Homrich 8 x 10 Horizontalvergößerer Umrüstung auf LED

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    • Urnes schrieb:

      Hallo Christoph,

      genau das wollte ich wissen. Es ging mir nur darum zu ergründen ob du bei den LED das Spektrum evtl.schon vor dem Einbau feststellen kannst. Danke.

      Gruss Sven.

      hallo sven,

      ja klar, wie schon vorher in diesem thread erwähnt: von den LED-verkäufern die technischen datenblätter downloaden/erfragen. das selbe sollte man natürlich auch vom Hersteller des Fotopapiers erfragen.

      lg rené
    • Hi Sven,

      ja, das geht. Ich finde gerade auf Anhieb leider nicht mehr die Bauanleitung, wenn ich mal ein bisschen suchen kann, dann trage ich es nach. Man kann sich mit einem "einfachen" Gitter aus einem Schuhkarton ein sehr gutes Spektrometer bauen, mit dem sogar Aussagen ueber die betreffenden Wellenlaengen machen kann.

      Der Prinzipaufbau besteht aus einem schmalen Spalt (eine Rasierklinge zerbrechen und in einem Diarahmen eng aneinander kleben), einem Gitter und im passenden Winkel dazu ein Austrittsfenster (beim ersten Beugungsmaximum). Davon kann man dann mit einer Digitalkamera ein Bild machen. Mit zwei oder drei bekannten Quellen kann man dann eine Art Kalibration erstellen. Die Qualitaet laesst sich mit ein paar Streulichtblenden (z.B. Klorolle als Eintrittsfenster) und Linsen noch erheblich steigern.

      Das Gitter -- das exotischste Teil daran -- kann man fuer sehr wenig Geld beim auch sonst sehr empfehlenswerten Astromedia-shop bekommen. Und nein, ich bin in keiner Weise mit dem Laden verbunden, abgesehen davon, dass ich begeisterter Kunde bin.

      Gruesse,
      Christoph

      PS: ich habe den link gefunden; bin mir aber nicht mehr sicher, wie die policy bzgl verlinkter Seiten hier ist. Man kann entweder ueber die Seiten von Astromedia ueber die Seite des Handspektroskops und "mehr Info" hinkommen; oder per Google mit "selbstbau eines spektrometers fuer die digitalkamera", erster Treffer.
      „When you change the way you look at things, the things you look at change.“— Max Planck
    • Hallo Chrisoph,

      nein, ich habe keine Möglichkeit, das Spektrum zu messen. Daher nur fotografisch als Proof, siehe weiter oben. Das waren Aufnahmen für den Druck, die mittels der GMG-Software (Proofsoftware) mit dem Epson 4000 ausgegeben wurden. Die Repro, die ich hier gezeigt habe, ist nicht die Reproduktion des Ausdrucks, sondern die nur heruntergerechnete Datei dazu.
      Hier kann man eigentlich deutlich an den Fogra-Streifen , der Farb- Und Graukarte und des Kodak Targets sehen, daß zumidest fotografisch alle Farben originalgetreu wiedergegeben werden. Müsste also im Vergrößerer genauso funktionieren.

      Was ich nicht verstehe, ist die Aussage, man würde bei LEDs nur mit 5:1 und nicht mit 10:1 rechnen. Meine Vergleiche mit den Kaiser Halogenscheinwerfern zumindest ergab eine Ergebnis von 10:1 bzw. von 1:1 im Vergleich 100 Watt LED und 1000Watt Halogener bei gleichem Abstand. Gemessen wurde mit 2 LEDs bzw. 2 Halogenern im jeweilichen (Repro-) -Abstand von 2,5 Metern.

      Einen weiteren Versuch habe ich bei Gemälderepros mit bipolarisiertem Licht gemacht. Das muß ich oft einsetzen, wenn der Firnis auf dem Gemälde zu stark ist und ich Reflexe auf dem Gemälde vermeiden muß. Auch hier waren die Ergebnisse identisch.

      Ich sehe fotografisch also keinen (Farb-) -Unterschied zwischen den Tageslich-LEDs und den Halogenern. Meßtechnisch mag das anders sein, aber uns als Fotografen interessiert ja nur "was vorne rauskommt".

