Empfehlung für 4x5 Laufbodenkamera

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    • Hallo,

      ich finde es eh besser, sein Geld in (gute) Analogkameras anzulegen. Gleich ob KB oder GB. In ein paar Jahren werden die im Wert auf jedenfall mehr steigen als das Geld auf dem Konto. Da ist in absehbarer Zeit nichts zu erwarten.
      Da ich so ziemlich alles im GB-Format habe, investiere ich nun in meinen neuen Lampenpark. LED-Scheinwerfer mit Bowens Bajonett. Preiswert, langlebig und Tageslicht.
      Spart Strom, ist besser als Halogener und beim Ausleuchten sieht man auch was. Meine Empfehlung für das Amateurstudio.
      ----- Die Linhof gehört natürlich vor den Aufnahmetisch...

      Gruß
      Winfried
    • Christian Thiele schrieb:

      Dank Peter hier im Forum ist es jetzt doch eine Sinar mit 135 mm Symmar geworden. Ich hab mir in der Uni mal ein Sinar Handbuch ausgeliehen und durchgelesen, der Entscheidungsgrund war letztlich die komplette Flexibilität (und natürlich auch ein bisschen der Preis).


      Ich such im Moment noch nach einem Planfilmtank, da ich mich an den Jobotank jetzt jahrelang gewöhnen durfte und damit immer problemlos und fehlerfrei entwickelt habe.


      Jetzt eigentlich der wichtigste Punkt: Wie siehts mit der Belichtungsmessung aus ?
      Hallo Christian,

      Glückwunsch zu Deiner Entscheidung! Wenn's eine Sinar "F" geworden ist, ist die ja auch noch weitgehend als portabel zu bezeichnen, und Zubehör wiegt woanders genauso viel.

      Zum Entwickeln von 4x5" Planfilmen benutze ich einen Jobo 2500 "Multitank2"-Tank mit entsprechender Planfilmspirale, hat bisher sehr gut geklappt. Im Prinzip wie die kleinere Jobo-Tanks, dieser will aber bei der Kippmethode mit stolzen 1,5 Litern geflutet werden.
      Wenn Du einen dunklen Raum hast, kannst Du auch mit Schalen entwickeln, dafür eignen sich m. E. die grünen Champignon-Verpackungen von Edeka sehr gut (kein Witz). Zeitaufwändiger, aber sehr günstig, die Pilze gibt's quasi umsonst dazu. ;)

      Belichtungsmessung ist vermutlich ein abendfüllendes Thema; Du kannst rechnen und schätzen bis der Arzt kommt, aber wenn Du wissen willst, was auf Deiner Mattscheibe wirklich an LIcht ankommt, bleibt Dir nur ein TTL-Messfühler, diese werden öfters auf der E-Bucht angeboten (Sinar Booster für Minolta, Gossen Profiselect TTL für Profisix-BeLis).

      Und damit herzlich willkommen in der wunderbaren Welt des Großformat-Zubehörs! :D

      Beste Grüße,
      Ralf
    • weiss nicht, ob man bei SW rechnen muss, bis dér Arzt kommt...

      ausser bei Makros natürlich. Normale Motive Lichtmessung machen und zur Sicherheit eine Zeitenstufe länger... Sind die Filme noch aus der DDR, nochmal die FIlmempfindlichkeit halbieren...
      Linhof forever! :thumbsup: 6x9 III/ 9x12 II+III+V /10x15 II/13x18 II :thumbsup:
    • kleeworld schrieb:

      aber wenn Du wissen willst, was auf Deiner Mattscheibe wirklich an LIcht ankommt, bleibt Dir nur ein TTL-Messfühler, diese werden öfters auf der E-Bucht angeboten (Sinar Booster für Minolta, Gossen Profiselect TTL für Profisix-BeLis

      .. ich persönlich kenne niemanden, der mit mattscheibenmessung arbeitet ..
      aber viele, die auch so sehr gut zurecht kommen!!
      : )

      arbeitest du selbst mit diesen dingen ralf?
      "phantasie ist etwas, was sich manche leute nicht vorstellen können!"
    • lookbook schrieb:

