DSLR via Adapter als Digitalrückteil - habt ihr Erfahungen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • DSLR via Adapter als Digitalrückteil - habt ihr Erfahungen?

      Hallo :)

      für gängige 4x5 Großformatkameras gibt es ja eine Reihe von Shift-Adapter zum Anschluss einer DSLR oder mittlerweile auch diverser KB Systemkameras. Bei den aktuellen Leistungsmerkmalen gängiger KB Kameras (zB. Nikon D800, Sony Alpha 7R) erscheint die Anschaffung eines teuren Digitalrückteil zB. von PhaseOne nicht mehr wirklich attraktiv.

      Wenn ich das richtig interpretiere, dann kann konstruktionsbedingt nur ein mehr oder weniger großer Ausschnitt der 4x5-Fläche via Shift "abfotografiert" werden. Das entspricht also einem optischen Crop der ausgeleuchteten 4x5 Fläche. Je nach Objektiv dürfte sich das unterschiedlich auf den Bildeindruck/Perspektive auswirken und vermutlich wirken sich auch Verstellungen an der GF-Kamera entsprechend eingeschränkt aus(?)

      Hat jemand hier Erfahrungen mit einem solchen Adapter? Bzw. sogar Beispielfotos :)

      VG Packesel
    • Re: DSLR via Adapter als Digitalrückteil - habt ihr Erfahung

      Hallo,

      ich hatte das vor ca 4 Jahren mal mit einem Canon-Adapter für Sinar probiert .... es war ernüchternd!
      Ich hatte gehofft so meine Canon für Architektur und Landschaft mit Tilt und Shift ausstatten zu können.
      Das hat leider nicht so geklappt wie ich es mir erhofft hatte ... der Bildsensor sitzt Bauartbedingt hinter der Objektivauflage und das Adapter benötigt auch noch Platz zwischen Bildstandarte und Canon.
      Dies führt dazu, dass selbst bei 90 mm eine Unendlicheinstellung nicht mehr möglich war. Selbst bei geringeren Entfernungen reicht der Platz zum Tilten und Shiften bei der Sinar da nicht weit. Und 90mm sind an KB schon ein Tele!
      Ich habe das Sinar-Geraffel samt dem Adapter wieder Verkauft (Lehrgeld bezahlt, hielt sich dank der stabilen Sinar Preisen in Grenzen) und habe mir für meine 5DMKII ein 17mm TSE gekauft. Damit hatte und habe ich auch heute noch viel Spaß
      Soviel Spaß das ich mir nach 2 Jahren, also vor 2 Jahren, doch wieder eine Sinar X in 4x5 geschossen habe die SW-Filme selber entwickle und scanne.

      Ich hoffe das hilft Dir weiter. Unbedingt probieren ob das was Du willst auch wirklich geht!

      juergen
    • Re: DSLR via Adapter als Digitalrückteil - habt ihr Erfahung

      Moin
      ich habe mir sowas mal selbst gebaut...

      Phase I.
      war die Adaption an einer Horseman LB.....
      der Adapter war für niknobasiernde DSLR (Kodak DCS und D3/D3x)

      wo oben gesagt versetzt die Kamera gute 3,5cm nach hinten+den Adapter...
      heißt du must auch vorne das Objektiv nach hinten versetzen !

      bei der Horseman kann man den Ausgleich relativ gut hinbekommen....aber
      es verändern sich die Nullpunkte, der jeweiligen Verschwenkung :)
      das kann dann dazu führen das GF-ungeübte einfach nicht sauber damit klarkommen...

      an Brennweiten war so um die 100mm Schluß...und ja du hast eben nur "Kleinbild" auf der Mattscheibe
      die Verstellungen finden dann auch nur im Millimeterbreich statt...auch Drehwinkel sind nur ein paar Grad
      was aber bei KB durchaus ausreicht!