      Gruß
      Winfried
    • Moin Winfried,

      die Aussage "10:1" bei LEDs ist meistens auf die Lichtausbeite pro Watt bezogen, genauer gesagt den Lichtstrom (in Lumen) pro Leistung (in Watt). Gute LEDs kommen dabei derzeit auf Werte etwas oberhalb von 100 lm/W, je nach Farbe und Bauform. Bei klassischen Gluehlampen haengt der Wert von der Leistung ab. Gerne werden als Referenz Lampen um 20-30 Watt genommen, die kommen gerade mal auf den Werte um 10 lm/W. Bildet man nun das Verhaeltnis dieser Werte hocheffizienter LED und Funzeln, dann kommt auf den gern zitierten Wert 10. Realistischer sind mMn aber eher Gluehlampen mit Werten ab 100 Watt, insbesondere fuer photographische Anwendungen, dann kommt man eher auf 15 lm/W. Und meist nimmt man Halogenlampen in Schweinwerfern oder Vergroesserern, die eher "Effizienzen" von 20 lm/W haben (wie typische Vertreter der von Dir genannten Klasse). Damit kaeme man beim Vergleich mit hocheffizienten LEDs schon eher auf den Faktor fuenf. Gute warmweisse LEDs haben auch eher was von 80 lm/W.

      Im grunde genommen wollte ich nur darauf hinweisen, dass die haeufig benutzte Aussage des zehnfachen Lichtstroms bei gleicher Leistung etwas praezisiert werden muss.

      Der photographische Alltag (insbesondere fuer Profis) ist natuerlich der einzig relevante Test. Die von Dir genannte Anwendung (farbgetreue Reproduktion) ist jedenfalls einer der anspruchsvollsten Tests. Wenn ich das richtig verstanden habe, nimmst Du die Farbkorrektur ("Weisslichtabgleich") per Rechner vor -- oder "stimmen" die Werte der Farbkarte schon vorher mit den Referenzwerten ueberein? Von der Bildmanipulation im Rechner im Bezug auf Farben (inklusive Profiling und Proofing) kenne ich mich im Detail nicht aus. Wir sind hier ja auch in der (schwarzweissen) Dunkelkammer ;)

      Gruesse,
      Christoph
      „When you change the way you look at things, the things you look at change.“— Max Planck
    • Ich möchte noch einmal zu der Frage des Lichtspektrums von LED`s und Wirkung auf Multigradepapier zurückkommen. Ich hatte weiter vorn schon einmal folgendes gefragt :

      Grundsätzlich würde ein Test mit einem kurzen Streifen der LED`s
      Klarheit bringen , am besten mit den verschiedenen Ilford Multigrade
      Filtern. Dann wäre man im Klaren bezüglich des Lichtspektrums ( bei
      geringen Investitionskosten) und kann dann in die gesamten LED Streifen
      investieren.


      Leider habe ich noch keine Idee wie der Testaufbau aussehen könnte.
      Einfach nur das Papier mit den LED`s ohne Negativ belichten . Vielleicht
      auch im Kontaktprintverfahren ...
      Vielleicht hat da jemand eine Idee ?
      Andi Jung
      http://www.andi-jung.com/
    • cherub schrieb:

      Wenn ich das richtig verstanden habe, nimmst Du die Farbkorrektur ("Weisslichtabgleich") per Rechner vor -- oder "stimmen" die Werte der Farbkarte schon vorher mit den Referenzwerten ueberein? Von der Bildmanipulation im Rechner im Bezug auf Farben (inklusive Profiling und Proofing) kenne ich mich im Detail nicht aus. Wir sind hier ja auch in der (schwarzweissen) Dunkelkammer
      Nein. Natürlich geht das auch so. Ich nehme den Weißabgleich an der Kamera vor (digital). Hier kann ich meine Nikon D3x in zehnerstufen genau anpassen. Also machte ich Tests mit 5600 Grad Kelvin (so werden Farbdias und Farbnegative bei Kodak "eingestellt), - die waren etwas zu blau. Dann Stück für Stück runter und bei 5200 Grad Kelvin hatte ich genau das, was den "Film", sprich den Chip absolut farbneutral machte.
      Arbeite ich nun mit Film, dann kann ich hier mit den Kodak CC Korrekturfiltern arbeiten, um ihn auf 5200 Grad Kelvin umzurechnen. Das hatten wir bei Gemälderepros auch früher schon so gemacht, als wir noch mit den ARRI-Stufenlinsen mit 2000W gearbeitet hatten. Da sind die Glühbirnen extrem teuer und man läßt sie drin bis sie platzen. Und sie verlieren natürlich mit der Zeit die Farbtemperatur, so daß man dagegenfiltern musste. Bei Halogenern ist das anders, die halten Ihre Farbtemperatur fast bis zum Ende.

      Trotzdem, wenn auch hier o.T., mal ein Beispiel:
      Die Druckerei kennt natürlich weder das Ausgangsmaterial noch das aufgenommene Objekt. Sie halten sich strikt an den s.g. FOGRA-Keil, der beim Ausbelichten auf die Platte generell mit einbelichtet wird. Das ist deren Referenz. Daher stehe ich meist selbt mit an der Druckmaschine, um die Farbkorrektur dort selbst vornehmen zu können. 100% Original zum Objekt? = das wäre ein Traum, der wohl nie in Erfüllung gehen wird.