      .. ich persönlich kenne niemanden, der mit mattscheibenmessung arbeitet ..
      aber viele, die auch so sehr gut zurecht kommen!!
      : )

      arbeitest du selbst mit diesen dingen ralf?
      Doch ich aber auch nur dann wenn ich über den Massstab 1:1 hinausgehe, da wird es mir dann aus dem Bauch raus zu ungenau! Und ich gebe zu da kommt sehr selten vor!
      " You push the button and we do the rest."
      Kodak Werbespruch!
      Today
      "You push the button and the pixels do the rest"
    • kleeworld schrieb:

      wenn Du wissen willst, was auf Deiner Mattscheibe wirklich an LIcht ankommt
      Eigentlich will man ja wissen, was auf dem Film ankommt.Gemessen wird in der gleichen Ebene, hinter der Mattscheibe.
      Es gibt aber auch "Aufleger", da muss man schon wieder die Scheibe einkalkulieren, wenigstens bei einmaliger Justierung.

      Ich habe vor knapp 25 Jahren einen Sinarsix, also mit fester Messonde und für Innenmessung, für meine Mentor 13x18 erworben, hatte sofort die Schatten, wo ich sie haben wollte( die Lichter passten auch, entwickelt hats mir aber ein Labor), und ich sehe keinen Grund, den Gossen nicht auch heute noch zu benutzen.
      Bei nahen Nahaufnahmen sehe ich für mich gar keine Alternative.
      An der 30x40 cm Kamera messe ich sowas von punktgenau..

      Als zuverlässiges und präzises Drehspuleninstrument ist er mir darüberhinaus stets meine Referenz, und Faktorenberechnungen sind mir wurscht, der Beli misst es einfach..

      Ich musste allerdings ein paar Sachen vom Gerät abreissen, die mir überflüssig waren und mich irre machten...
    • lookbook schrieb:

      .. ich persönlich kenne niemanden, der mit mattscheibenmessung arbeitet ..
      Damit kennst Du nur schon zwei Leute.
      Ich arbeite seit Jahren mit dem TTL-System von Gossen mit der Mattscheiben-Pinselmessung. Sowohl an der 4x5 als auch an der 5x7" Kamera. Meßkassetten haben wir für beide Systeme.
      Es geht aber auch manuell recht einfach. Wie, das erkläre ich sehr genau in unserem Workshop....

      Gruß
      Winfried
    • kleeworld schrieb:

      Christian Thiele schrieb:

      Dank Peter hier im Forum ist es jetzt doch eine Sinar mit 135 mm Symmar geworden. Ich hab mir in der Uni mal ein Sinar Handbuch ausgeliehen und durchgelesen, der Entscheidungsgrund war letztlich die komplette Flexibilität (und natürlich auch ein bisschen der Preis).


      Ich such im Moment noch nach einem Planfilmtank, da ich mich an den Jobotank jetzt jahrelang gewöhnen durfte und damit immer problemlos und fehlerfrei entwickelt habe.


      Jetzt eigentlich der wichtigste Punkt: Wie siehts mit der Belichtungsmessung aus ?
      Hallo Christian,
      Glückwunsch zu Deiner Entscheidung! Wenn's eine Sinar "F" geworden ist, ist die ja auch noch weitgehend als portabel zu bezeichnen, und Zubehör wiegt woanders genauso viel.