      Phase II.
      war dann die Adaption an einer Sinar PII.....
      gleicher Adapter und Kameras per RSS L-Bracket auf den Sinar Geräteträger....
      da drauf war ein RSS Quickrelease und der Geräteträger so modifiziert das die Chipebene der DSLR
      direkt auf dem Segment-Nullpunkt saß...Höhe kann ja nachgestellt werden....
      damit komme ich auf ca.75mm (Nikon EL) maximal....

      und ja das funzt allerbest....;)
      aber der Balgen sorgt bei den Einstellungen>>> für jede Menge Staub auf dem Sensor !!! :(

      gebaut hatte ich das weil ich jede Menge an Produkten mit geraden Kanten hatte (Vitrinen für Schiffmodelle)....
      ja die werden gerade...wie üblich an der 4x5...
      an Brennweiten nutze ich die GF-Nikore AM ED Macro 120 und das längere 210er....

      die Schärfe ist sehr gut, vor allem die Verstellung und ergibt dafür eine viel bessere Ausnutzung des KB-Formats !!!

      bei einem Test mit 5cm Tabaksdosen(Job eines Kollegen) bekam er mit normalen Canonobjektiven nur ca 30-50% Deckung hin,
      gemeint ist hier Deckung von reinem Produkt zur gesamten Pixelfläche....und er bekam sie nicht komplett scharf!

      mit der Adaption bekam ich fast 80% Ojektgröße hin...das auch noch smart verstellt...und "augenrichtig" :)
      die Sachen die ich so mache...sind maximal 50-100cm größ.

      Bilder zeigte ich hier mal...vielleicht funzt ja die Suchfunktion hier noch.
      Mfg gpo
    • Re: DSLR via Adapter als Digitalrückteil - habt ihr Erfahung

      Hat jemand hier zufällig mit dem Fotodiox 10-LA-4x5-EOS-P2 Adapterplatte für 4x5 Großbildformat (Canon oder andere DSLR) Erfahrungen sammeln können? Ich würde diesen gerne an einer Linhof Master Technika mit internationalem Rückteil einsetzen und bin mir nicht sicher, ob er kompatibel ist. In den Staaten ist der für 200 USD zu bekommen. Hierzulande via Amazon für 350 Euro zu haben.

      Viele Grüße!
    • Um hier einen Uralt Thread wiederzubeleben:

      Ich bin gerade dabei eine Cambo Master mit einer Sony Alpha zu verheiraten. Durch die Modifikation wird die Chipebene auf der Schärfenebene liegen.
      Modifikationen sind ja heutzutage aufgrund der inflationären Preise für 3D-Drucke problemlos möglich.

      Ich möchte durch hor. und vert. stiften den ganzen Bereich 4x5 nutzen und so im Stiching eine Migräne-Datei für meinen Mac erzeugen ;)

      Hat jemand von euch evtl. ähnliche Experimente unternommen und kann mir ggf. Tips geben?

      Mich würde auch interessieren, ob ich ein 75er SWW auf unendlich fokussieren und trotzdem noch tilten kann. Das würde meine Entscheidung beim Objektivkauf sehr erleichtern.

      VG
      Kai
    • Hallo Sven,

      ich habe den bzw. die Adapter noch nicht gedruckt - ich bin sozusagen gerade in der Schaffensphase .-)
      Da ich aber sehr gut mit meinem CAD-Programm umgehen kann, ist der Druck an sich nicht mehr das Thema - Druckdienstleister gibt es
      mittlerweile zu Hau und die Preise sind so gering, dass ich den Plan mir selber einen Drucker zu kaufen schnell verworfen habe.

      Was bedeutet "90er geht bei mir noch mit nach hinten versetzem Adapter"? Benutzt du an der Frontstandarte ein Recessedboard, oder verlagerst du die Schärfenebene nach hinten?

      VG
      Kai
    • Hallo Kai,

      wenn du es fertig hast muss es mal zeigen. Meine Jungs ließen sich nicht davon abbringen den 3D zu kaufen und wenn sie Zeit haben drucken sie auch für mich.

