Arbeitsproben der Nagaoka 4x5 Wooden Field

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    • Arbeitsproben der Nagaoka 4x5 Wooden Field

      Vor einigen Tagen habe ich eine Nagaoka Seisakusho 4x5 Wooden Kamera erworben. Ein wirkliches Leichtgewicht mit 1,2 kg. Zusammen mit dem Rodenstock Sironar 90mm f/4.5 und dem Carbonstativ von Sirui ist die Ausrüstung sehr gut zu händeln.( Bild 1, aufgenommen mit einer Infrarot Kamera auf der Nex-6 Basis und dem Sony SEL 18/55 mm). Für die folgenden drei Aufnahmen habe ich den T-Max 100 verwendet, den ich wie 64 ASA belichtet habe. Vier 9x12 Planfilme habe ich gleichzeitig in der Jobo-Dose 2521 mit Rodinal 1:50 18min entwickelt. Die Gesamtmenge der Entwicklerlösung betrug ca. 280 ml.
      Für die Aufnahmen 2 und 3 wurde ein starkes Rotfilter verwendet. Die Aufnahme 4 entstand ohne Filter.

      Viele Grüße
      Max-Friedrich.
      Vielen, die ihr Maul weit aufreißen, fehlt es an Biss !

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Max-Friedrich ()

    • Hallo Ritchie,
      eine Füllmenge von ca. 280 ml für vier Planfilme 9X12 ist sehr wenig. Dabei läßt die Kraft des Entwicklers schnell nach. Man muß wirklich das Letzte aus dem Entwickler herauskitzeln. Die leichte Überbelichtung des T-Max 100 (hier 64 ASA) und die etwas längere Entwicklungszeit ist dieser Tatsache geschuldet. Als Flüssigkeit habe ich kohlensäurefreies Mineralwasser genommen. Mit unserem superharten Leitungswasser (ca. 42/45 DH) bei einer Verdünnung von 1:50 wäre nichts möglich. Die Werte sind von mir getestet und bringen mir gleichmäßige Resultate.
      Natürlich wirken die Bilder etwas digital. Aber welchen Weg würdest Du vorschlagen ? Das "Abfotografieren" der Negative ist für mich der einzige brauchbare Weg um Bilder in das Forum zu stellen.

      VG
      Max-Friedrich.
      Vielen, die ihr Maul weit aufreißen, fehlt es an Biss !
    • Max-Friedrich schrieb:

      eine Füllmenge von ca. 280 ml für vier Planfilme 9X12 ist sehr wenig. Dabei läßt die Kraft des Entwicklers schnell nach.

      Ja eben, deswegen staune ich auch.
      Definitiv hatte ich mit den starken Verdünnungen lange Zeit merkwürdigste Ergebnisse, bis ich mich eingepegelt hatte.

      Max-Friedrich schrieb:

      Man muß wirklich das Letzte aus dem Entwickler herauskitzeln.
      Also wenn er erschöpft ist, kommt doch nix mehr...
      Muss ich mal probieren, mit Deinem Wunderwässerchen, die Ergebnisse sind ja nun nicht zu beklagen :)
      Wie bewegst Du die Filme?
      Bei orthochromatischem Material sehe ich, wie jede Bewegung direkt in Weiterentwicklung umgewandelt wird...

      Max-Friedrich schrieb:

      Natürlich wirken die Bilder etwas digital. Aber welchen Weg würdest Du vorschlagen ?
      Schick mir einen Abzug :)

      VG,
      Ritchie
      Geht nicht? Gibts nicht..
    • Bei der Entwicklung der Planfilme verwende ich die JOBO-Dose #2521 mit der Planfilmspirale. Die höchstzulässige Füllmenge liegt bei ca. 300 ml. Über die gesamte Entwicklungszeit wird die Dose ununterbrochen gerollt. Das ist eigentlich die Methode um wirkungsvoll zu arbeiten. Vergleichbar ist bei der maschinellen Verarbeitung die "Sprühmethode", bei der das zu entwickelten Material ständig in mechanischem Druck-Kontakt mit dem Entwickler ist.
      Bei der Rollmethode muß unbedingt dafür gesorgt werden, dass keine Entwicklungsstreifen durch den Entwicklerfluß in einer einzigen Richtung entstehen. Ein brobates Mittel dagegen ist das ständige Hin- und Herrollen der Dose. Zusätzlich lassen sich in der Dose "Flügel" einsetzen, die für eine gute Durchmischung des Entwicklers während des Rollprozesses sorgen.

      VG.
      Max-Friedrich.
      Vielen, die ihr Maul weit aufreißen, fehlt es an Biss !
    • Max-Friedrich schrieb:

      Bei der Entwicklung der Planfilme verwende ich die JOBO-Dose #2521 mit der Planfilmspirale. Die höchstzulässige Füllmenge liegt bei ca. 300 ml. Über die gesamte Entwicklungszeit wird die Dose ununterbrochen gerollt. Das ist eigentlich die Methode um wirkungsvoll zu arbeiten. Vergleichbar ist bei der maschinellen Verarbeitung die "Sprühmethode", bei der das zu entwickelten Material ständig in mechanischem Druck-Kontakt mit dem Entwickler ist.
      Bei der Rollmethode muß unbedingt dafür gesorgt werden, dass keine Entwicklungsstreifen durch den Entwicklerfluß in einer einzigen Richtung entstehen. Ein brobates Mittel dagegen ist das ständige Hin- und Herrollen der Dose. Zusätzlich lassen sich in der Dose "Flügel" einsetzen, die für eine gute Durchmischung des Entwicklers während des Rollprozesses sorgen.

