Emofin „Fetter“ ansetzen

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    • Emofin „Fetter“ ansetzen

      Hallo zusammen,

      Ich habe noch eine Packung Emofin, dass ich gerne Ansetzen möchte.
      Dabei möchte ich Das ganze gerne als Oneshot verwenden.
      Das würde bedeuten, das 1L (Erst- und Zweitentwickler) / 15 KB Filme / 4 Planfilme (4x5) = ca. 16,6ml für einen Planfilm benötigt werden.

      Wenn ich zwei Planfilme gleichzeitig entwickle benötige ich also jeweils 33,3 ml Entwickler.
      Nun ist meine Idee, dies Luftdicht vorkonfektioniert in Luerlockspritzen abzufüllen und so sehr lange haltbar zu machen (wenig bis keine Oxidation).
      In Frage kommende Spritzen gibt es allgemein in 10ml und 50ml Größe, wobei der Preisunterschied schon erheblich ist und die 50ml Variante leider keine „Luerlock“ ist und somit aufwendiger abgedichtet werden müsste.
      Deswegen würde ich gerne die 10ml Spritze verwenden um aus einen Konzentrat dann einmalig 33,3ml Arbeitslösung herzustellen.
      Nun ist aber erstmal die Prinzipielle Frage, ob man Emofin überhaupt „Fetter“ ansetzen kann?
      Sich also alles löst wenn man statt 1000ml einfach 300ml Dest. Wasser verwendet und der Entwickler davon auch nicht kaputt geht (Chemisches Gleichgewicht verändert?). ?(


      Habt Ihr da schon Erfahrungen zu machen können?
      Geht sowas überhaupt?


      Gruß
      Norris
      https://www.flickr.com/photos/_landes/
    • Hi Adi,
      Mein Problem ist das ich sehr wenig Schwarz/Weis Fotografiere und mir fast immer mehr als die Hälfte des Entwickler abranzt.
      Wenn ich in drei Monaten vielleicht ein Motiv habe, dass ich in S/W Fotografiere ist es viel. :oops:
      Ich brauche halt eine Möglichkeit den Entwickler so lange wie Möglich haltbar zu machen...
      Ich dachte nun, das es das Beste ist den Entwickler einfach daran zu hindern zu Oxidieren.
      Der meiste zutrag an Sauerstoff kommt durch das Entwickeln selbst und das ständige Öffnen der Flasche.
      Also wäre doch die optimale Lösung genau die richhtge Menge für einen Entwicklungsvorgang in einer art "Ampulle" ohne Lufteinschlüsse aufzubewahren.
      Ich habe gehofft so ggf. den Entwickler so zwei-drei Jahre haltbar zu machen.
      Oder geht so ein Entwickler nicht nur duch den Sauerstoff kaputt?
      Mein Gedanke war ja auch, das die Fertig-flüssigkonzentrate, die man Kaufen kann halten auch sehr lang (solang man die Flasche nicht anbricht).
      Wenn ich den Entwickler in 100ml Fläschchen abfülle ist es auf jeden Fall besser wie eine große Flasche. Aber auch nicht die beste Lösung.
      Diese Lösung wende ich schon so ähnlich bei C41 länger an nur da habe ich auch mehr Durchsatz.
      Aber danke für den Vorschlag! :)

      PS. Schutzgas verwende ich auch schon - hilft aber leider auch nur bis zu einen gewissen Punkt...

      LG
      Norris
      https://www.flickr.com/photos/_landes/
    • Um auf deine Frage zurück zu kommen Norris.

      Wenn man 10g einer Chemikalie in 1000ml Wasser auflöst ist sie besser zu dosieren als wenn man sie in 100ml Wasser auflöst. 1g=100ml oder 10ml. Mäße ich 103ml ab wenn ich 100ml brauchen würde von der 1000ml Lösung wird es nicht so viel ausmachen als wenn ich von der fetteren Lösung 12ml erwische statt 10ml. Also wenn du nur ein Drittel des Wassers nimmst für die Stammlösung musst du sehr genau messen.

      Bei deinen geringen Durchsatz würde ich aber auf einen Entwickler umsteigen der gut haltbar ist wie Rodinal.

      LG
      Adi
    • Herzlichen Glückwunsch. Eine sehr gute Wahl.
      Emofin ist der idale Entwickler für Kleinbildfilme. Er arbeitet sehr feinkörnig und bewältigt durch die zwei Bad Technik große Kontraste.
      Ich nutze Emmofin schon sehr lange.
      Die Idee Einmal Entwickler zu nutzen ist grundsätzlich sehr gut, aber bei Emmofin nicht nötig.
      Er ist auch angesetzt sehr lange haltbar, wir reden hier über Zeiträume von über einem 1/2 Jahr. Außerden spricht nichts dagegen auch andere Formate wie zum Beispiel Kleinbildfilme in ihm zu entwickeln um ihn auszunutzen. Ähnlich, wenn auch nicht ganz so feinkörnig arbeitet der Zweibad DK76 im Selbstansatz.
      Matthias
    • Das Rodinal, welches ewig hält, gibt es schon ewig nicht mehr.