      Ja. Das 90er sitzt auf einem versenkten Lensboard. Die Adapterplatte sitzt in der Filmebene. Ich hab einen Adaper für Sony A. Um die Cam an den Adapter zu bekommen brauchst du einen Tubus, weil die Oberseite der Kamera ja nicht flach ist. Entsprechend sitzt der Sensor ca. 2 cm hinter der eigentlichen Filmebene. Du stellst dann mit der Digcam scharf.

      Gruss Sven.
    • Hallo Sven,

      um wieviel ist das Lensboard denn versenkt?
      Welches 90er benutzt du, bzw. welches würdest du empfehlen? Es geht bei diesem Objektiv vornehmlich um Architektur.
      Welches Objektiv würdest du für Tabletop und welches im Macrobereich nehmen, wobei es hier ja weniger um den Shift, sondern um möglichst große
      Bewegungsfreiheit zur Schärfentiefe-Dehnung bzw. Verlagerung geht?
      Benutzt du deine adaptierte Cam eigentlich im Stitch oder im One-Shot-Modus?

      Fragen über Fragen ;)

      VG
      Kai
    • Das Objektiv ist ca. 1cm versenkt. Ich nehme mal, das du für die Cambo einen Weitwinkelbalgen benutzt. Ich kann bei meiner Linhof den Balgen nicht wechseln, was natürlich die Bewegungsfreiheit einschränkt.

      Das wird vor allem dadurch limitiert, das die Digicam ja an einem Tubus hängt und dadurch zur Vignettierung neigt.

      Das 90er das ich nutzte ist ein Rodenstock Grandagon. Ich hatte mir das zugelegt, weil es rattenscharf ist. Ansonsten kann ich dir wenig empfehlen, weil sonst fast nur altes Glas verwende.

      Wenn ich den Adapter verwende stiche ich. Aber ich muss gestehen, dass ich meist doch den einen oder anderen Film durchjage.

      Gruss Sven.
    • Hallo,

      ich verstehe ehrlich gesagt deinen Tubus nicht. An einem WW-Balgen ist doch die Verbindung zur Kamera bestens ohne Tubus möglich.
      Vorteil ist zum einen, dass die Schärfe- bzw. Bildebene nicht nach hinten wandert und zum anderen, dass keine Abschattungen auftreten.

      Kannst du mir sagen, warum du einen Anschluss via Tubus realisiert hast, bzw. wo der Vorteil für dich liegt?
      Mich würde auch interessieren, warum du nach eigener Aussage lieber mit einem Film arbeitest. Für mich erschwert das den Workflow doch ungemein, oder liege ich da falsch?
      Die Zwischenschritte entwickeln und scannen nerven doch oder?

      VG
      Kai
    • Ich benutze manchmal eine Canon-DSLR an einer Sinar P2. Für Produktbilder kann das ganz praktisch sein, die präzise Einstellbarkeit ist schon nützlich. Als Objektiv sind viele normale Großformat-Objektive durchaus gut genug, es gibt einige die auch schon bei Offenblende verflixt scharf sind! Ich verwende oft ein 120er. Da macht es auch nichts daß die DSLR ein Stück weit hinter der normalen Filmebene liegt. Adapter brauche ich nicht! Ich verwende eine normale Sinar-Platine (Lochgröße 3) und einen Satz Automatik-Makro-Zwischenringe für die Canon. Zwischen zwei Zwischenringe kann man die Platine klemmen (das Loch passt zufälligerweise genau!), und hintendran kann ich die Canon anschließen. Fertig.

      Gruß
      Wilfried
    • Bei meinen Kameras sind die Balgen fest mit der Rükstandarte verbunden. Da hast du dann nur die Möglichkeit eine gerade Adapterplatte statt der Filmkassette einzuschieben. Um jetzt den Griffwulst der Digicam auszugleichen brauchst du den Tubus. Den hab ich auch nicht realisiert, den bekommst du so zu kaufen.

