Architektur mit RhinoCam und Leica M9

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    • Nicht nur mit längeren Brennweiten, auch kürzerer Brennweiten sind möglich.
      Hier sollten wir unterscheiden, ob die RhinoCam direkt am internationalen Rückteil angeschlossen wird oder ob die RhinoCam direkt mit einem Objektiv bestückt wird. In diesem Fall sind für das Stitchen z.B. alle MF- / Hasselblad-Objektive von 40mm aufwärts ansetzbar. Das Maß des Stitchens ist dann vom Bildkreis des verwendeten Objektivs und von der Ausnutzung des Verschiebeweges in der x- und y-Achse des RhinoCam Adapters abhängig.

      Wenn ich z.B eine Sinar P für die Aufnahme wähle, dann benötige ich eigentlich NICHT den RhinoCam-Adapter ! Die Verschiebewege sind dann die Wege, die durch die Einstellung der Sinarbildstandarte vorgegeben sind.

      Zur Frage der kürzesten Brennweite ist folgendes zu sagen: Ein starrer Adapter, der den Anschluss einer vollformattigen Digitalkamera an die Sinar gestattet ist z.B. für eine Sony A7 ca. 35mm dick (Entfernung der Sinar-Bildebene zum Sensor der Digitalkamera). Mit dem Weitwinkelbalgen kann die Sinar soweit zusammengeschoben werden, sodass ein Arbeiten mit einer Brennweite von 47mm möglich ist. Innerhalb der Summe des Maßes 47mm plus 35mm muß man ein Objektiv mit einer passenden Schnittweite wählen . Ein 90mm Super-Angulon sollte danach verwendbar sein.

      Gruß
      Max-Friedrich.
      Vielen, die ihr Maul weit aufreißen, fehlt es an Biss !
    • Hallo Max-Friedrich,

      Betr. der Sinar P/P2
      Das 90mm SK Super-Angulon kann ich Dir aus der Praxis bestätigen. Ich kann damit auf unendlich scharf stellen. Allerdings nur wenn ich eine Adaptionsvariante verwende wo ich die A7Rii direkt auf den hinteren Träger verbaut habe - so das die Sensorebene ungefähr in der ehemaligen Filmebene liegt. Das kann daran liegen, das ich nur zwei 90mm Objektive habe. Eins mit Sinar DB und eins mit Sinar Druckblende. Die Sinar Varianten tragen,rein subjektiv, von der Größe nach vorne mehr auf, vielleicht liegt es daran. Aber ich habe kein anderes 90er mit Copal oder Compur Verschluss um einen eventuellen Unterschied wirklich messen zu können. Aber ganz klar man kann auf unendlich scharf stellen.

      Eine andere Variante die ich auch noch nicht probiert habe wäre eine versenkte Objektiv Platte. Der Drahtauslöser wäre dann aufwändiger/problematisch, aber ich verwende bei KB (fast) immer den Verschluss der Kamera und nur die Blende am Objektiv.Ich vermute Du wirst es nicht anders machen.

      Die Adaptionen konstruiere ich im CAD und lasse sie bis jetzt im 3D Printverfahren realisieren. Ich bin kein CAD Mensch, nur mich hat bis jetzt jeder im Stich gelassen der mir vollmundig versprochen hat meine Projekte umzusetzen. Mir blieb nichts anderes übrig als selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Meine bisherigen CAD Daten zum Drucken verschenke ich an jeden hier im Forum der sie haben möchte. In der Hoffnung das man gemeinsam mehr erreichen kann.

      Gruß Gerd

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gerd ()

    • Hallo,

      dann mal zum "Kamerastreit" und zum Format:

      Früher war das ganz klar. Eine Fachkamera begann bei 6x9cm aufwärts, voll verstellbar und bestückt mit Grundrohr und Standarten. Oder eben eine Linhof Technika und deren Derivaten.
      Heute ist das dank digital anders.
      Die ursprüngliche Großbildkamera wird nur noch von wenigen Firmen und wenigen Ausführungen hergestellt. Dafür gibt es neue "Fachkameras", die auf die digitalen Rückteile zugeschnitten sind, so wie Sinar, Linhof und Plaubel (Horseman). All diese Kameras sind im maximalen Format 6x9cm einsetzbar, die meisten Optiken gerechnet auf ca. 6x9cm Format, um bei 4,5/6cm Rückwänden noch Verstellmöglichkeiten zu haben.
      Ergo zählren diese Kameras meiner Meinung nach zu den Fachkameras.

      Ob die hier vorgestellte und zum Stitchen gedachte Kamera auch dazugehört? Ist natürlich eine Frage, sie man so oder so beantworten kann. In meinen Gedanken bin ich der Meinung, daß heute alles, was verstellbar ist, im Grunde zur Fachkamera zu rechnen ist. Ich verwende bei Architektur auch oftmals die Nikon D3x mit den beiden Shiftoptiken 28 und 35mm von Nikon. Auf die Tilt-Funktion verzichte ich hierbei, dafür nehme ich wieder die "große". Die D3x ist nun wahrhaft keine Fachkamera, erfüllt aber doch meist auch diesen Zweck.

      Hier im Forum würde ich aber dafür pledieren, sich auf die ursprüngliche Fachkamera zu beschränken. Wir haben ja das andere Forum für "alle anderen Kameras". Der neuen Technik sollten wir uns nicht verschließen, aber trotzdem auf die Zielsetzung unseres Forums achten, eben die klassische GB-Fotografie mit Film.

      Schreibt einer, der in beiden Welten lebt, - seit Urzeiten...

      Gruß
      Winfried
    • Einen Kamera-oder Formatstreit sehe ich hier trotz wiederholtem Lesens des threads immer noch nicht, es geht scheinbar ausschliesslich um die Sinnhaftigkeit und Anwendbarkeit dieses Rhinogerätes, bis hin zum Bereich Fachkamera.

      Winfried Berberich schrieb:

      Der neuen Technik sollten wir uns nicht verschließen, aber trotzdem auf die Zielsetzung unseres Forums achten, eben die klassische GB-Fotografie mit Film.
      Ui ! Dass Du das mal sagst..
      Jetzt können wir Beide mal gegenseitig über uns staunen :)
      Wir sind hier nämlich nicht ausschliesslich auf Film und Papier fixiert (schade:-)), aber sehr wohl auf die GF-Fotografie. Und das geht heute natürlich auch digital.
      Das ich das mal so sagen muss :)


      VG,Ritchie