      Zum Entwickeln von 4x5" Planfilmen benutze ich einen Jobo 2500 "Multitank2"-Tank mit entsprechender Planfilmspirale, hat bisher sehr gut geklappt. Im Prinzip wie die kleinere Jobo-Tanks, dieser will aber bei der Kippmethode mit stolzen 1,5 Litern geflutet werden.
      Wenn Du einen dunklen Raum hast, kannst Du auch mit Schalen entwickeln, dafür eignen sich m. E. die grünen Champignon-Verpackungen von Edeka sehr gut (kein Witz). Zeitaufwändiger, aber sehr günstig, die Pilze gibt's quasi umsonst dazu. ;)

      Belichtungsmessung ist vermutlich ein abendfüllendes Thema; Du kannst rechnen und schätzen bis der Arzt kommt, aber wenn Du wissen willst, was auf Deiner Mattscheibe wirklich an LIcht ankommt, bleibt Dir nur ein TTL-Messfühler, diese werden öfters auf der E-Bucht angeboten (Sinar Booster für Minolta, Gossen Profiselect TTL für Profisix-BeLis).

      Und damit herzlich willkommen in der wunderbaren Welt des Großformat-Zubehörs! :D

      Beste Grüße,
      Ralf
      Vielen Dank :) Nächste Woche bestell ich eine Ladung Filme und dann geht's los.

      1,5 Liter find ich schon viel. Ich glaub, dass es letztlich doch auf den Stearman Tank hinausläuft. 475 ml sind nicht zu schlagen, dafür ist der Anschaffungspreis halt einmalig höher.
      Einen dunklen Raum hab ich, vielleicht probier ich die Schalen auch mal aus. Meine Freundin mag Pilze, dann kauf ich ihr mal 3 Schalen.

      TTL-Messung wär schon cool, ich hab mich da an der Hasselblad mit dem PME Prisma dran gewöhnt. Aber wenn ich einmal eine Methode fürs Großformat hab, sollte ich das auch hinkriegen.
    • Viel Spass beim Start!

      Ich kann dir den Schalenstart durchaus empfehlen, klappt gut.

      Wichtig sind natürlich dunkler Raum mit Fliessend Wasser. Bei mir die küche, geht aber bei mir nur wenns auch draussen dunkel ist (semidichtet Rollo) nur im frühsommer ein Problem...

      Dann muss noch ein pasr lästige LED-Anzeigen von Herd und Mikrowelle abtapen, dann kanns losgehen. Und eine schwarze Hohe unten an den Türspalt legen....

      Das Orientieren im Dunklen lernt man schnell, mir helfen die Küchenmöbel, mich zu positionieren. Trockenarbeitsplatz zur Magazinbehandlung ist die Ceranplatte.

      De grösste Herausfordeung war das Timen im Dunklen. Habe dazu jetzt zwei nichtleuchtende digitale Timer, det eine piepst als Master nach der Gesamtentwicklungszeit, der zweite im Intervall zu den Bewegungszeiten. Um dabei nicht zu verhungern, nehme ich immer den ID11 als Stock (KB normal one-shot) Das sind dann so um 7 Minuten, gegen Langeweile im Dunklen habe ich bei Bedarf einen nichtleuchtenden Funkkopfhörer, da kann dann zb WWM oder eine Talkshow mitlaufen...
      Forenlesen nebenbei geht natürlich nur mit Tageslichtdose...

      Als Fazit nach dem Planfilmeinstieg 2016 kann ich nur sagen, dass das ermitteln der richtigen Belichten der SW Filme das allergeringste aller Probleme beim GF-Einstieg war... eher schon das abblenden vergessen etc pp...
      Linhof forever! :thumbsup: 6x9 III/ 9x12 II+III+V /10x15 II/13x18 II :thumbsup:
    • Logisch ! Flugmodus ist auch bei der Tageslichtdose an. Die Entwickler konnten die Anrufe oder andere Sachen noch nicht blocken, weshalb der Timer sofort abbricht, wenn irgendwas passiert. Aber davon ab ist das Ding echt praktisch. Meine heißt "Develop!" aber mittlerweile gibt's auch von MassiveDev eine App, hab ich aber noch nicht ausprobiert. Bei meiner kann ich von filmdev.org Zeiten und Intervalle importieren und die noch abändern, wie ich das möchte.
    • Pierre,

      es ist nett von Dir, dass Du hier wie in anderen threads für Winfried in die Kerbe haust, aber wenn wir wie unlängst bei Aphog bei jeder passenden Gelegenheit Winfrieds und womöglich bald noch anderer Leute Werbung in eigener Sache hören, dann bin ich hier falsch.