      VG.
      Max-Friedrich.
      Alternativ kannst du die Dose aber auch voll machen und kippen. Das nur am Rande, weil du von einer "höchstzulässigen Füllmenge" geschrieben hast. Du kannst die Dose auch voller machen. Ist nicht so wirtschaftlich, geht aber.

      Gruss Sven.
    • ich finde auch das hier keine Spur einer analogen Anmutung rüberkommt, überschärft am Rechner? Über das Motiv kan man ja geteilter Meinung sein. Und Rotation im Rodinal ist auch nicht so das Ding, das die Entwicklermenge vom 300ml mehr als knapp ist sollte bekannt sein, und kostet ja wenig der R09
    • Nein, in unserem Forum heisst es "wer beisst, dem ziehen wir den Zahn" :)
      Komische Entwicklung der Diskussion hier...

      Also ich halte für mich mal fest, dass es immer wieder überraschende Anwendungen gibt, wobei die Hauptsache das erreichte Ergebnis sein dürfte.

      Dass man mit Rodinal mächtig rumzaubern kann - wenn man möchte - hab ich auch festgestellt.
      Bei diesem Entwickler scheint mir das Ausserachtlassen der Herstellerangaben ( geben die überhaupt Sinnvolle??) fast schon ein Muss.

      Zurück zu den Bildern:
      Max, ich meine, Du hast aus die eher banalen Motive ordentlichin Szene gesetzt!
      Beim Fritz Kühn gestern musste ich an Deine Bilder denken, dieser Kontrastkontrast beider Welten...
      Ich folge jedenfalls weiterhin der Kühnschen Lehre :)

      VG,
      Ritchie
      Geht nicht? Gibts nicht..
    • Ja, für mich ist das Ergebnis , gleichgültig wie man vorgeht, entscheidend !
      Über den alten Rodinalentwickler oder seinen Nachfolger R09 sollte nachgedacht werden. Es gibt ihn seit vielen Jahrzehnten und er wird immer noch mit Erfolg eingesetzt. Er eignet sich vorzüglich zum experimentieren.
      Auf den ersten Blick ist die kleine Menge der Entwicklerflüssigkeit für vier Planfilme widersprüchlich. Wenn der Entwickler bis zum Erschöpfungszustand genutzt wird, dann dann ergibt sich ein toller Nebeneffekt: Kontrastausgleich !
      Die restliche Kraft wird bei der längeren Entwicklungszeit zu einer größeren Schwärzung in den Schatten führen, während bei den Lichtern die Zunahme der Gesamtschwärzung unerheblich ist.
      Also das Negativ wird weicher und ausgeglichener.

      Gruß
      Max-Friedrich.
      Vielen, die ihr Maul weit aufreißen, fehlt es an Biss !
    • Also mit dieser Erklärung hab ich ehrlich gesagt leichte Probleme; bin mir auch nicht sicher, ob wir das hier in Deinem Bilderthread diskutieren sollten..

      Schwärzen habe ich ich in meinem Negativ, weil ich da bei der Belichtung kein Licht hingelenkt habe, also gibt es für den Entwickler auch kein belichtetes Silber umzumodeln.
      Wie der Entwickler nun die Schwärzen stärker entwickeln soll, entzieht sich meinem Verständnis.
      Zeichnung ins Schwarz reinentwickeln, das ist doch der Job vom Entwickler??

      Daher sage ich mal, was hier mehr Schwarz ins Bild bringt, ist nicht die "restliche", sondern die nachlassende, die fehlende Kraft des Entwicklers.
      Wo er es in den Lichtern nicht mehr bringt, wird er es in den Schatten auch nicht mehr tun..

      Rodinal und neuere Derivate sind von Haus aus ausgleichende Entwickler, besonders, wenn man ihnen etwas Ruhe gönnt; allerdings dürfte "Rotationsentwicklung" so lange frisches Material ans Negativ schaufeln, bis die doch recht homöopathische Lösung komplett erschöpft ist, und dann bringen auch weitere 10 min im Bad nichts mehr.

      Max, wie wärs mit einem separaten Rodinalthread?
      Es ist ein wundersamer Entwickler, Deine Ergebnisse sind top, da tausche ich mich gerne weiter drüber aus!

      VG,
      Ritchie
      Geht nicht? Gibts nicht..
    • bequalm schrieb:

      Also mit dieser Erklärung hab ich ehrlich gesagt leichte Probleme; bin mir auch nicht sicher, ob wir das hier in Deinem Bilderthread diskutieren sollten..

      Schwärzen habe ich ich in meinem Negativ, weil ich da bei der Belichtung kein Licht hingelenkt habe, also gibt es für den Entwickler auch kein belichtetes Silber umzumodeln.
      Wie der Entwickler nun die Schwärzen stärker entwickeln soll, entzieht sich meinem Verständnis.
      Eine etwas unglückliche Formulierung. Du meinst bestimmt die Schwärzen im Positiv, da ist etwas quer gelaufen.
      Es ist richtig, dass ein Entwickler auch nichts entwickeln kann wenn kein Licht auf die Emulsion gefallen ist.
      Bedenke, dass es auch ganz knapp belichtete Stellen gibt, die von einem beinah erschöpften Entwickler profitieren.

      Bitte, das ist meine Einstellung, brechen wir diese Entwickler-Diskussion ab. Danke !

      Viele Grüsse
      Max-Friedrich.
      Vielen, die ihr Maul weit aufreißen, fehlt es an Biss !

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