Einstieg ins Großformat, was wird benötigt?

    • gullymat schrieb:

      Wären 270mm eine Option mit etwas Spielraum oder sollt ich da eher ein Objektiv mit 210mm suchen?!
      270mm wäre dann eine Option wenn du eine Tele Konstruktion nimmst wie das 270mm Tele Arton von Schneider welches ich auch für Portraits brauche in 4x5!

      schneideroptics.com/info/vinta…-arton/data/5.5-270mm.htm
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    • hab mir die besagte Kamera gerade angesehen, würde es mal mit den langen Brennweiten nicht übertreiben.

      intrepidcamera.co.uk/products/intrepid-camera

      Gerade die neueren Langbrennweiten und Teles sind recht schwer, da musst du sehen ob sich dann nicht das ganze aus der Planage biegt, dann ist es vorbei mit der Schärfe.

      Langbrennweite würd ich (ausser echte teles) eine Brennweite nehmen, die noch mind 5 cm Spiel ab unendlich im Auszug haben...
      Würde es in deinem Fall erst mal bei 210mm bewenden lassen. Da findet man auch leicht ältere Objektive, die günstig und viel leichter sind. Im Datenblatt stehen 320mm Auszug, also wäre ein 240er auch noch verwendbar (aber nur ein altes, kleines!) und gerade noch mit Müh und not ein 270er...
      Ein 240er Symmar zB ist ein Riesenmonster, das verkraftet diese Kamera nicht!

      Ein 1940er Schneider Xenar 4.5/210 ist im Compurverschluss schon leichter als ein modernes 210er Symmar oder Symmar -S. Aber man bendet eh ab und bei f16/22 liefert auch ein klassisches Xenar/Tessar sehr gut ab, bei dem Filmformat. Makro geht ja eh nicht, da wäre das Symmar natürlich viel besser.
      Auch die normalen 210er Verlinser (Tessar, Xenar) haben bei 4x5 genug Bildkreis, um die Kameraverstellungen nützen zu können. Bei 150mm sind die Tessare dann zu knapp für Shifts und Scheimpflug, da braucht man dann ein Symmar. Aber das 150er Symmar ist ja viel leichter als das 210er, das packt die Kamera problemlos.

      Ein 210er Tessar (nat unvergütet) bekommst du schon unter 100, evtl muss man den Verschluss putzen (das Objektiv, wenn innen trüb ist, kann man leicht zerlegen und alle Linsen mit Iso putzen (wenn das Glas nicht verkratzt oder korrodiert ist)

      Es gibt ggf auch vergütete nachkriegs-xenare (aber bei 210 selten, eher bei 150mm)

      Du kannst aber zb auch ein 150 oder 165 mm Doppelanstigmat nehmen (zb Eurynar, Helioplan, Isconar, Dogmar...), das kannst du sogar die Vordergruppe rausschrauben und hast mit der Hintergruppe im Verschluss ein Objektiv halber Lichtstärke (muss man aber noch stark abblenden) und fast doppelter Brennweite... das geht übrigens bei den Symmaren (ohne -S) auch noch, die Verschlüsse dazu haben dann zwei Blendenskalen!
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    • das ist so ein 5,6/ 150er Symmar: (die grüne Blendenskala gibt für die hintere Gruppe 1:12/265mm)



      kann man so um etwas über 100 bekommen, die passende Platine, wenn nicht dabei, kann man sich auch ggf aus einer 1,5mm Aluplatte schnitzen...
      Wenn ohne Platine, immer sehen, dass die Kontermutter hinten am Objektiv dabei ist!

      aber auch gut erhaltene Vorkriegsobjektive geben schon ordentliche Ergebnisse!


      Das ist zb ein 165er Rodenstock Doppelanstigmat von ca 1930, mit ca 260/270 mm für die hintere Gruppe alleine. an einer 4x5 Kamera gut brauchbar, ausser für die extremen Verstellungen. da wäre dann ein 180 oder 210 flexibler. Dieses 165er ist klein und wiegt kaum was... Mn kann es aus der alten Spenderkamera rausschrauben und auf einer Platine für die neue Kamera anbringen.
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