      Darüberhinaus verstehe ich dieses Forum immer noch als kostenloses Informationsaustauschportal, wo bitte keine Tips hinter vorgehaltener Hand, oder nur gegen Barzahlung gehandelt werden.
      Korrigiere mich bitte, wenn ich etwas falsch verstanden habe.

      VG,
      Ritchie
    • Hoi Ritchie,

      kann ich nachvollziehen. Und grundsätzlich ist das auch vollkommen richtig: Werbung soll hier gar nicht oder wenn schon klar transparent sein.

      Was die angesprochenen Sache betrifft, sehe ich es pragmatisch und etwas spielerischer. Wenn jemand, der hier immer wieder auch Fachfragen mit mit Engagment beantwortet, einen WS anbietet, finde ich es etwas schade, wenn man das mitunter mit gnadelnoser Gründlichkeit madig zu machen versucht. Und vielleicht interessiert es den einen oder anderen Forenten, wie so ein WS wirklich war.

      Aber man kann das Thema jetzt wohl abschliessen - es fehlt ja in Sachen GF-Fotografie nicht an spannenden Themen.

      Nüüt für unguet und VG
      Pierre
    • Schön, dass hier so lebendig diskutiert wird. Ich sehe eine gewisse Spannung zwischen den "alten Hasen" und Leuten wie mir, die gerne ambitioniert etwas Neues lernen wollen, ohne gleich eine Fotografenkarriere anzustreben. Trotzdem schön, wie viel Hintergrundinformationen man hier zwischenzeitlich bekommt. Dafür vielen Dank!

      Ich habe in vielen anderen Internetforen die Erfahrung gemacht, dass dort von Veteranen durchaus bereitwillig Tipps zu allgemeinen und konkreten Fragen gegeben werden (in meinem Hauptberuf als Musiker/Tontechniker tue ich das ebenfalls gerne). Dementsprechend wirkt es auf mich etwas befremdlich, wenn relativ einfache fachliche Fragen als Vehikel genutzt werden, um für die bezahlte Teinahme an einem Workshop Werbung zu machen. Woanders wird man dafür aus dem Forum geworfen...
      Auch Glaubensbekenntnisse "für" oder "gegen" eine bestimmte Technik oder Methode helfen leider niemandem. Mir geht's wirklich nur
      darum, etwas zu lernen und ich werde bestimmt nicht versuchen, irgendwem etwas von seiner Profifotografen-Torte wegzunehmen.

      Jetzt noch kurz zum Thema TTL-Belichtungsmessung; ich schleppe öfter mal die Gossen-TTL-Lösung mit, um vor Ort vergleichen zu können, die Unterschiede in den Messungen sind für mich interessant, aber meistens nicht lebenswichtig. Die "klassische" Methode ist m. E. genauso gut. Sehr hilfreich für mich als Anfänger ist es, eine halbwegs objekive Gegenprobe machen zu können, z. B. bei langen Auszügen.
      Jan Kopp vom gleichnamingen Fotolabor in Hamburg sagte mir außerdem, dass heutige Filme weniger tolerant gegen Fehlbelichtungen seien, als dies früher der Fall war; insofern ist genaues Messen vielleicht gar nicht so schlecht. :)

      Beste Grüße,
      Ralf
    • Man muß wohl sagen, daß es _sehr_ auf den Film ankommt! Es gibt Filme die nichts verzeihen (z.B. Velvia 50), und andere, bei denen man auch mit Raten jederzeit problemlos durchkommt (z.B. Portra 400). S/W-Filme sind meist nicht so tolerant wie Farbnegativ, aber toleranter als Farbdia. Aber es gibt wohl auch große Unterschiede zwischen verschiedenen S/W-Filmen, bloß kenne ich mich damit nicht aus!

      Viele Grüße
      Wilfried