      Mit dem Film ist das so eine Sache. Wenn du eine Menge analoges Material hast, stellst recht schnell fest, das du die digital Aufnahmen nicht vollständig an die analogen anpassen kannst. Hybrid via Scanner geht gut. Aber analog hat eine andere Anmutung, wenn es neben digital liegt. Das hat auch nichts mit Qualität oder so zu tun.

      Wenn du 25 Jahre Filme entwickelt hast ist es nicht mehr so schlimm. Es gab Zeiten als die fertigen Bilder nach drei Stunden bei der Zeitung waren. Das brauch ich digital schon auch mit stitchen und so. Wenn du 40 bis 50 Stunden in der Woche vorm Rechner sitzt ist handwerkliches Arbeiten manchmal schon ganz angenehm.

      Gruss Sven
    • Hallo,

      wwelti schrieb:

      Ich benutze manchmal eine Canon-DSLR an einer Sinar P2. Für Produktbilder kann das ganz praktisch sein, die präzise Einstellbarkeit ist schon nützlich. Als Objektiv sind viele normale Großformat-Objektive durchaus gut genug, es gibt einige die auch schon bei Offenblende verflixt scharf sind! Ich verwende oft ein 120er.
      welches 120er verwendest du denn und kannst es evtl. empfehlen? Du sprichst von anderen Objektiven, die "verflixt scharf" sind. Hast du evtl. eine Empfehlung für Tabletop bzw. Macro (Schmuck)?

      Urnes schrieb:

      Bei meinen Kameras sind die Balgen fest mit der Rükstandarte verbunden. Da hast du dann nur die Möglichkeit eine gerade Adapterplatte statt der Filmkassette einzuschieben. Um jetzt den Griffwulst der Digicam auszugleichen brauchst du den Tubus. Den hab ich auch nicht realisiert, den bekommst du so zu kaufen.
      Alles klar. Daran habe ich nicht gedacht, bzw. das kannte ich nicht. Welche Fachkamera und welche Digicam verwendest du denn?

      Urnes schrieb:



      Mit dem Film ist das so eine Sache. Wenn du eine Menge analoges Material hast, stellst recht schnell fest, das du die digital Aufnahmen nicht vollständig an die analogen anpassen kannst. Hybrid via Scanner geht gut. Aber analog hat eine andere Anmutung, wenn es neben digital liegt. Das hat auch nichts mit Qualität oder so zu tun.
      Das mit der anderen Anmutung finde ich interessant, da ich den direkten Vergleich nicht (mehr) habe. Kannst du deine Beobachtung irgendwie beschreiben?

      Urnes schrieb:



      Wenn du 25 Jahre Filme entwickelt hast ist es nicht mehr so schlimm. Es gab Zeiten als die fertigen Bilder nach drei Stunden bei der Zeitung waren. Das brauch ich digital schon auch mit stitchen und so. Wenn du 40 bis 50 Stunden in der Woche vorm Rechner sitzt ist handwerkliches Arbeiten manchmal schon ganz angenehm.
      Ich habe auch lange Filme entwickelt. Genau deswegen will ich es eben nicht mehr bzw. dahin nicht mehr zurück ;)
      Das mit dem handwerklichen Arbeiten kann ich aber durchaus verstehen bzw. nachvollziehen, finde aber, dass bei Produktfotografie je nach Art und Umfang handwerkliches Arbeiten durchaus gegeben ist ;)
      Alleine die vielen Besuche im Baumarkt :)

      VG
      Kai
    • Hallo 7of9,

      bei den Objektiven ist das so eine Sache! Wie sich herausgestellt hat, ist auch bei vielen Großformat-Objektivtypen eine nicht zu unterschätzende Serienstreuung vorhanden. Das heißt aber auch, daß es einige besonders gute Exemplare gibt. Einige meiner besten Objektive: Super Symmar HM 1:5,6/120mm, Symmar-S 1:5,6/180mm. Sind möglicherweise besonders gute Exemplare, jedenfalls beide extrem scharf. Man muß sie ca. 1 Stufe abblenden, dann sind auch die Kontraste sehr gut. Sehr gut ist auch das Nikkor-SW 1:8/120 (und der Bildkreis ist gigantisch!).

