt werden müssen.

      Beste Grüße,
      Otto!
      https://www.fotografie-in-schwarz-weiss.de
    • Hallo,

      bei Fomabrom und Fomaspeed komme ich recht gut mit meiner alten NARVA - Rotlichtbirne zurecht. Ich habe aber noch eine angefangene Rolle Rollei Vintage zu stehen, und dieses Papier verschleiert bei dem Licht extremst. Das kriege ich nur mit dunkeldunkelrot verarbeitet. Die ersten Prints habe ich gebleicht, um den Schleier wieder runterzukriegen. Wenn da jemand eine hellere, erprobte Lösung anbieten kann, wäre super.

      Viele Grüße

      Ralf
    • Schwarzweißseher schrieb:

      Hallo,

      Ich habe in meiner Dunkelkammer ein Kaiser-Dukalicht, also diesen schwarzen Plastikkasten mit Rotfilter davor, den man um ein paar Grad im Winkel drehen kann. Irgendwie ist das stockdunkel. Ich sehe kaum was und muss die Lampe wirklich mit der Hand direkt über die Schalen halten, um überhaupt etwas zu sehen.
      Das kann es irgendwie nicht sein. Was habt ihr denn so an Beleuchtung für schwarzweiß, und vor allem: Wie viel Watt gehen okay für Barytpapier?

      Grüße Schwarzweißseher
      Ich habe 2 Osram-Duka-50-Leuchten in Betrieb, eine über den Schalen und eine über dem Papierbunker, die sind so hell, daß ich auch noch einen Bleistift auf dem Fußboden wiederfinde.

      Stichwort Natriumdampflampe: Gelbes Licht trotz Rotscheibe!!


      CU

      aragon
      Wo kämen wir hin,
      wenn jeder sagte, wo kämen wir hin
      und keiner ginge, um zu sehen
      wohin wir kämen,
      wenn wir gingen.