      Die Ersatzprodukte halten trotzdem lange, aber ich traue dem Zeug diesbezüglich nicht.
      "Von bis" hat man schon alles von den Anwendern gehört - bei Xtol z.B. weiss ich wenigstens, dass ich den sicherheitshalber nach einem Jahr entsorgen würde, weil er bei mir solange gehalten hat.
      "Rodinal" hatte ich auch schon mal früher vernichten müssen, keine Ahnung, warum.

      Für wirklich lange Haltbarkeit bei äusserst sporadischer Anwendung wäre vielleicht ein Selbstansatz aus Chemikalien nach Bedarf zu überlegen.
      Ein simpler Entwickler,3 Zutaten...

      Ansonsten kostet das Zeug plusminus 10.-pro Boddel oder Tüte, also würde ich überhaupt nicht zaubern und einfach kaufen, benutzen, und Reste vernichten..

      VG,
      Ritchie
      Geht nicht? Gibts nicht..
    • Emmofin ist ein Pulverentwickler. Das Pulver hält sehr lange, für den angesezten Entwickler schreibt Tetenal in der Anleitung das er 1/2 Jahr verwendbar verwendbar ist. Dies trifft meiner Erfahrung nach zu. Die Tendenz geht dabei eher nach +.
      Was auch zutrifft ist Menge an möglichen 15 Filmen.Dem 16ten sieht man noch nichts an, der 17te ist noch OK, der 18te ist recht dünn.
      Man kann Emofin eher gut gelagert über das Verfallsdatum nutzen, wie zu viele Filme darin verarbeiten.
      Das dicker Ansetzen ist an sich eine gute Idee, nur funktioniert es nicht mit jedem Entwickler. Ich setze den Positiventwickler N113 immer mit der etwas über der halben Menge an Wasser. das funktioniert sehr gut, bei dem nicht mehr erhältlichen Entwicker Ultrafin SF hat es auch sehr gut funktioniert, bei A49 hat es nicht funktioniert, die Negative waren anschließend fleckig. Mit Emofin habe ich es noch nicht ausprobiert da die Zweibad Entwickler nicht in die Kategorie der Einmal Entwickler gehören. Probiers halt einfach mal aus.
      Matthias
    • Hi Leute,
      erstmal vielen Dank für eure Antworten und Vorschläge!
      Emofin als Entwickler ist natürlich sehr bewusst gemacht worden.
      Da es diesen Entwickler leider auch nicht mehr zu kaufen gibt, wollte ich möglichst wenig Verlust haben und mir seine Eigenschaften lang bewahren.
      Ich denke ich werde es einfach mal versuchen und dann weiter schauen.
      Ich kann dann ja meine Erfahrungen mit euch teilen, wenn es jemanden interessiert.
      Bei E6 werde ich jetzt auf jeden Fall so vorgehen und alle Entwicklerkomonenten in einzelnen Spritzen mit Verschluss portionieren ;)

      LG
      Norris
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    • Hallo Norris
      Ich habe deinen Beitrag gerade gelesen und erschrocken festgestellt das Emofin weder bei Tetenal noch bei Brenner gelistet wird.
      Ich hatte mal einen größeren Posten aus einer Ladenauflösung gekauft, aber mit jedem Film verringert sich dieser Vorrat. Aber es bleibt immer noch der Selbstansatz. Vielen Dank für die Info, ich werd meinen Bestand an Rohchemie überprüfen und ergänzen.
      Schreib mal wie das mit den E6 Spritzen funktioniert hat.
      Matthias
    • Hallo Matthias,
      Das es Emofin nicht mehr gibt finde ich auch sehr unschön aber er scheint nicht gut gegangen zu sein...
      Über Rohchemie möchte ich eigentlich nicht so gern gehen, da ich dann nochmehr Geräte und Behälter in Keller hätte.
      Für die E6-Chemie hab ich leider noch keine Langzeiterfahrung was die Haltbarkeit betrifft aber das Oneshot-verfahren geht super!
      Hier ein Bild wie das dann abgefüllt aussieht und das geht dann in den Kühlschrank:



      Das ist die Menge für einen Durchlauf mit zwei 4x5 Dia's > ergibt dann 41,5 ml Erstentwickler und noch mal die gleich Menge Zweitentwickler.

      Der Emofinansatz muss noch warten, bis ich meinen Magnetrührer hab.
      Dann schreib ich noch, ob das geklappt hat und wie die erste Probeentwicklung ausschaut!

      Gruß
      Norris
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