      Meiner Meinung nach gibt es aber auch viele andere Objektive in diesen Brennweitenbereichen, die einen super Job machen würden!

      Diese Objektive wären mir übrigens viel zu schade, um sie nur für Produktfotos zu verwenden!

      Viele Grüße
      Wilfried
    • Hallo Kai,

      ich glaube du stellst dir sowas wie Cambo Actus vor, wo die Digicam quasi als Rückstandarte direkt an den WW-Balgen angeschlossen wird. Schwierig finde ich bei dieser Lösung, dass du zum Stitchen keine Mattscheibe hast, auf der du das komplette Bild siehst, sondern (wenn ich das richtig sehe) nur den Digicam Monitor mit dem jeweiligen Ausschnitt.

      Im Moment meist eine Linhof Kardan ST mit einer 450er Sony Alpha oder wenn ich den Tubus nach hinten verlänger einer Nex 5T. Ob ich das im Vollformat immer machen möchte oder nach einer Tilt/Shift Lösung von Zörk schaue lass ich mal dahin gestellt sein. Ich bin da immer hin und her gerissen.

      Die Anmutung. Wenn du mit alten Objektiven auf Ostblockfilmen arbeitest, haben die Bilder so einen "Serie Noir"-Touch. Sie sind nicht so scharf wie digital und nicht so glatt. Wenn du sie dann auch noch auf fettem mattem Aquarellpapier druckst fällt es noch stärker ins Gewicht. Wie gesagt ich mache beides und mag beides, sehe aber zu, dass die Serien in nicht gemischt sind. Ein anderer Aspekt ist sicher auch noch, dass du mit den Negativen auch alternativen Verfahren wie Cyanotypie oder Kallitypie anwenden kannst.

      Es ist aber auch klar, wenn du Schmuck und Tabletop auf hohem technischen Niveau machen willst, dass du dann anders vorgehen musst, als ich wenn ein paar düstere Stillleben für die Wohnzimmerwand produziere.

      Gruss Sven.
    • Hallo

      Urnes schrieb:

      Hallo Kai,

      ich glaube du stellst dir sowas wie Cambo Actus vor, wo die Digicam quasi als Rückstandarte direkt an den WW-Balgen angeschlossen wird.
      :-)) Exakt das ist die Idee bzw. das Vorbild. Der Grund warum ich selber bastel, ist die Tatsache, dass die Artus hier und da ja doch limitiert ist und sich gerade für das Stichen meiner Meinung nach nicht besonders eignet.
      Aber.. nicht zuletzt die Tatsache, dass die Firma Cambo preislich jede Relation zur Realität verloren hat, macht es für mich alternativlos selbst Hand anzulegen.
      Ich hatte aus Interesse geschaut, was der WW-Balgen mit KB-Anschluss (versah. Marken) original kostet.
      Die wollen wirklich für den Mini-Balgen € 590.-
      Da hab ich Schnappatmung bekommen. Das setzt sich dann auch nahtlos durch das ganze Zubehör bzw. die Kameras fort. In meinen Augen wird da der Bogen überspannt...
      Ich hab kein Problem damit für ein gutes Glas auch mal tiefer in die Tasche zu greifen, aber für ein Stück Nylon mit zwei einfachen Adaptern dran € 590.- zu zahlen bin ich aber auch schlicht nicht bereit.

      Urnes schrieb:


      Schwierig finde ich bei dieser Lösung, dass du zum Stitchen keine Mattscheibe hast, auf der du das komplette Bild siehst, sondern (wenn ich das richtig sehe) nur den Digicam Monitor mit dem jeweiligen Ausschnitt.
      Das ist exakt der Haken.
      Ich denke im Moment darüber nach, mit einer von einer Rhinocam entliehenen "Mattscheibenbox" Abhilfe zu schaffen. Da ich den Anschluss des E-Mount Adapters eh in ein Stück Nylon (oder was auch immer) setzen will, welches Größer ist als der Standartenanschluss auf der Rückseite des WW-Balgens und beide überlappend mit umlaufendem Klebeband verbinden will, wäre ja theoretisch gleiches auch für die Mattscheibenbox möglich.
      Soweit die Theorie...