      Gruß
      Winfried
    • Winfried, Du arbeitest doch (hoffentlich) mit Raw-Dateien? Bei denen brauchst Du keinen Weissabgleich in der Kamera machen, da die so erzeugten RAW-Dateien noch gar keine Farbinformationen enthalten. Du sparst Dir lediglich, in Deinem Raw-Konverter beim Konvertieren die 5200 K anzugeben. Der Weissabgleich per Pipette in ACR, PS oder LR von einer Graukarte ist allerdings präziser als die ungefähre Voreinstellung in der Kamera.

      Grüsse
      Andreas
      To infinity... and beyond!
    • Hallo Andreas,

      viele arbeiten mit RAW-Dateien, ich nicht. Ich arbeite mit JPEG. Bei der D3x und anderen High End Kameras braucht es nicht unbedingt RAW, auch wenn es genauer sein könnte. Wir machen Vergrößerungen bis 2,3 Meter, ohne daß man sieht, daß es JEPG Dateien sind. RAW dauert mir einfach zu lange bei der Bearbeitung.
      Bei meiner Art der Fotografie muß ich am Endprodukt sehr wenig verändern, daher kann ich auf RAW verzichten. Vergleiche damit haben das ziemlich eindeutig ergeben.

      Ich habe das auch schon öfters gelesen (Foto-Presse) und Vergleiche gesehen. Wenn die Kamera sozusagen auf "Null" steht, hat man mit JPEG ebensolche guten Ergebnisse, wobei ich von eben entsprechenden Kameras von Nikon, Canon und Sony ausgehe, also die Oberklasse dieser Hersteller.
      Bei den Consumerkameras sieht das anders aus, da greift JPEG zu stark in die Dateien ein und verändert zu viel. das ist bei den reinen Profikameras anders, die machen nur das, was man an der Kamera einstellt.

      Früher hatte ich viel mit RAW gearbeitet und festgestellt, daß der Workflow dabei nur langer und aufwendiger ist, auch wenn man natürlich viel mehr dabei verändern kann.

      Gruß
      Winfried
    • Moin Andreas:

      AndreasJung schrieb:

      Ich möchte noch einmal zu der Frage des Lichtspektrums von LED`s und Wirkung auf Multigradepapier zurückkommen. Ich hatte weiter vorn schon einmal folgendes gefragt :
      [...]
      Leider habe ich noch keine Idee wie der Testaufbau aussehen könnte.
      Einfach nur das Papier mit den LED`s ohne Negativ belichten . Vielleicht
      auch im Kontaktprintverfahren ...
      Vielleicht hat da jemand eine Idee ?
      Meine Vorgehensweise: Ich habe den Praxistest immer mit einem Durchsicht-Graukeil im Kontaktkopierverfahren gemacht. Mit einem Densitometer kann man dann einerseits die Transmissionsdichte des Graukeils bestimmen (falls nicht genormt), und ueber den Reflexionswert die tatsaechliche Haerteabstufung. Bei farbigen LEDs habe ich den Tests jeweils einmal mit und einmal ohne MG Filter gemacht, sonst natuerlich (?) immer mit Filter. Mit dem haeufigeren Ergebnis, dass ich trotz zehnfacher Belichtungszeit ab Filter Haerte 4 nur weisses Papier produzierte. Die Zeit war nie wirklich gestoppt, sondern nur so gemacht, dass Teile des Graukeils weiss blieben und andere voll schwarz. Bei Einzel-Lampern habe ich eine Diffusorscheibe ("Milchglas") dazwischen gepackt.

      Alles nicht exakt und schoen -- aber das ganze ist ja auch eher eine Art qualitativer Test, eine "echte" Einstufung in Gradation braucht etwas mehr Aufwand -- aber mich hat diese "echte" Gradation nie interessiert.

      Gruesse,
      Christoph
      „When you change the way you look at things, the things you look at change.“— Max Planck
    • Hallo Fotografen ,
      ich habe mich entschlossen das Lampengehäuse des Homrich überarbeiten zu lassen und die Elektrik für die Halogenlampen (8 x 10.000 Lumen ) in Ordnung bringen zu lassen.
      Das war sehr preiswert und der Vergrößerere läuft jetzt wieder.
      Das Projekt LED`s behalte ich im Hinterkopf - das Hauptproblem aus meiner Sicht ist die Multigradefähigkeit (Spektrale Farbe) der LED`s - das muß man testen - ich habe nur im Moment zu wenig Zeit dafür.
      Andi Jung
      http://www.andi-jung.com/