      Urnes schrieb:



      Die Anmutung. Wenn du mit alten Objektiven auf Ostblockfilmen arbeitest, haben die Bilder so einen "Serie Noir"-Touch. Sie sind nicht so scharf wie digital und nicht so glatt. Wenn du sie dann auch noch auf fettem mattem Aquarellpapier druckst fällt es noch stärker ins Gewicht. Wie gesagt ich mache beides und mag beides, sehe aber zu, dass die Serien in nicht gemischt sind. Ein anderer Aspekt ist sicher auch noch, dass du mit den Negativen auch alternativen Verfahren wie Cyanotypie oder Kallitypie anwenden kannst.
      Das klingt interessant und ist ein gutes Argument. Entspricht auch wesentlich mehr meinem pers. Geschmack von Fotografie!
      Der Zeitgeist bzw. die Erwartungshaltung geht aber eben ganz klar in Richtung "Clean,Clear,Crisp". Sieht zwar auch toll aus, ich würde mir aber sicherlich eher eines von den von dir beschriebenen Fotos aufhängen.

      wwelti schrieb:

      Hallo 7of9,

      bei den Objektiven ist das so eine Sache! Wie sich herausgestellt hat, ist auch bei vielen Großformat-Objektivtypen eine nicht zu unterschätzende Serienstreuung vorhanden. Das heißt aber auch, daß es einige besonders gute Exemplare gibt. Einige meiner besten Objektive: Super Symmar HM 1:5,6/120mm, Symmar-S 1:5,6/180mm. Sind möglicherweise besonders gute Exemplare, jedenfalls beide extrem scharf. Man muß sie ca. 1 Stufe abblenden, dann sind auch die Kontraste sehr gut. Sehr gut ist auch das Nikkor-SW 1:8/120 (und der Bildkreis ist gigantisch!).

      Meiner Meinung nach gibt es aber auch viele andere Objektive in diesen Brennweitenbereichen, die einen super Job machen würden!

      Diese Objektive wären mir übrigens viel zu schade, um sie nur für Produktfotos zu verwenden!

      Viele Grüße
      Wilfried
      Mmmmh, das klingt recht schwierig. Wenn mich ein KB oder MF Objektiv interessiert, leihe ich es mir zumeist mindestens einmal vorher bei einem der Verdächtigen aus und schaue ganz genau, ob es zu mir paßt.
      Ich kenne leider keine Quelle, wo man GB Objektive leihen oder testen kann.
      Das scheint ein Sprung ins kalte Wasser zu werden.
      Das Nikkor steht bei mir auch bereits auf der Liste der möglichen Kandidaten.
      Des Weiteren das 75iger Grandagon, weil es bei starker weitwinkligkeit noch einen ausreichenden Bildkreis bietet. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die Kombi passt und ich so noch auf Unendlich fokussieren und trotzdem zumindest stiften kann.

      VG
      Kai
    • Wessen habe ich mich schuldig gemacht, daß ich unglaubwürdig bin?

      Die meisten Objektive sind für den "Normalgebrauch" absolut in Ordnung. Man muß da nicht 3 probieren bis eins passt! Trotzdem ist jedes Objektiv ein "Individuum". Wenn man genau mißt, sind keine zwei Objektive gleich. Für hochempfindliche Meßgeräte gibt es da deutliche und reproduzierbare Unterschiede, die eine Art "Signatur" jedes einzelnen Objektivs darstellen. Und so gibt es halt immer mal wieder auch deutliche Ausreißer nach unten und oben.

      Aber Du brauchst mir das nicht zu glauben. Wir haben hier Glaubensfreiheit.

      Viele Grüße
      Wilfried